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DAF- Fünfzehn neue DAF Lieder
Und nun mal wieder eine CD-Kritik aus der Reihe '...aber auch ganz anderes komisches Zeugs'. Homepage-Besucher meiner Generation können sich sicher noch an das Duo 'Deutsch Amerikanische Freundschaft' (kurz DAF), also Robert Görl und Gabi Delgado Lòpez erinnern, die vor vielen vielen vielen Jahren (also in meiner fortgeschrittenen Jugend ... um genau zu sein im Jahre 1981) einen genialen Hit mit 'Der Mussolini' hatten und wohl - zusammen mit Kraftwerk - die 'Erfinder des Techno' waren. Harte schnelle elektronische Beats mit spärlichem Gesang (DAF beschränkten sich immer nur auf vier oder fünf Zeilen Text die ständig wiederholt wurden). Und jetzt nach über 20 Jahren gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von den beiden Jungs und mit 'Fünfzehn neue DAF Lieder' gibts auf knapp über 70 Minuten das volle Brett an DAF-Liedern als ob sie nie weggewesen wären. Absoluter Hammer sind die Songs 'Der Sheriff (anti-amerikanisches Lied)', 'Rock hoch (Sexlied)', 'Moschino Heckler & Koch (Ganovenlied)' und 'Liebeszimmer (Hexenlied)'. Der Rest ist natürlich auch nicht schlecht, wobei aber die CD ruhig ein paar Minuten kürzer hätte sein können. Trotzdem freut's mich, dass es von DAF mal wieder eine neue Scheibe gibt, die wohl aber in Prog-, Rock- bzw. Metal-Kreisen keine Freunde finden wird. Deswegen gibt's auch keine Wertung
Dakrya - Crime Scene
Eine recht ‘witzige’ CD haben die Griechen ‘Dakrya’ mit ‘Crime Scene’ veröffentlicht. Die Band besteht aus 7 Mitgliedern (4 Männern, 3 Frauen), wobei mich vor allem der weibliche Gesang von Thomais und Christina (leider gibt’s im Booklet keine Nachnamen) ganz schön an Michelle Young erinnert. Es ist also mehr die ‘erzählerische’ Art, die ein bißchen in Richtung Musical geht. Zusammen mit den fetten Gitarren und der hervorragenden Rhythmus-Arbeit könnte es aber auch locker als ‘Gothic’ durchgehen. ‘Therion’ oder auch in Teilen ‘Theatre Of Tragedy’ wären vielleicht noch die engsten Verwandten von ‘Dakrya’, wobei es insgesamt nicht ganz so heftig ist wie ‘Therion’. Eine wirklich spannende Scheibe, die auf jeden Fall ein paar Durchläufe braucht bevor sie so richtig zündet, denn der Musical-Stil ist ja nicht wirklich Jedermann’s Sache. Ich höre solche Musik zwischendurch wirklich gern, deswegen gefällt mir ‘Crime Scene’ ausgesprochen gut. Hier sollte man mal ein Ohr riskieren. Homepage und MySpace-Seite geben natürlich mehr Infos.
Danger -First Touch (EP)
Glam- oder Sleaze-Hard-Rock gehört ja eigentlich nicht unbedingt auf meine Prog-Page. Aber manchmal braucht das verwöhnte Prog-Ohr vor lauter komplizierter und komplexer Musik auch mal was zum Durchpusten. Und was könnte man sich da besseres vorstellen als ein paar knackige Rock-Nummern. 'First Touch' der schwedischen Band 'Danger' ist nach insgesamt 4 Demo-Singles in den Jahren 2006 und 2007 die erste EP, die durch ein größeres Label (Metalrevelation) promotet wird. Und die insgesamt 6 Songs auf der EP (inclusive eines Bonus-Tracks) knallen dann schon ganz nett rein. Die ersten drei Songs ('First Touch', 'Miss Money' und 'Hey You') sind nagelneue Stücke, die extra für diese EP geschrieben wurden. Die anderen drei Songs waren auf den alten Demo-Singles mit drauf und wurden jetzt neu gemixt und remastert. Wer auch mal wieder schlichten Rock hören will, sollte sich mal die Band auf ihrer MySpace-Seite anhören oder die Band-Homepage besuchen. Ich find's nicht schlecht.
Dare - Belief
Gast-Kritik von Siggi Greck Nach dem Comeback "Calm Before The Storm" veröffentlichten die Mannen um Mastermind Darren Wharton mit "Belief" ein sehr ruhiges Album, das mich deshalb anfangs etwas enttäuschte (damaliger Eindruck: 7,5 von 10 Punkte). Nach mehrmaligem Anhören bekommt man die Melodien jedoch einfach nicht mehr aus dem Kopf. Insbesondere die keltischen Anleihen gefielen mir mit der Zeit immer besser. Absolut tolle Musik zum Relaxen und Träumen, Anspieltipps: "Silent Thunder", "Belief" und "We Were Friends" (inzwischen 8,5 Punkte). Nach einem genialen Konzert im Frühjahr 2002 und einer netten After-Show-Party (mit Freibier und "leckeren Schnittchen" - Hallo Reiner!) möchte ich mich nun festlegen: 9,5 Punkte
Dare - Beneath The Shining Water
Kritik von Siggi Greck: Die Melodic-Rocker aus Wales haben Ihr neues Output "härter" und "düsterer" als den Vorgänger "Belief" angekündigt. Meiner Meinung nach ist das Gegenteil der Fall. War der Vorgänger schon recht soft, ist dieses Album schon sehr weichgespült und hat mich etwas enttäuscht. Die Songs sind an sich nicht schlecht, aber es ist einfach nur eine Neuauflage des Vorgängers. Ich hoffe, Darren Wharton kriegt noch mal die Kurve in Richtung des Comeback-Albums "Calm Before The Storm" von 1998.
Deadsoul Tribe - The January Tree
Nun oute ich mich mal als absoluter Nicht-Wisser. Ich besitze weder eine CD von Psychotic Waltz noch habe ich jemals vorher was von der Band gehört. Und auch die erste Solo-CD des Ex-Sängers dieser Band, der sich bei Psychotic Waltz wohl irgendwie anderst genannt hat und jetzt Devon Graves heißt oder vielleicht hieß er auch früher richtig und hat jetzt ein Pseudonym ... keine Ahnung, ging an mir völlig vorbei. Auf jeden Fall ist dieser besagte Devon Graves der Kopf oder Gründer oder Beides von Deadsoul Tribe und hat auch beim letzten Ayreon-Output (The Human Equation) mitgewirkt. Meine erste Berührung mit Deadsoul Tribe hatte ich mit dem Kauf des Vorgänger-Werkes 'A Murder Of Crows', mit dem ich allerdings so gar nichts anfangen konnte. Nichts Halbes und auch nichts Ganzes. Warum ich mir trotzdem den Nachfolger 'The January Tree' gekauft habe, weiß ich auch nicht so genau ... vielleicht ja wegen dem schönen Cover, einem blattlosen Baum (wahrscheinlich im Januar ?) und wegen der Tatsache, dass Deadsoul Tribe (dazu gehört übrigens nur noch Drummer Adel Moustafa, alles andere übernimmt Devon Graves) als Vorgruppe bei der 2004er-Tour von Threshold auftreten sollte und man ja 'vorbereitet' sein muss. Naja, auf jeden Fall gefällt mir 'The January Tree' bedeutend besser als der Vorgänger, was wohl auch daran liegt, dass wirklich ein paar äußerst gelungene Songs (wie der fette Opener 'Spiders And Flies', das richtig proggige 'Just Like A Timepiece' und die zuckersüße Ballade 'Lady Of Rain') herausgekommen sind. Allerdings ist der Rest doch etwas eintönig (immer zwei drei gleiche Gitarrenriffs, die ausgenudelt werden bis zum gehtnichtmehr und auf Dauer ganz schön depressiv machen), so daß bei Deadsoul Tribe noch eine Steigerung möglich ist. Vielleicht auf der nächsten Scheibe ?? Es bleibt spannend.
Deep Purple - Bananas
Ich hasse CDs mit Kopierschutz und Scheiß Playern, die beim Abspielen auf PC installiert werden, obwohl ich schon genügend Player auf dem Rechner habe und dann auch noch klingen wie Arsch und Friedrich. Und so ein Teil ist die neue Deep Purple leider auch. Wer also normalerweise seine CDs auf dem Computer abspielt, rate ich vom Kauf auf jeden Fall ab ... das ist mal wieder eine Frechheit. Wer trotzdem das Teil kaufen will, sollte natürlich erfahren, dass ich völlig fertig bin wegen 'Bananas'. Nach den letzten paar wirklich unterirdisch schlechten Deep Purple CDs (wie z.B. der Oberschrott 'Abandon') hatte ich mir ja geschworen, keine CD von Deep Purple mehr zu kaufen. Aber auf Anraten eines meiner CD-Dealers habe ich es doch getan. Und ... ich bin hellauf begeistert und vollkommen überrascht, dass die Jungs (jetzt ohne Jon Lord und dafür mit Don Airey an den Keyboards) sowas überhaupt nochmal hinbekommen haben. So frisch und locker klangen sie vielleicht vor 20 Jahren das letzte Mal. Schon der Opener 'House Of Pain' klingt voll nach 'Woman From Tokyo' und diese Aha-Erlebnisse gibt es dann zu Hauf, von Rock bis Blues ist alles vertreten und vor allem Steve Morse zeigt das eine oder andere Mal, wie wertvoll er mittlerweile für DP geworden ist. Und auch Don Airey fügt sich nahtlos ein und manchmal merkt man gar nicht, dass Jon Lord nicht mitspielt, so perfekt kann er ihn kopieren. In meinen Augen schlichtweg ein sensationelles Comeback. Muss man als Rock-Fan haben.
Deep Purple - Rapture Of The Deep
Positiv: Sie machen noch Musik. Sie scheinen sich noch zu verstehen, denn es gab keinen weiteren Line-Up-Wechsel Steve Morse darf ab und zu so richtig schon mit seiner Gitarre wimmern Don Airey hat den guten alten Orgel-Sound von Jon Lord wiederentdeckt
Negativ: Alles Andere, also langweilige Songs, dünnes Stimmchen von Ian Gillan, keine Highlights.
Muss man nicht haben, denn der Vorgänger 'Bananas' war um Klassen besser.
Delyria - Regression In Mind
Wow ... was für ein Brett kommt da aus Italien, genauer gesagt aus Grosseto, einer sehr schönen Stadt am Rande der Toscana. Dass die 5 Jungs nicht unbedingt die schöne Landschaft ihrer Heimat besingen kann man sich vorstellen, denn Delyria machen astreinen modernen Death Metal im Stile von In Flames oder auch Nevermore. Richtig außergewöhnlich ist, dass sogar die englische Sprache perfekt und ohne jeden Akzent beherrscht wird (soweit man das bei dem 'Gesang' erkennen kann). Auf jeden Fall könnte man nicht darauf kommen, dass die Band aus Italien kommt ... Schweden oder Norwegen wäre da eher mein Tipp gewesen. Gegründet wurde die Band bereits im Jahr 2005, ein Jahr später gab es ein erstes Demo und nach einem Jahr Pause mit Konzerten und Songwriting gab es dann 2007 mit 'Tales From My Abyss' eine Maxi-CD. Und 2009 hat jetzt endlich die erste reguläre CD das Licht der Welt erblickt. Und ich kann nur sagen, wer auf die obengenannten Bands steht, sollte Delyria auf jeden Fall mal antesten. Da gibt's keinen Qualitäts-Defizit gegenüber den Genre-Größen. Klar ist das nicht gerade Musik für den verwöhnten Proggie, aber wenn Euer Musikgeschmack so vielfältig ist wie meiner, könnte das auch was für Euch sein. Haut auf jeden Fall voll rein und die Ohren werden mal wieder durchgepustet. Und der Gesang ist gar nicht mal so arg Death Metal ... da kann man sich auch daran gewöhnen. Voll fett finde ich vorallem die eingestreutetn Gitarren-Parts ... richtig gut gemacht. Veröffentlicht wurde die CD bei SG-Records und auf MySpace sind die Jungs natürlich auch vertreten, außerdem gibt's eine Band-Homepage. Einfach mal reinhören.
Demon - Taking The World By Storm / One Helluva Night (beide remastered)
Anlässlich der Tatsache, dass jetzt endlich alle alten CDs der englischen Hard Rock - Band 'Demon' überarbeitet und teilweise mit Bonus-Tracks wiederveröffentlicht wurden, möchte ich die in meinen Augen zwei besten Scheiben hier kurz vorstellen. Beide CDs wurden im Jahr 1989 erstmals veröffentlicht. Bei 'Taking The World By Storm' handelt es sich um eine Studio-CD, die sogar für absolute Prog-Freunde interessant sein könnte. Denn neben ein paar knackigen Hard-Rock-Nummern (wie z.B. 'Commercial Dynamite' oder dem Titelstück 'Taking The World By Storm') gibt es auch ein paar hervorragende längere und kompliziertere Stücke wie 'Remembrance Day' mit 9 1/2 Minuten, 'Blue Skies In Red Square' mit über 8 Minuten und das sensationelle 'Time Has Come' mit 11 1/2 Minuten. Die zweite CD, die ich erwähnen möchte, ist dann die Doppel-Live-CD 'One Helluva Night', die am 10.12.1989 in Ludwigsburg in der Rockfabrik mitgeschnitten wurde und neben einigen Highlights der o.g. CD (leider ohne 'Time Has Come') noch einen klasse Querschnitt über das frühere Schaffen der Band gibt. Wer Demon mal antesten will, sollte es dann mit einer der beiden CDs probieren. Leider ist es etwas schwierig, an die CDs heranzukommen, weil nicht jeder CD-Versand jede CD hat.
Demon - Spaced Out Monkey
Fast 10 Jahre mußten wir warten, bis sich die alten Hard-Rock-Haudegen Demon mal wieder herablassen, eine CD zu veröffentlichen. Und ob sich das Warten gelohnt hat, möchte ich weder mit ja noch mit nein beantworten. Viel geändert hat sich am Musik-Stil von Demon nicht. Und auch die CD ist eigentlich durchwachsen wie alle Outputs der Engländer. Ein paar herausragende Songs ('Never Saw It Coming', 'Let Me Out Of Here') und ein paar Schrott-Nummern (wie z.B. der Titelsong). An mein absolutes Demon-Lieblingsstück 'Time Has Come' (welches sogar dem Prog-Freund gefallen könnte) kommt leider kein Lied ran. Insgesamt eine CD, die man nicht unbedingt braucht, aber auch nicht unbedingt schlecht ist.
Desert Clouds - Dharma Bums
Desert Clouds ist für mich eine Neuentdeckung aus Italien. Die Band besteht zwar schon seit dem Jahr 2000, aber irgendwie ging sie bis jetzt total an mir vorbei. Ich hab aber auch keine Ahnung, ob sie schon jemals eine CD veröffentlicht haben. Auf der Homepage der Band ist leider nicht viel zu erfahren und auch ihre Einflüsse bleiben ein bißchen im Verborgenen. Aber eines kann ich sicher sagen, zumindest der Sänger David of Alayza hat zumindest schon viel Smashing Pumpkins gehört, denn der Sangesstil kommt mir dann schon irgendwie ganz schön bekannt vor. Und das macht er gar nicht schlecht. Musikalisch geht's ein bißchen in die Richtung, wobei auch 60er Psychedelic Rock (vor allem die Instrumental-Parts lassen ab und zu ein bißchen uralte Pink Floyd durchblicken) ab und zu zum Vorschein kommt. Höreindrücke kann man sich auf ihrer MySpace-Seite holen. Interessant ist es auf jeden Fall.
Destination’s Calling - Invisible Walls
Neulich war ich bei der zweiten Auflage des ‘Building A Force - Festivals’, das nach einigen Jahren endlich mal wieder von der Heilbronner Band ‘Lanfear’ veranstaltet wurde. Bei der ersten Auflage habe ich schon ein paar eher unbekannte Bands entdecken können (Dreamscape, Eternal Reign) und auch jetzt waren wieder ein paar ganz tolle Sachen dabei. Leider war das Festival ziemlich schlecht besucht (nur ein paar wenige hundert Nasen wollten sich das nicht entgehen lassen). Und neben Brainstorm, Serenity und natürlich Lanfear haben mich vor allem die Jungs von ‘Destination’s Calling’ überzeugt, die zwar als Opener des Festivals nur eine halbe Stunde spielen durften, aber da waren sie richtig gut ... und das hat mich natürlich dazu veranlasst, mir eine CD von der Band zu kaufen. ‘Invisible Walls’ ist zwar nicht mehr ganz neu, aber lohnt sich trotzdem zum Kauf. Power Melodic Metal umschreibt die Musik von ‘Destination’s Calling wohl am Besten. Nach einem kurzen instrumentalen Intro geht’s gleich richtig zur Sache mit ‘Fallen From Grace’, geil gesungen (was in dem Musik-Genre ja nicht immer der Fall ist), tolle Gitarren. Und so geht’s grad weiter. Auch ‘Sinthetic’ ... noch ein bißchen schneller ... und ‘Trapped In Silence’ haut voll rein. ‘Bleeding Again’ ist dann die erste Ballade auf dem Album (auch richtig schön). Das absolute Highlight der CD folgt dann mit dem Titelstück ‘Invisible Walls’, was auch jedem Prog-Metaller gefallen müsste. Zusammen mit dem ‘Prolog’ fast 10 Minuten lang ist der Song einer der Besten, den ich in letzter Zeit gehört habe. Nur genial. ‘Disconnected’ ist dann wieder eine Ballade, ‘Sentenced’ geht im Mid-Tempo weiter, ‘Turning Away’ ist wieder ziemlich flott und ‘Destination’s Calling’ die absolute Live-Hymne. Die CD muss man als Melodic-Metaller unbedingt haben. Mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage. Erwähnen möchte ich noch, dass kein Geringerer als Jan Vacik in seinen Dreamscape-Studios die CD produziert hat und das bedeutet auch ein genialer Sound.
DeYoung, Dennis - Ultimate Collection
Der Name Dennis DeYoung dürfte den 'Betagteren' unter uns vielleicht was sagen. Er war der Kopf (und Keyboarder) von Styx und dort u.a. verantwortlich für so geniale Songs wie 'Lady', 'Suite Madame Blue', 'Show Me The Way' oder 'Babe'. Nach seinem Rausschmiss bei Styx ('gesundheitliche Gründe' wurden vorgegeben aber sein Name ist auf der offiziellen Styx-Homepage komplett verschwunden) ist es äußerst ruhig um ihn geworden (d.h. ich habe nichts mehr über ihn gehört oder gelesen). Dass Dennis DeYoung während seiner Styx-Zeit auch einige Solo-Alben herausgebracht hat, war mir unbekannt. Lediglich sein geniales Musical 'The Hunchback of Notre Dame' (von ca. 1997), das nur über DeYoung's Homepage bezogen werden konnte, steht bei mir im CD-Regal. Umso überraschter war ich, bei www.aorheaven.com ein Best of Dennis De Young - Soloalbum (US-Import für 45.- DM oder 23 Euro) im Katalog zu finden. Tja, und die CD hält, was der Titel verspricht. Praktisch jeder Song hätte auf einem Styx-Album Platz finden müssen, wobei die ruhigen, einfachen Songs eindeutig überwiegen. Für Styx-Fans (wie mich) auf jeden Fall ein MUSS in der CD-Sammlung.
DFA - Work In Progress Live
Dass die Italiener nicht nur Pizza, Spaghetti und leckeren Rotwein zu bieten haben, ist nicht erst seit Eros Ramazotti und Rhapsody bekannt. DFA - die Abkürzung für 'Duty Free Area' haben seit 1997 bereits 2 Studio-Alben veröffentlicht, die mir allerdings völlig unbekannt sind. 'Work In Progress Live' ist nun, wie der Name schon sagt, das erste Live-Album der 4er-Combo, mitgeschnitten beim 2000er-NEAR-Fest in Bethlehem, PA, dem ersten Live-Konzert der noch jungen Band in Amerika. Die CD beinhaltet Songs beider Studio-Alben und der Gesang ist ausschließlich in meiner Lieblingssprache Italienisch. Die Musik ist klassischer, komplexer und vertrackter Progressiv-Rock im Stile von Gentle Giant mit Einflüssen von (den alten) Genesis und Yes, gepaart mit (leider auch) jazzigen Parts. Klar im Vordergrund stehen dabei Keyboarder Alberto Bonomi und der geniale Drummer Alberto De Grandis. Wer auf flockige 3-Minuten-Songs steht, sollte von der Scheibe die Finger lassen. Für diejenigen, denen Longsongs mit bis zu 15 Minuten Länge und massenweisen Breaks, Tempo- und Stilwechseln zusagen und auch mal einen Risiko-Kauf tätigen, möchte ich diesen Silberling ans Herz legen. Für ein Live-Album einer noch so frischen Band gebührt hier Respekt. Leider ist es ziemlich schwierig, an das Teil heranzukommen. 2 Möglichkeiten habe ich gefunden. Entweder bei Herrn Bäcker unter http://www.empire-music.de oder direkt bei der Plattenfirma in den USA unter http://www.moonjune.com (für 15 $ incl. Porto usw.).
D.F.A. - 4th.
Die Band D.F.A., Abkürzung für 'Duty Free Area', habe ich vor vielen Jahren schon mal mit ihrer CD 'Work In Progress Live' auf meiner Homepage vorgestellt. Seit dieser Scheibe sind 7 Jahre vergangen und seit dem habe ich nichts mehr über die Band gehört oder gelesen. Nun plötzlich schneit bei mir die Scheibe '4th' ins Haus. Und der Titel sagt schon, dass seit der letzten Live-CD keine weitere Veröffentlichung passiert ist. Keine Ahnung, was die Jungs in der langen Zeit getrieben haben ... auf jeden Fall haben sie das Musik machen nicht verlernt. Im Gegenteil ... für meine verwöhnten Prog-Ohren haben sie sich (noch weiter) zum Positiven entwickelt. Waren auf 'Work In Progress Live' noch viele jazzige Parts vorhanden (mit denen ich ja nicht so viel anfangen kann), sind D.F.A. jetzt viel melodischer geworden, ohne natürlich ihren eigenen Stil zu behalten. Und weiter auffällig ist, dass die Musik von früher sehr keyboardlastig jetzt mehr Richtung Gitarre als melodisches Element gewechselt ist. Und das tut den Songs richtig gut. Es gibt immer noch Longsongs von bis zu 19 Minuten Länge und es wird gebreakt und gejammt, aber insgesamt ist die Musik 'verdaulicher geworden. Auffällig ist auch, dass bis auf 2 Songs jetzt rein instrumental musiziert wird. Und auch das wird zu keiner Sekunde langweilig. Wobei man da eigentlich noch den 10-minütigen Song 'The Mirror' mit gerade mal 4 Textzeilen noch ausnehmen müsste. Somit bleibt als einziger Song mit Gesang das Stück 'La Ballata De S'Isposa 'E Mannorri', einem Sardischen Gedicht, das von Luca Nulchis stammt. Und als weibliche Stimme kommt unter anderem eine gewisse Elena Nulchis vor ... wahrscheinlich dann eine Verwandte des Dichters. Leider habe ich das nicht rausbekommen. Insgesamt ist die neue Scheibe von D.F.A. wirklich keine leichte Kost aber für Freunde der komplizierten Prog.Musik, die ab und zu leicht ins jazzige abdriften, auf jeden Fall eine Alternative, der man mal ein Ohr schenken muss. Veröffentlicht wurde die CD beim amerikanischen Label Moonjune Records und mehr Infos über die Band gibt es unter www.dutyfreearea.it sowie auf ihrer MySpace-Seite.
DGM - Hidden Place
Dass in Italien eine kleine aber feine Prog-Metal-Szene existiert, ist wohl nur den absoluten Insidern bekannt. Und nach meinem Wissen hat es auch keine Band geschafft, sich ein bißchen in den Vordergrund zu spielen. Aber ich denke mal, dass sich da mit DGM was ändern könnte. Keine Ahnung wie ich auf die Idee gekommen bin, mir dieses Teil zu kaufen (muss ich wohl irgendwo mal gelesen haben oder so) aber seit ich die Scheibe habe, läuft sie doch ziemlich regelmäßig in meinem CD-Player. Schon der Opener 'A Day Without The Sun' fetzt ziemlich knackig los und ist mit knapp 4 Minuten der kürzeste Song auf der CD. Die insgesamt 10 Stücke haben eine Länge von bis zu über 8 Minuten und klingen irgendwie alle ein bißchen nach Symphony X. Der Sänger Titta Tani kommt da zwar nicht ganz an Sir Russel Allen ran, aber Ähnlichkeiten sind unüberhörbar. Für Prog-Verhältnisse richtig klasse. Aber auch die anderen Musiker können's ganz gut (tolle Keyboard- und Gitarrenparts) und die Scheibe wird auch nach ziemlich genau 1 Stunde zu keiner Zeit langweilig. Für ein Zweitlingswerk absolute klasse. Antesten lohnt sich hier auf jeden Fall.
Dickson, Mat - Land's End
Eine absolute Neuentdeckung für mich ist, obwohl er mit 'Land's End' schon die dritte CD veröffentlicht hat, Mat Dickson. 'Land's End' schließt die sogenannte 'Lighthouse Trilogy', die mit 'The Keeper's Log' und 'The Lighthouse Keeper', also den 2 Vorgängern begonnen wurde. Lighthouse heißt ja auf Deutsch Leuchtturm, und wenn man eine Trilogie über Leuchttürme schreibt, kann man schon erahnen, welch schöne Musik dabei herauskommt. Mat Dickson spielt auf diesem rein instrumentalen Album praktisch alle Gitarren und Keyboards und wird nur bei ein paar Songs durch Harfe (Fiona Clifton-Welker), Saxophon (Ken Trethewey) und Drums (Will Glancy) ergänzt. Und die Musik, eine Mischung aus Celtic Folk mit Prog-Einflüssen erzählt von den sich immer wieder verändernden Stimmungen des Meeres und des Himmels um den Leuchtturm herum bei Ruhe und Sturm. Ein bißchen vergleichen kann man das mit Mike Oldfield oder auch ein bißchen Mark Knopfler bei seinem 'Local Hero' - Soundtrack. Eine einfach wunderschön atmosphärische CD zum dahinfließen. Mehr Infos sowie Soundsamples und natürlich die CD selbst zum Bestellen gibt es unter www.beachcombermusic.com . Unbedingt vorbeischauen und antesten. Sowas darf in keinem gut sortierten CD-Regal fehlen !!
Dimension X - So ... This Is Earth
Neues von Unicorn Digital gibt es in Form der Debut-CD der amerikanischen Prog-Band 'Dimension X' aus Milwaukee. Ursprünglich gegründet unter dem Namen 'Dweller' bereits im Jahre 1986 von Sänger David Hoover II und Bassist D.R. Burkowitz (der auch den Chapman Stick spielt) ... beide übrigens noch immer in der Band aktiv ... musste 'Dimension X' bis zur heutigen Formation noch einige Namens- und Bandmitgliederwechsel über sich ergehen lassen. Und jetzt, also im Jahr 2005, gibt es (nachdem 2001 bereits eine EP aufgenommen wurde) endlich das erste komplette Album mit Namen 'So ... This Is Earth', gemastered übrigens von Richard Addison, der ja schon einige Veröffentlichungen von Unicorn Digital veredelt hat und für ausgezeichneten Sound steht. Musikalisch bewegen sich 'Dimension X' zwar schon auf Unicorn-Pfaden, machen also eher komplizierten, leicht jazzigen Prog, aber teilweise fällt einem fast die Klappe runter, wie die tolle Melodien und Breaks zaubern (z.B. in meinem absoluten Lieblings-Song 'Train Wreck' mit atemberaubendem Gitarren-Solo, fast klassischer Melodie, tollem Rhythmus und gutem Gesang ... leider mit knapp 6 Minuten etwa 10 Minuten zu kurz). Aber auch Freunde des Long-Songs kommen mit 'Xeno's Paradox' (fast 17 Minuten) voll auf ihre Kosten. Das ist Prog vom Feinsten. Insgesamt bewegen sich Dimension X auf sehr klasisch-progressiven Pfaden und die Scheibe wird auch nach mehrfachem Hören nicht langweilig sondern immer interessanter. Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage.
Dimmu Borgir - Death Cult Armageddon
Warum gibt es eine Review über eine Grunz - Brüll - Schrei - Gurgel - Ratta - Satan - CD auf meiner Homepage ? Nun, immerhin hat es die Scheibe von Dimmu Borgir bei einem meiner Homepage-Leser auf Platz 4 der Top10 von 2003 geschafft. Und somit muss man auch so einer Band mal hier eine Chance geben. Okay, natürlich machen die Norweger Black Metal und der Herr mit den zwei Hörnern auf dem Kopf kommt auch in den Texten öfters mal vor. Aber es ist jetzt doch nicht so, dass man das gar nicht anhören könnte. Wer mit dem Gesangsstil dieser Musikrichtung überhaupt nichts anfangen kann, kann sich das Geld natürlich sparen. Alle anderen sollten aber doch mal ein Ohr riskieren, denn erstens ist die Produktion absolut fett und gelungen und zusammen mit dem kompletten Prager Philharmonischen Orchester sind vor allem die klassischen und instrumentalen Teile sensationell gut und fast schon Prog-Metallisch (Hört Euch nur mal den Anfang von 'Eradication Instincts Defined' an). Das knallt ganz schön rein.
Dio - At Donington UK: Live 1983 & 1987
Ronnie James Dio war bestimmt einer der größten Heavy Metal Sänger aller Zeiten und ist leider dieses Jahr viel zu früh verstorben. Kurz vor seinem Tod hat er noch zusammen mit seiner Frau Wendy sein eigenes Musik-Label gegründet, um in nächster Zeit einige bisher unveröffentliche Sachen an den traurigen Fan zu bringen.
Als Sänger von Rainbow, Black Sabbath, bei seiner ’eigenen Band’ Dio und ganz am Ende seines Schaffens bei der Fast-Reunion von Black Sabbath, nämlich Heaven & Hell hat Ronnie Berge von tollen Alben veröffentlicht und sich mit seiner herausragenden Stimme ganz sicher ein Denkmal in der Heavy Metal Welt gesetzt.
Als erste Veröffentlichung seines Labels kommen wir jetzt in den Genuss von zwei seiner größten Konzerte in seiner Karriere, nämlich die Auftritte 1983 und 1987 beim Monsters Of Rock – Festival in Donington. Die Aufnahme von 1983 beinhaltet natürlich vor allem die Rainbow- und Black Sabbath-Phase sowie die Anfänge von ’Dio’, der 1987er Gig erfolgte im Rahmen seiner Dream Evil – Tour. Es bleibt dabei natürlich nicht aus, dass sich die Setlists teilweise überschneiden, das macht aber überhaupt nichts aus, weil bis auf ’Rainbow In The Dark’ und von mit aus auch ’Man On The Silver Mountain’ die doppelten Songs in der Länge gewaltig unterscheiden. So dauert auf dem 1983er-Konzert das geniale ’Heaven And Hell’ über 11 Minuten, auf dem 87er-Konzert aber nur 3 Minuten. Ähnlich verhält es sich mit ’Holy Diver’ und ’Children Of The Sea’. Ich persönlich finde es schade, dass einige der Rainbow-Songs (Stargazer und Starstruck) nur kurz angespielt werden. Als Früh-60-Geborener bin ich mit den ersten Rainbow-Platten aufgewachsen und die haben meinen Musikgeschmack ziemlich früh geprägt (zum Glück). Die Doppel-CD ist auf jeden Fall ein Stück Zeitgeschichte, und auch wenn man beim Sound ein paar Abstriche machen muss (die Aufnahmen sind halt leider aus den 80ern) darf das Teil in keinem CD-Regal fehlen.
Direction - Est
Eine neue Band aus dem Hause Unicorn Digital gibt es mit den Franko-Kanadiern 'Direction'. Beeinflusst wurden die Jungs, die mit 'Est' bereits ihr viertes Album veröffentlichen (die ersten drei Outputs wurden selbst vertrieben), von Bands wie Rush, Yes, Genesis, Pink Floyd, Styx, Led Zeppelin und 'anderer großer Musik aus den 70ern' (so die Band-Info). Nun ist das ja ein ziemlich großer Querschnitt durch alle möglichen Stil-Richtungen und die Musik von Direction spiegelt natürlich nicht das komplette Repertoire der genannten Bands wieder. Meiner Meinung nach trifft 'alte Genesis' wohl noch am ehesten zu. Das merkt man schon am Opener 'Memoire Privée', der kein Genesis-Zitat der 70er und 80er (typischer Banks-Keyboard-Sound, Steve Howe - Gitarre, Rhythmus wie auf 'Abacab') auslässt. Auch das folgende 'La Fuite' geht in die selbe Richtung (wobei vor allem das Keyboard echt von Mister Banks himself sein könnte). Wirklich gut kopiert. Aber dass sie nicht nur Genesis ganz gut nachmachen können sondern auch ihren eigenen Stil haben, merkt man ebenfalls auf ein paar Titeln (wobei vor allem 'Capsule' oder noch mehr 'Naufragé genannt sein will). Absolutes Highligt der CD ist auf jeden Fall das über 11-minütige 'Soldat', das wirklich alles hat, was das Progger-Herz braucht. Von langsam bis chaotisch, tolle Melodien zwischendurch, tolle Breaks ... nur das 3-minütige Gitarrensolo am Schluss fehlt leider). Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob eine CD gut ist, die zu über 50% versucht, alle möglichen Genesis-Zitate zu verarbeiten. Aber ich finde schon, denn durch die durchaus vorhandene Eigenständigkeit und den französischen Gesang haben 'Direction' doch was Spezielles und durchaus Daseinsberechtigung. Genesis-Fans sollten die Band auf jeden Fall mal antesten.
District 97 - Hybrid Child
American Idol ist ja sowas wie das amerikanische Pendant zu Deutschland sucht den Superstar. Und auch in den USA gibt es wohl ab und zu jemanden der entdeckt wird, obwohl er nicht unbedingt einen massentauglichen Musikstil hat (wie bei uns z.B. Nektarios Bamiazis, der bei DSDS ja auch unter die Top-10-Finalisten gekommen ist, obwohl er eigentlich bei der Prog-Metal-Band ‘Scenes’ als Sänger aktiv war). Ähnlich verhält es sich mit der Sängerin Leslie Hunt, die 2007 ebenfalls zu den Finalisten in den USA zählte, eine Stimme wie Ann Wilson hat (die kennt man ja von der Band ‘Heart’ ... also zumindest die Älteren unter uns) und jetzt bei der Prog-Band ‘District 97’ singt. Vorher war die Combo eine reine Instrumental-Band und wurde vor allem von Liquid Tension Experiment beeinflusst. Mittlerweile ist die Band um nochmal eine Person gewachsen, nämlich um die Cellistin Katinka Kleijn, die vom weltbekannten Chicago Symphony Orchestra kommt. Die Musik zu beschreiben ist relativ schwer, weil mir keine vergleichbare Band im Ohr ist. Gesang klingt nach Heart, das Cello erinnert an UK oder auch Curved Air, die teilweise mehrstimmigen Gesangsparts könnten auch von Kansas sein (und zusammen mit dem Cello klingt’s natürlich auch ein bißchen nach Kansas, obwohl es dort ja ne Violine war). Ab und zu geht es aber auch recht hart und metallisch zur Sache, die härteren Parts halten sich aber in Grenzen. Dann spielt Keyboarder Rob Clearfield Läufe, die unweigerlich an ELP erinnern. Insgesamt eine hochinteressante Mischung, die meiner Meinung nach einige Proggies ansprechen dürfte. Herzstück der CD ist übrigens das über 27-minütige ‘Mindscan’ ... aufgeteilt in 10 Parts und einfach nur gut und abwechslungsreich. Unbedingt reinhören.
Djam Karet - No Commercial Potential
Untertitelt ist die Doppel-CD der californischen Prog-Band mit 'Rock Improvisations from 1985 - 2002' und als kleiner Hinweis für alle Nicht-Djam-Karet-Kenner ist noch 'We talk in pictures not in words' aufgedruckt. Und damit wäre ja eigentlich alles gesagt. Zwei Dekaden Musik, nicht radiotauglich und ohne Worte. Aber ein bißchen ausführlicher will ich es ja schon machen. Den mittlerweile 20. Geburtstag feiert die Band mit der Veröffentlichung ihres bereits 16. Albums (!!), wobei CD 1 eine spontane Studio-Session aus dem Jahre 1985 ist, die bisher nur auf Musikkassette veröffentlicht wurde und CD 2 (betitelt mit ... And Still Getting The Ladies) eine unveröffentlichte CD aus dem Jahr 2002 ist, die während der 'A Night for Baku - Session' eingespielt wurde und spontan komponierte Improvisationen enthält. Wirklich interessant an der Sache ist natürlich, wie sich die Band in fast 20 Jahren musikalisch verändert hat obwohl sich im Line-Up der Band nichts getan hat. Auf CD 1 befinden sich gerade mal 3 Titel (mit allerdings bis zu fast 30 Minuten Länge), die teilweise an die guten alten Pink Floyd (in ihrer experimentelleren Phase) oder auch King Crimson erinnern. Vor allem Song 3 'Blue Fred' hat teilweise ganz schöne Anleihen an 'Dark Side Of The Moon', ab und zu (z.B. im Mittelteil von Track 1 'Where's L. Ron??!!') rockt und groovt es aber auch ganz gewaltig, wobei dann vor allem der treibende Bass auffällig ist. Auf der zweiten CD - mit einem leicht besseren Sound (wen wundert's zwei Jahrzehnte später) - gehts dann - auch wieder mit nur 3 Titeln (mit bis zu 27 Minuten Länge) teilweise jazziger (Track 3 'The Window') und auch etwas elektronischer und experimenteller (Song 2 'The Door') zu. Wer auf instrumentalen Prog der alten Schule steht, sollte die Band Djam Karet (das Wort stammt übrigens aus dem Balinesischen und bedeutet 'elastische Zeit') auf jeden Fall mal antesten. CDs (allerdings -noch- nicht die hier besprochene Scheibe) gibts bei www.amazon.de oder www.jpc.de . Band-Infos können unter www.djamkaret.com entdeckt werden.
Dokken - Long Way Home
Don Dokken, der 'Master Of Melodic-Rock' ist einfach nicht totzukriegen. Auch 2002 beglückt er uns wieder mit einer neuen Scheibe, die nicht nur wegen seines tollen (und etwas eigenwilligen) Gesangs sondern auch wegen den super Gitarren-Soli, klasse Balladen und restlichen Songs ohne wirklichen Durchhänger ein Pflicht-Kauf für alle Melodic-Rock-Anhänger darstellt. Da können sich einige jungen Bands noch ein Stückchen davon abschneiden, bis sie in diese Bundesliga des Rocks aufsteigen.
Dominici - O3 A Trilogy - Part 2
Ein neuer Stern am Prog-Metal-Himmel? Nein, eigentlich nicht wirklich. Denn erstens heißt die CD ja 'Part 2' ... also muss es irgendwann auch schon mal einen Part 1 gegeben haben (der ging aber dann völlig an mir vorbei) und zweitens verbirgt sich hinter 'Dominici' kein Geringerer als Charlie Dominici, den alle Dream Theater - Nasen ja als Sänger von der ersten DT-Platte 'When Dream And Day Unite' kennen. Nun hat mich die Scheibe damals (also 1989) nicht wirklich vom Hocker gerissen (meine Liebschaft mit Dream Theater begann erst später), und das lag unter anderem auch an dem grausamen Sänger. Nun, nach diesem kurzen Gastspiel bei DT ist Herr Dominici zumindest was das Musik-Business betrifft, ziemlich von der Bildfläche verschwunden und hat sich, so wie ich gelesen habe, wohl als Autohändler probiert. Ob das jetzt nicht so erfolgreich war oder langweilig wurde weiß ich nicht, aber plötzlich (wie gesagt, Part 1 ist mir völlig unbekannt) taucht der gute Mann bei InsideOut auf und veröffentlicht eine Hammer-CD. Zwar sind die Locken (von damals) ab, aber dafür hat Charlie Dominici stimmlich außerordentlich dazugelernt und man fragt sich allen Ernstes, wie Dream Theater heute klingen würde, wenn nicht James LaBrie (mit seinem doch ziemlich begrenzten Ton-Spektrum) sondern Dominici dort immer noch singen würde. Bis man allerdings in den Genuss von Charlie Dominicis Stimme kommt, braucht es einige Minuten auf 'O3 A Trilogy', denn der erste Song 'The Monster' ist ein oberaffengeiles 8 1/2 Minuten - Instrumentalstück, bei dem Dominicis Begleitband (lauter mir unbekannte Leute, nämlich Brian Maillard an der Gitarre, Yan Maillard an den Drums, Riccardo Atzeni am Bass und Americo Rigolodi an den Keyboards ... keine Ahnung wo er die Jungs ausgegraben hat, auf jeden Fall haben die echt was drauf) zeigen darf, was sie kann. Und das ist Einiges. Fette Gitarren, geile Breaks, treibende Drums und herrliche Keyboard-Läufe. Voll der fette Einstieg in die CD und zu keiner Sekunde langweilig. Ich glaube da wollte Dominici gleich mal zeigen, dass er den Stil von Dream Theater voll drauf hat. Einfach nur gelungen. Bei 'Nowhere To Hide' darf er dann endlich singen (und dann natürlich auch bei allen folgenden Songs) und der Wiedererkennungswert zu der 1989er-Scheibe ist gleich Null. Aber gut, da sind ja jetzt auch fast 20 Jahre dazwischen. Auf jeden Fall kann Dominici sowohl die härten Sachen als auch Balladen ('Captured', 'The Real Life') richtig gut singen. Ganz großes Kino.
Dominici - O3 A Trilogy - Part 3
Charlie Dominici, der Ur-Sänger von Dream Theater, hat wieder zugeschlagen und seine Trilogie vollendet. Und Part 3 ist meiner Meinung nach noch geiler geworden als der zweite Teil (siehe meine Review). Und davon war ich ja schon mehr als begeistert. Dieses mal dauert es nicht so lange, bis wir die Stimme von Dominici genießen dürfen. Nur ein kurzes instrumentales Intro gibt es, bevor der Song 'King Of Terror' richtig beginnt. Und hier geht es gleich sowohl musikalisch als auch textlich zur Sache. Atomschlag im mittleren Osten. Wobei nicht so genau rauskommt, wer die Bombe gezündet hat ... aber ich denke mal der Song geht gegen Herrn Bush ... denn die Textzeile 'The King Of Terror ... The Anti-Christ, We must destroy him deutet dann schon ein bißchen darauf hin, dass da die Amis ein bißchen gefeuerwerkt haben. Auf jeden Fall könnte der Song auf jeder Dream Theater - CD bestehen. Auch das folgende 'March Into Hell' hätte locker ein 90er-DT-Song sein können. Auch die Quoten-Ballade darf nicht fehlen und kommt mit 'So Help Me God'. Wunderschön und ich stelle mir wieder die Frage wie Dream Theater klingen würde, wenn Charlie Dominici noch bei der Band wäre .... wahrscheinlich kein Deut schlechter als mit Herrn LaBrie. Ein bißchen 'Pull Me Under' klingt dann bei 'Liquid Lightning' durch (vor allem am Anfang des Songs). Mit knapp über 10 Minuten folgt 'The Enemies Of God' ... und was soll ich sagen ... fetter Prog-Metal mit allem was dazugehört. Geile Gitarren, tolle Breaks, Keyboard-Solo, überragender Gesang. Sicher eines der Highlights der CD. Zu den nächsten 2 Songs fällt mir jetzt nichts besonderes ein ... es geht halt einfach klasse weiter. Und zum Abschluss gibt es dann noch einen weiteren Longsong (fast 11 Minuten der Titel 'Genesis'), der die CD genial abschließt. Dream Theater ein bißchen anders aber nicht schlechter ... so könnte man Part 3 der Trilogie bezeichnen. Freunde des härteren und komplizierteren Prog-Metals kommen hier voll auf ihre Kosten.
Donahue, Tim - Madmen + Sinners
Wer der Meinung ist, das Dream Theater - Säger James LaBrie bei seiner Stammband unterdrückt wird und nicht mehr zur Geltung kommen darf, sollte sich unbedingt 'Madmen + Sinners' von Tim Donahue zulegen. Denn hier darf Herr LaBrie nach Herzenslust singen und klingt dabei wie in seinen besten Zeiten (bei 'Falling Into Infinity' bzw. 'Metropolis 2'). Sensationell gutes Prog-Metal-Album mit geringer Frickel-Quote und dafür mehr als genügend tollen Melodien. Highlight hierbei natürlich das fast 16-minütige Titelstück. Das hätte ein Hammersong auch auf einem Dream Theater - Album sein können. Da gibt's nur einen Tip: Kaufen.
Doro - Calling the wild
GAST-KRITIK VON GEORG LÖGLER
Einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul- oder wie war das ? Diese CD habe ich im Radio gewonnen, und war recht baff als sogar noch ein Autogramm mitkam- und die vermeintliche "Single" sich als Promo des kompetten Albums entpuppte ( und dies vor der Veröffentlichung !) Wenn dann Doro auch noch fleht "KOMM LIEBE MICH....DEIN KÖRPER IST MEIN ZIEL...KOMM NIMM MICH !" in "Ich Will Alles" – welcher männliche Rezensent kann da noch eine subjektive Besprechung verfassen ? Zumal DORO in "Danke" vorab sich schon bedankt "... dass Du niemals Schlechtes von mir denkst". Das tue ich auch nicht, aber die Mitgröhl-Hymne "Burn it up" ist nahezu unerträglich und die Version von "White wedding" meines Erachtens fürchterlich. Auch eine ganze Riege von namhaften Musikern kann grösstenteils durchschnittliche Songs nicht aufwerten. Gute Songs hingegen sind das überragende "Give me your reason" ( Höhepunkt der CD) sowie "Scarred" und "Love me forever" ( von MOTÖRHEAD) und "Black rose" – alles ruhigere Stücke, die wirklich DORO’s Stärke sind. Also halbe halbe – macht 5 von 10 moeglichen Punkten -- Danke Doro, dass Du mir verzeihst. (zumal die Platte gleich in der 1 Woche gut eingeschlagen hat hier in Deutschland)
Double Space - Windings
Eine ziemlich interessante CD hat mich aus Israel erreicht. Die Band Double Space, gegründet von Gilad Cohen (Gitarre, Bass, Keyboards, Melodica und Gesang) und Zohar Sharon (Gesang, Piano und Keyboards), zwei Studenten der Jerusalem Academy of Music and Dance, vertonen israelische Gedichte, wobei ihre außergewöhnlichen Interpretationen und komplexen Arrangements schon etwas Eigenes haben. Unterstützt werden sie von 2 weiteren Studenten, Yakir Sasson (Saxophon) und Nadav Rogel (Drums und Gesang). Zwar geht die CD ab und zu schon etwas ins jazzige (was ja eigentlich nicht wirklich mein Fall ist), der Anteil ist aber mehr als erträglich. Gut wird's vor allem, wenn die doch recht fetzigen Folk-Elemente (wie z.B. im 12. Song 'After The Tsimmes') zum tragen kommen. Insgesamt überwiegen aber die ruhigen Elemente. Und vor allem wenn die weibliche Stimme (leider kann ich nicht sagen, wie die Dame heißt ... Erklärung folgt später) zum Einsatz kommt, erinnert mich die Musik schon ein bißchen an Renaissance. Wer also auf ruhige, leicht folkige Musik steht, bei dem auch mal ein Saxophon spielen darf, sollte 'Windings' von 'Double Space' auf jeden Fall mal antesten. Und nun zur versprochenen Erklärung: Bis auf die Song-Titel ist das komplette Booklet in Hebräisch ... Ihr wisst schon, die Schrift bei der alle Zeichen gleich aussehen ... und auch die Songtexte sind nach meiner bescheidenen Meinung in Hebräisch. Von daher ist es etwas schwierig zu verstehen, um was es in den Liedern geht. Trotzdem eine interessante Erfahrung, mal Musik in einer völlig anderen Sprache zu hören (das ging mir schon mit Omegas CD 'Trans-And-Dance' so, die komplett auf Ungarisch gesungen wird). Mehr Infos über die Band gibt es unter www.double--space.com, die CD kann über Justforkicks bezogen werden.
Doubt - Never Pet A Burning Dog
Eine weitere Neu-Veröffentlichung gibt es vom Prog-Jazz-Label Moonjune-Records aus New York mit der Band ‘Doubt’. Bestehend aus Alex Maguire (Fender Rhodes, Hammond Orgel, Mellotron, Synths ... u.a. schon mit Elton Dean gearbeitet), Michel Delville (Gitarre ... von The Wrong Object) und Tony Bianco (Drums) machen die Jungs unter Mithilfe von Richard Sinclair (der war schon bei Caravan und Camel), der auf 2 Songs singt und bei 2 Songs den Bass bedient, in meinen Augen ‘Power Electric Jazz’, also viel Keyboard-Läufe, ein paar fette Gitarren-Riffs und das alles ziemlich chaotisch und ‘free’, kommen aber ab und zu wieder zurück zu eingängigen Melodien zwischendurch. Für Jazz-Freunde bestimmt ein gefundenes Fressen, für meine Ohren ein bißchen zu jazzig. Aber ich habe hier ja schon öfter geschrieben, dass ich mit zu free-jazzigen Sachen so meine Schwierigkeiten habe. Für das Genre ist es bestimmt eine tolle Veröffentlichung. Einfach mal reinhören. Soundfiles gibt es unter www.myspace.com/doubt3 und mehr Infos natürlich auf der Moonjune-Page.
Downs, Lila - Border
Nachdem meine Kritiken-Seiten mit Prog-Rock und Prog-Metal (aber auch ganz anderes Zeugs) betitelt sind, gibt's endlich mal wieder eine CD aus der Kategorie 'ganz anderes Zeugs'. Empfohlen wurde mir die CD von meinem Kumpel und Gast-Kritiker Georg, der wegen der Scheibe ganz aus dem Häuschen war. Er hatte mich aber schon gewarnt, dass man hier schon ziemlich aufgeschlossen sein muss, um das Teil zu mögen. Interessiert hat's mich aber doch, so dass ich mir die CD bei Peregrina Music bestellt habe (sie gibt es aber auch im besser sortierten CD-Shop). Lila Downs, in ihrer Heimat Mexico längst ein Superstar, singt auf der CD 'Border', von den Problemen der Immigranten, die in den Erste-Welt-Ländern behandelt werden wie Aliens, obwohl sich z.B. die USA als 'Land der Einwanderer' betitelt. Sie singt von Freude und Schmerz, von Liebe (die Sache ohne Grenzen, die von allen Menschen gefühlt wird, ob reich oder arm, Einwanderer oder nicht), von ihrem Leben. Die Songs, gesungen teilweise in Englisch, teilweise in Spanisch (wobei alle spanischen Songs im Booklet ins Englische übersetzt werden), sind meist traurig, folk-angehaucht, blues-orientiert aber manchmal auch sehr fröhlich. Harfe, Violine, Saxophon, Congas usw. zeigen dann auch, dass es hier multi-instrumental zur Sache geht. Die Produktion ist auch noch perfekt, so dass diese Scheibe für Open-Minded - Musik-Fans zum Erlebnis wird. Tolle CD, die (wie oben schon gesagt) aber gar nix mit Prog am Hut hat.
Drammagothica - Ira
Wow ... Gothic-Metal hatte ich jetzt auch noch nicht auf meiner Homepage. Aber es gibt immer ein erstes Mal. 'Drammagothica' stammen wie schon erwähnt aus Italien und haben mit 'Ira' (für alle Nicht-Lateiner: das bedeutet Wut oder Zorn) jetzt ihre erste richtige CD veröffentlicht, nachdem vor Jahren schon mal eine 4-Track-Demo-CD rausgebracht wurde. Danach gab es einen Line-Up-Wechsel, wobei dann vor allem die neue Sängerin Laura Santangelo (was für ein Name für eine Gothic-Sängerin) den neuen Stil der Band geprägt hat. Klar muss man mit ein paar Growls von Sänger Luca Lombardi zurecht kommen (ist ja nicht jedermanns Sache), aber zusammen mit der eher sopranartigen Stimme von Laura Santangelo kommen dabei ein paar spannende Duette raus. Musialisch bewegen sie sich (jetzt mal von den Growls abgesehen) so ein bißchen in Richtung Evanesence oder auch Within Temptation, wobei für mich Drammagothica noch ein bißchen abwechslungsreicher sind als die 2 genannten Bands. Da kommt schon ab und zu mal Gänsehaut auf, wenn die 2 Vocalisten so richtig hübsch zusammen leiden und im Hintergrund die Gitarre dazu wimmert. Ich finde ein super Debut-Album das Lust auf mehr macht. Mal sehen wie sich die Band in Zukunft entwickeln wird ... es ist auf jeden Fall ein starker Anfang. Mehr Infos über die Band gibt es natürlich auf der Band-Homepage sowie bei MySpace.
Dream Or Nightmare - Light Burning Bright Till The Dawn
'Hybrid Metal' nennt die Ohio-Metal-Band 'Dream Or Nightmare' ihren Musikstil, weil sich in die Musik aus vielen unerschiedlichen Einflüssen zusammensetzt. So kommen Prog-, ein kleines bißchen Black- (wegen der Zweit-Stimme) aber auch purer Heavy Metal zum Zuge ... auf jeden Fall eine ganz gute Mischung. 'Light Burning Bright Till The Dawn' ist die erste 'offizielle' Veröffentlichung der Band, mit insgesamt 4 Songs, nachdem bereits im Jahr 2001 eine selbst produzierte Demo-CD aufgenommen wurde. Gegründet wurde die Band von Gitarrist Joe Sims bereits im Jahr 1999, zuerst angelegt als Solo-Projekt nach dem Ausstieg bei 'Reign', aber am Ende wurde es doch eine komplette Band, bestehend neben Joe Sims noch aus Jim Arnold (Gitarre, Keyboards, Vocals), Russ Kirk (Drums) und Dave Rhynard (Bass, Gitarre, Vocals). Die CD beginnt mit dem 6 1/2 - minütigen Opener 'Lost Wish', der ganz klar auch das Highlight der Scheibe darstellt. Auffallend dabei ist der Gesang, der ziemlich oft an Metallica erinnert, wobei der Song insgesamt etwas 'getragener' ist. Das könnte vom Stil her auch von Nevermore mit besserem Gesang sein. Der zweite Song, 'Self Inflicted Gunshot Wound to The Head' (der Name sagt ja eigentlich schon alles) knallt dann auch recht heftig ins Hirn, wobei vor allem die fetten Gitarren auffallen. Aber auch hier erinnert der Gesang teilweise ganz schön an Metallica. Eine kleine Entspannung gibt es dann, allerdings nur kurzfristig, bei 'Tomorrow Aside', das so richtig balladesk mit akustischer Gitarre und Keyboard-Teppich (ein bißchen wie Pink Floyd's 'Welcome To The Machine') beginnt, aber dann doch auch wieder recht hart und heftig endet. Und mit 'Conflicting Addiction' endet die CD dann auch schon mit fettem Double-Bass-Gewitter und tollen Gitarren-Riffs. Ist die CD also mehr ein Dream oder ein Nightmare ?? Ganz klar ... eher ein Dream, wenn man auf fetten Metal steht. Infos über die Band gibt es unter www.dreamornightmare.com, bestellen kann man die Scheibe (leider nur in den USA) bei www.diskery.com .
Dreamscape - End Of Silence
Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass vor längerer Zeit mal Dreamscape-Gitarrist Wolfgang Kerinnis eine Beschwerde in mein Gästebuch geschrieben hat, dass auf meiner Seite nichts von Dreamscape steht. Tja, was soll ich denn machen ?? Wenn Ihr nix veröffentlicht, dann kann auch keine Kritik kommen !! Okay, war nur Spaß. Ich habe nur keine CD von Euch auftreiben können. Die Münchner Prog-Metal-Band Dreamscape hat wohl einige Höhen und Tiefen hinter sich. Nach mehreren Umbesetzungen, Sänger-Wechseln (zuletzt hat Hubi Meisel dort gesungen ... siehe auch meine Review über seine letzte Scheibe EmOcean) und Vertragslosigkeit haben es Dreamscape endlich geschafft, bei Massacre Records unterzukommen und die schon länger fertige CD 'End Of Silence' zu veröffentlichen. Und ich bin Massacre unendlich dankbar, dass dieser Diamant am Prog-Metal-Himmel nicht in der Versenkung geblieben ist. Schon der Opener 'Clockwork' gibt ordentlich was auf die Ohren und braucht sich nicht hinter den Szene-Größen wie Symphony X und Konsorten verstecken. Auch der nächste Song ''Short-Time News' glänzt mit fetten Gitarrenriffs und ein paar interessanten Tempowechseln. Danach folgt (schon) das Highlight der CD, das über 20-minütige Meisterwerk 'The End Of Light', mit symphonischem Anfang, gnadenlos (aber nicht schlecht) bei Dream Theater abgekupfertem Folgeteil, tollem gefühlvollen Mittelteil und fettem Schlußteil, weswegen sich der Kauf der CD alleine schon lohnen würde. Auch die danach folgende Quoten-Ballade 'All I Need' ist echt klasse (nur hätte am Schluß noch ein 5-minütiges Gitarrensolo kommen können). 'Silent Maze' kommt dann mehr in Richtung Evergrey, also voll fetter Metal. Auch 'Flow' geht in die Richtung, hat allerdings im Zwischenteil ein paar langsamere Momente (und ne geile Gitarre nach 4 Minuten). Der Rest ist schnell erzählt, denn auch die weiteren 3 Songs sind einfach gut und abwechslungsreich, so daß mehr als 72 Minuten fette Musik wie im Fluge vergehen. Wer auf Prog-Metal im Stile von den oben genannten Bands steht, kommt an dem Kauf von 'End Of Silence' nicht vorbei. Die Scheibe ist PFLICHT !! Mehr über die Band gibt es übrigens unter www.dreamscape.de .
Dreamscape - 5th. Season
Lange nichts mehr gehört von der Münchner Prog-Metal-Band Dreamscape. Und dann zuerst eine richtig fette CD (die vorliegende Scheibe 5th Season) und dann die Nachricht, dass nicht weniger als 3 Leute aus der Band ausgestiegen sind, nämlich Keyboarder Jan Vacik, Sänger Roland Stoll und Bassist Benno Schmidtler. Laut Homepage wurde aber zwischenzeitlich Ersatz gefunden. Eigentlich schade um die Ausstiege, denn ich fand die Band äußerst gut und auch ziemlich harmonisch. Aber gut ... über die Gründe weiß ich nichts und geht mich auch nichts an. Auf jeden Fall ist das letzte Album in der 'alten' Besetzung richtig gut geworden. Schon irgendwie im Stil des Vorgängers 'End Of Silence' (siehe meine Review) aber auch ein bißchen anders und noch abwechslungsreicher. Der Opener 'Fed Up With' und das folgende 'Borderline' sind auf jeden Fall typische Dreamscape-Songs, also fetter Prog-Metal. Doch schon beim folgenden Titelstück, mit über 14 Minuten natürlich das Kernstück und Highlight der CD, kann man erkennen, dass sich die Jungs noch weiterentwickelt haben. Tolle Breaks, super Hymnen-Chorus, geile Gitarre, leicht orientalische Klänge und und und. Sicher das beste Stück, das Dreamscape je veröffentlicht hat. Aber auch der Rest kann sich durchaus hören lassen. Von kernig über Mid-Tempo bis zur obligatorischen Ballade (Farewell) ist alles vertreten. Prog-Metal-Fans können hier bedenkenlos zugreifen. Und ich bin gespannt, was das neue Line Up so bringt.
Dream Theater - Live at the Marquee
Uralt-Live-CD. Daher mäßiger Sound aber muß in die Sammlung
Dream Theater - Through her eyes
Maxi-CD mit über 40 Minuten Spielzeit.
Neben 2 Versionen von Through her eyes gibt es noch 2 Live-Tracks der 1999er-Tour
KAUFEN !! Für 10 Mark ein Schnäppchen
Dream Theater - Metropolis 2000: Scenes from New York (VHS-Video)
Dieses Video, aufgenommen am 30.08.2000 im Roseland Ballroom in New York, beinhaltet auf ca. 95 Minuten die komplette Live-Version der Überhammer-CD 'Metropolis Pt. 2'. Und wer bis jetzt das Ende der Geschichte nicht verstanden hat, sollte sich das Video auf jeden Fall besorgen, denn es gibt endlich die Auflösung (soviel sei angemerkt: einfach genial !!). Insgesamt ein klasse Konzertmitschnitt, den ich jedem nur ans Herz legen kann. Die passende DVD (mit einer Spielzeit von anscheinend über 3 Stunden) soll übrigens wegen Produktionsfehlern erst im September 2001 erscheinen. Genauso wie für die Metropolis-CD (irgendwann kritisiere ich sie noch) gibts von mir für das Video natürlich die Höchstpunktzahl.
Dream Theater - Live Scenes From New York
Nach monatelangem Warten ist es endlich soweit. Die 3-fach-live-CD ist endlich auf dem Markt. Nach technischen Schwierigkeiten und unglücklichen Fotos im Booklet (ein brennendes World Trade Center) mußte die Veröffentlichung mehrfach verschoben werden. Aber das Warten hat sich gelohnt. Neben der kompletten 'Metropolis Pt. 2', die in der Live-Version nicht mal mehr auf eine CD gepasst hat (Dream Theater beweisen hier mal wieder, daß sie live nicht nur ihre Liedchen originalgetreu runterspielen sondern noch einige geniale Passagen dazufügen) gibt's obendrauf noch einen Queerschnitt aus vielen Jahren genialer Musik (u.a. Metropolis Pt. 1, Acid Rain von der Liquid Tension Experiment, Another Day und ein komplettes Change Of Seasons). Die Aufnahme ist übrigens der Mitschnitt eines einzigen Konzertes und bei einer Spielzeit von über 3 Stunden kann man erahnen, was man hier als Nicht-Besucher verpasst hat. Lustig ist, daß sich Dream Theater nach dem letzten Song bei den Fans für das 'kurze Set' entschuldigt haben. Ich würde mal sagen: Ein Meilenstein der Live-CDs in brillianter Sound-Qualität. Nur wegen der mehr als ranzigen Verpackung (ein Papp-Schuber, der wohl nach einem halben Jahr intensivem Gebrauch im Eimer sein dürfte) gibts von mir einen kleinen Abzug von der Höchstwertung.
Dream Theater - Metropolis 2000, Scenes From New York (DVD)
Endlich ist sie raus ... die lange versprochene und immer wieder verschobene DVD des Mega-Konzerts (siehe auch meine Kritik der 3er-CD Metropolis 2000). Neben der kompletten 'Metropolis Pt. 2 - Scenes From A Memory' sind noch folgende Live-Titel auf der DVD: A Mind Beside Itself, Learning To Live und das komplette A Change Of Seasons. Zusätzliche Features sind eine 'Behind The Scenes-Dokumentation und eine Photo-Gallery. Aber der eigentliche Gag kommt noch. Auf einer zweiten Tonspur kann man sich während des Metropolis-Teils den Audio-Kommentar der Band anhören, der hochinteressant aber manchmal auch ganz schön lustig ist. Insgesamt eine klasse DVD. KAUFPFLICHT
Dream Theater - Six Degrees Of Inner Turbulence
Nach meinem - zugegebenermaßen subjektiven - Geschmack folgt die Veröffentlichung einer Dream Theater - Studio-CD einer einfachen Regel. Zuerst eine schlechte CD (When Dream And Day Unite) dann eine gute CD (Images And Words) dann eine schlechte CD (Awake) dann eine gute CD (A Change Of Seasons) dann wieder eine 'relativ' schlechte CD (Falling Into Infinity) und dann wieder der Überhammer (Metropolis Pt. 2 - Scenes From A Memory, die ich als absoluten Meilenstein der Rockmusik bezeichnen möchte). Also wäre jetzt wieder an der Zeit, Schrott auf den Markt zu werfen. Und wer jetzt eine 'Metropolis Pt. 3' erwartet, wird auf jeden Fall enttäuscht. Dream Theater gehen mit 'Six Degrees Of Inner Turbulence' völlig futuristische Wege, was Sound, Ideen und Musik-Experimente betrifft. CD 1 beinhaltet 5 Songs, CD 2 lediglich den 42-minütigen Titel-Track, der in 8 Parts unterteilt ist. Aber nun von Anfang an: Los gehts mit 'The Glass Prison', der wohl bis jetzt härteste Song, den Dream Theater je aufgenommen haben (laut Drummer Mike Portnoy wurde der Song nach dem Besuch eines Pantera-Konzerts geschrieben ... kein Wunder also). Prog-Fans werden wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ob die Jungs jetzt völlig ballaballa sind. Aber hört's Euch mal an, das knallt voll rein. 'Blind Faith', Stück Nummer 2, beginnt eher Dream Theater - mäßig und eher ruhig, sehr klavierlastig und mit einem eher langweiligen Gesang. Aber nach einer Minute (von 10) gehts dann doch besser zur Sache. Insgesamt erinnert mich der Song an die 'Falling Into Infinity' - Phase. Also nicht wirklich was berauschendes (Gott sei Dank steigert sich Sänger LaBrie im Laufe des Stückes dann doch noch). Bei 'Misunderstood' dann zeigen Dream Theater, wie es musikalisch in Zukunft weitergehen kann. Dort stecken zahllose Klangdetails, die bis jetzt von Dream Theater noch nie verwendet wurden. So wurden (laut Portnoy) einige Drum-Spuren in doppelter Geschwindigkeit aufgenommen, um sie dann langsamer abgespielt in den Song einbinden zu können. Ein geniales Meisterwerk. 'The Great Debate', Song Nummer 4, beginnt mit sagenhaft groovigem Drumming mit hinterlegten TV-Sequenzen um dann zusammen mit Petrucci's Gitarre und (endlich mal merklichem) Myung-Bass abzugehen. Ein echter Dream Theater - Song, mit allem, was das Prog-Metal-Herz begehrt. Zum Abschluss der ersten CD gibt's dann noch 'Disapper', einer wieder mir vielen interessanten Klangeffekten vollgestopften Ballade, bei der Sänger James LaBrie endlich zur Höchstform aufläuft. Die 'Halbzeit-Analyse' lautet von mir dann wie folgt: Dream Theater haben es mal wieder geschafft, alle zu überraschen. Meiner Meinung nach kommt das eigentliche Highlight von 'Six Degrees Of Inner Turbulence' aber auf CD 2. Ein 42-minütiges Meisterwerk, was dann auch den eingefleischten Dream Theater - Fan überzeugen muss. Es beginnt mit einer 7-minütigen Klassik-Metal-Overtüre (nur geil) und wandert im Laufe des Stückes von Metal über Prog zu fast Musical und zeigt einfach mal wieder, daß Dream Theater eine Klasse für sich sind. Einfach SUPER. Dream Teater sind auf dem Besten Wege, (Prog-) Musik neu zu erfinden. Ich bin echt mal gespannt, was den Jungs noch einfallen wird. Insgesamt sind sich noch mehr abgekommen von Frickel-Orgien (diesen Teil ihrer Musik leben sie offensichtlich in ihren Side-Projekten aus) und die Musik ist etwas keyboard-lastiger geworden. Außerdem ist auffallend, daß Sänger James LaBrie irgendwie das fünfte Rad am Wagen zu sein scheint. Er durfte lediglich die Lyrics zu 2 Songs beisteuern. An der Musik ist er gar nicht mehr beteiligt. Aber solange er uns dann weiterhin mit seinem Mullmuzzler-Projekt beglückt und Dream Theater auch weiterhin so geniale Musik machen, soll's auch recht sein. Auf jeden Fall fällt es mir nicht schwer, für dieses Meisterwerk die Höchstpunktzahl zu vergeben. Und somit bestätigen Ausnahmen die Regel. Dream Theater haben es geschafft, 2 Hammer-Studio-Alben hintereinander zu veröffentlichen.
Dream Theater - Train Of Thought
Ich glaube es ist ganz schön schwierig, eine Dream Theater - CD zu bewerten, wenn die zwei Vorgänger-Alben als absolutes Meisterwerk (Metropolis Pt. 2) bzw. würdiger Nachfolger (Six Degrees ...) angesehen werden müssen. Voller Vorfreude die CD gekauft, ausgepackt, in den CD-Player gelegt, gestartet ... und ... hä ??? ... Metallica ?? Hmm ... also zumindest der Opener 'As I Am' klingt vom Stil her aber wirklich voll nach Metallica (würde nicht James LaBrie singen ... der ist halt schon typisch Dream Theater). 'This Dying Soul' beginnt dann mit Drum-Gewitter und fettem Gitarren-Riff und an was erinnert mich das ?? Metallica ?? Schon wieder ?? Gott sei Dank fängt Petrucci an, mit seinem typischen Gitarren-Brett zu wimmern und der Song mutiert zu einer Auskopplung von 'Six Degrees ...'. Nur die ab und zu verzerrte Stimme im Stile von Nu-Metal passt ja überhaupt nicht zu Dream Theater. Was soll das ?? Wollen wir uns beweisen, dass wir alle kopieren können ?? Aber am Schluß gibt's dann endlich ne Frickel-Orgie, die uns wieder daran erinnert, wer hier spielt (hätte auch auf einer 'Liquid Tension - CD' sein können. 'Endless Sacrifice' läßt uns dann kurz verschnaufen (sehr ruhiges Intro mit genial gefühlvollem Gesang wie auf der Metropolis 2), es dauert aber kaum 2 Minuten, dann sind wir auch schon wieder wach. Der Song hätte aber wirklich locker auch auf die Metropolis 2 gepasst. 'Honor Thy Father' beginnt dann wie ein übler Song von Metallicas 'St. Anger', wird dann aber doch noch ein ganz netter Song. Dann wird's richtig komisch. Knapp 3 Minuten haben die Jungs Sänger LaBrie geopfert, um einen Text unterzubringen (ansonsten taucht er bei Musik / Text nicht auf), und herausgekommen ist der Song 'Vacant' (herrlich gesungen und nur von Piano und Bass begleitet), der dann zumindest als Opener für das dann folgende 11-minütige Instrumentalstück 'Stream Of Consciousness' taugt (in dem so alle möglichen Dream Theater - Phasen der letzten knapp15 Jahre verarbeitet wurden). Die CD endet mit dem 14-Minuten-Opus 'In The Name Of God', dem vielleicht typischsten Stück Dream Theater auf der ganzen CD. Fazit: Wer die CD zum ersten Mal hört, ist wahrscheinlich geneigt, das Teil in die Ecke zu werfen und nie mehr in den Player zu schieben. Sperrig, kompliziert und irgendwie nicht Dream Theater. So ging's mir. Der zweite Versuch war dann im Auto ... da musste ich die Scheibe aber wieder aus machen, sonst wäre ich noch gegen eine Hauswand gefahren. Zu Hause dann noch ein paar mal durchgequält und mit der Zeit wird 'Train Of Thought' immer besser. Kein absolutes Meisterwerk aber auf knapp 70 Minuten gibt es stilmäßig Dream Theater der letzten 15 Jahre im Kurzdurchlauf gepaart mit dem Beweis, dass sie auch Metallica mögen.
Gast-Kritik von Daniel Bollinger Für viele DT-Fans dürfte dieses Album vor allem zwei Dinge darstellen: Zunächst einmal einen Schock und danach wahrscheinlich eine Enttäuschung. So etwas hat wohl niemand von den Prog-Helden erwartet: heftige Thrash-Metal-Riffs, verzerrte Vocals und sogar – ebenfalls verzerrt – eine Rap-Einlage. Doch natürlich gibt es auch die typischen DT-Trademarks. Und diesen steht das harte neue Gewand meiner Meinung nach sehr gut. Ich habe selten einen Song gehört, der auf so geniale Weise Power und Melodie verbindet wie "This Dying Soul" oder auch die bombastischen Parts in "Endless Sacrifice". Und ich habe noch nie ein 11-minütiges Instrumental gehört, das zu keiner Sekunde langweilt ("Stream of Consciousness"). Ich muss sagen, der für mich schwächste Song des Albums ist gerade der traditionellste, nämlich der Rausschmeißer "In The Name of God". Also, um es kurz zu machen: Gemessen an und verglichen mit den bisherigen DT-Outputs, sozusagen aus der Sicht eines "strengen" DT-Jüngers würde ich sagen: 7 von 10 Punkten. Betrachtet man T.O.T jedoch einmal gelöst vom Background muss man für ein wirklich innovatives und eigenständiges Album 9,5 von 10 Punkten geben.
Dream Theater - Octavarium
Sicherlich ist die Prog-Metal-Überband 'Dream Theater' immer für eine Überraschung gut. Denn kennt man den letzten Output 'Train Of Thought' und die Äußerungen von Herrn Oberarroganz Portnoy in Bezug auf Sänger James LaBrie (passt nicht zu Dream Theater, würde er nie wieder als Sänger nehmen usw., was man bei den Vocal-Parts von T.O.T. auch deutlich merkt ... mehr gemobbt kann ein Sänger eigentlich nicht), hätte man eigentlich ein rein instrumentales Album erwarten müssen. Aber weit gefehlt ... in meinen Augen ist auf 'Octavarium' James LaBrie fast dominant und darf herrliche Melodie-Linien singen, die ihm wie auf den Leib geschrieben sind. Manchmal glaube ich, die Jungs von Dream Theater reden einfach nur Käse damit was gesagt ist und die nervigen Journalisten wieder abrücken. Naja, was soll's ... nachdem ich bekanntermaßen ein Liebhaber von James LaBrie bin, kann ich ja nicht meckern. Fette 75 Minuten warten auf den Hörer und nicht mal bei der arg schmalzigen Ballade 'The Answer Lies Within' kommt auch nur eine Sekunde Langeweile auf. Und wer glaubt, Dream Theater machen im Härtegrad da weiter, wo sie mit 'Train Of Thought' aufgehört haben, also auf Metallica-Niveau, wird auch etwas überrascht sein, denn 'Octavarium' ist das melodischste und songorientierteste Album seit 'Falling Into Infinity'. Massenweise Prog-Zitate von U2 (!! 'I Walk Beside You') über Muse ('Never Enough') bis zu Dream Theater - Gefrickel natürlich ('Panic Attack'). Absolutes Highlight ist allerdings das 24-minütige Titelstück. Die Text-Zeile "Sailing on the seven seize the day tripper diem's ready jack the ripper owens wilson phillips and my supper's ready lucy in the sky with diamond dave's not here I come to save the day for nightmare cinema show me the way to get back home again ... und so weiter und so weiter" sagt da eigentlich schon alles, denn von alten Genesis über Pink Floyd bis allen möglichen sonstigen Konsorten (okay, warum die Beach Boys jetzt da genannt werden ist mir nicht so klar) wird hier alles 'positiv' durch den Kakao gezogen. Sozusagen ein neues 'Big Medley' der 'A Change Of Seasons' in eigenen Worten und Noten und somit schlicht genial. Wer von 'Six Degrees ... ' und 'Train Of Thought' doch ein bißchen enttäuscht war, wird von 'Octavarium' wieder hellauf begeistert sein. Nur die von vielen meiner Kritiker-Kollegen entdeckten Marillion-Keyboards aus alten Tagen konnte ich beim besten Willen nicht heraushören. Aber man kann ja nicht alles haben. KAUFEN !!
Dream Theater - Live At Budokan
Nach nur zwei Studio-CDs (Six Degrees ... und Train Of ...) schon wieder eine 3-fach Live-CD. Hat das sein müssen ? Als Dream Theater - Fan kommt von mir hier ein ganz klares JA, denn beim Vergleich mit der letzten Live-CD (die auch 3-fache 'Live Scenes From New York) gibt es bei der Song-Auswahl kaum Überschneidungen ('Beyond This Life' ist der einzige Song, der auf beiden CDs verewigt wurde ... wobei sich die 'neue' Version der Budokan-CD durchaus lohnt). Genialer Sound ist logisch und die Musik-Auswahl legt natürlich das Hauptaugenmerk auf die letzten zwei Studio-Scheiben. Aber auch ein paar Uralt-Perlen (wie 'Only A Matter Of Time' von der allerersten Dream Theater - CD) und Ausflüge zu Liquid Tension Experiment sind vertreten. Alles in allem muss man das Teil natürlich mal wieder haben, wenn einem die Kinnlade runterfallen soll bei solch perfekten Live-Musikern.
Dream Theater - Score (3-fach-CD / Doppel-DVD)
Sicher wird sich der eine oder andere Musikliebhaber fragen, ob es wirklich notwendig ist, dass Dream Theater nach jeder Studio-CD und jeder Tour wieder ein dickes Paket an CDs und DVDs herausbringen muss, um die Live-Qualitäten wieder mal zur Schau zu stellen. Aber wer sich in der Musik-Szene ein bißchen auskennt wird ja wissen, dass Dream Theater neben den früheren Marillion und dann Fish eine der Bands waren, von denen illegale Live-Bootlegs auf den Markt geworfen wurden. Und damit diesen Typen das Handwerk gelegt wird und sie sich an dem meist qualitativ minderwertigem Zeugs auch nicht mehr goldene Eier verdienen können, gibt es eben von jeder Tour einen offiziellen Mitschnitt. So jetzt auch von der letzten Tour nach dem Octavarium-Album. Aber ... wenn man jetzt ein normales Dream Theater - Konzert erwartet, wird man vielleicht etwas überrascht sein, denn 'Score' beinhaltet ein Jubiläums-Konzert zum 20-jährigen Bestand der Band, aufgenommen in der Radio City Music Hall in New York ... und teilweise zusammen mit einem klassischen Orchester. Und genau DAS macht dieses Konzert so genial und anders. Denn gerade so symphonische Songs wie das komplette 'Six Degrees ...', 'Octavarium' oder auch die Hammer-Ballade 'The Answer Lies Within' wirken zusammen mit dem Orchester noch um klassen Besser und Gänsehaut ist garantiert. Außerdem haben Dreamt Theater darauf geachtet, dass im Vergleich mit den letzten Live-Outputs (Budokhan, Live Scenes From New York) keine oder nur ganz wenige gleiche Songs vertreten sind (lediglich 'The Spirit Carries On' und 'Metropolis' sind doppelt). Ein MUSS für jeden Dream Theater - Fan. Aber noch mehr ein MUSS ist die dazu passende Doppel-DVD mit dem gesamten Konzert in brillianter Ton- und Bildqualität sowie auf der Bonus-DVD dann hochinteressante Interviews mit den Musikern und alte Aufnahmen, die die letzten 20 Dream Theater - Jahe nochmal Revue passieren lassen ... einfach klasse. KAUFEN !!!!
Dream Theater - Systematic Chaos
Hmm ... die neue Dream Theater rotiert jetzt schon ein Weilchen in meinem CD-Player. Aber so richtig warm bin ich mit dem Teil noch nicht geworden. Irgendwie fehlt mir entweder der intellekte Zugang oder die CD ist schlichtweg nicht so der Überflieger wie die übrigen Dream Theater - Veröffentlichungen. Irgendwie ist aber auch alles schon mal dagewesen (und nur anders zusammengestückelt). Das fängt beim 9-Minuten-Opener 'In The Presence Of Enemies - Part 1' an, der an die Frickel-Orgien von 'Metropolis 2' erinnert und zieht sich eigentlich wie ein roter Faden durch die kompletten knapp 79 Minuten durch. Wundervolle melodische Parts gemischt mit musikalischem Chaos, LaBrie singt eigentlich wie immer (also hart ausgedrückt seine 5 Töne die er perfekt kann) und nach dem Durchhören der Scheibe fragt man sich tatsächlich, ob das jetzt gut oder schlecht war. Nein, schlecht ist es auf keinen Fall, nur eben etwas gewöhnungsbedürftig, weil so jeder Song seine Kompliziertheiten hat und man eigentlich nie durchschnaufen kann. Höchstens vielleicht der zweite Song 'Forsaken' (schönes langsames Lied), der allerdings als 'Break' dann eindeutig zu früh kommt. Das wünscht man sich eher nach 40 Minuten als kleine Pause. Auch 'wir können Metallica' (beim dritten Song 'Constant Motion') ist schon mal dagewesen. Naja, ich gebe der CD noch diverse Durchläufe. Vielleicht zündet sie ja noch.
Auf jeden Fall empfehlenswert ist aber die Limited Edition mit ner Bonus-DVD mit dem kompletten 5.1-Mix sowie einem 90-minütigen Film über die Entstehung der CD.
Dream Theater - Made In Japan
Dream Theater sind ja dafür bekannt, dass sie schon mal bei nem Kozert eine komplette CD von einer anderen Band nachspielen. Und was würde da passender sein, als in Japan die fast non plus ultra Live-CD von Deep Purple 'Made In Japan' zu zelebrieren. Gesagt, getan. Denn am 15.01.2006 wurde in der NHK Hall in Osaka (Japan) dieses Konzert abgeliefert. Und was soll ich sagen? Wirklich gelungen. Zwar ist der Sound nicht gerade berauschend (aber die CD läuft ja auch unter 'Official Bootleg' und wurde beim band-eigenen Label YTSEJAM-Records veröffentlicht) aber irgendwie hat man den Eindruck, als ob Dream Theater wirklich jeden Ton identisch nachspielen wollten. Da ist fast kein Unterschied zum Original. Außer Sänger James LaBrie, der natürlich mit seiner Stimme weit weg vom Original ist (damals sang ja glaube ich Ian Gillan bei Deep Purple). Für Sammler sicher ein Must-Have. Leider gibt es die CD nur über die Band-Homepage (und damit in Amerika für ein Schweinegeld) oder jetzt auf der Tour zu kaufen (die ja leider in Deutschland schon durch ist).
Dream Theater - Chaos In Motion 2007 - 2008 (2 DVDs/3CDs)
Da ist sie also wieder ... die obligatorische DVD zur vergangenen Tour. Dieses Mal in der Luxus-Edition 2 DVDs und 3 CDs und das zum zur Zeit Schnäppchen-Preis von ca. 25 Euro. Keine Ahnung, warum das Package so billig verkauft wird (ohne die 3 CDs kostet das Teil um die 20 Euro), aber man will wohl mal wieder den ganzen Bootleggern ein Schnippchen schlagen. Denn für die paar Kröten kann jeder Interessierte auch das Original kaufen und nicht irgend eine beschissene Bootleg in mäßiger Qualität. Und Fan-Freundlich ist das natürlich auch noch. DVD 1 beinhaltet Live Performances, betitelt mit 'Around The World In 180 Minutes'. Und das sagt auch schon aus, dass hier nicht ein Konzert komplett (wie sonst immer auf Dream Theater Live-DVDS) aufgenommen wurde sondern von verschiedenen Locations einzelne Stücke drauf sind. So ist vom 'Ahoy' in Rotterdam bis zum Luna Park in Buenos Aires alles mögliche vertreten. Macht aber dem Seh-Genuss keinen Abbruch, denn insgesamt ist eine komplette Setlist der Tour verewigt. Leider ... und ich meine das wirklich so ... sind zwischendurch ab und zu ein paar Musiker-Kommentare eingefügt, die dann doch den Konzert-Genuss ein bißchen trüben. Da wollte man wohl irgendwie die Schnitte zwischen den einzelnen Locations ein bißchen verbergen. DVD 2 ist dann der übliche Schnickschnack (Behind the road, Promo Videos, Live Screen Projection Films, eine Stage- und Backstage Tour mit Herrn Portnoy sowie einer Photo Gallery). Und die 3 Audio-CDs haben dann noch das auf DVD verewigte Live-Zeugs drauf. Insgesamt für den Preis ein unschlagbares Angebot und Dream Theater - Fans können zugreifen.
Dream Theater - Black Clouds & Silver Linings
Wow ... was für ein Album. Das Fazit schon mal zuerst ... die beste Scheibe von Dream Theater seit Metropolis Pt. 2. Jetzt schon zig mal gehört und kein Ton ist langweilig. Kraftvoll (schon der Beginn von 'A Nightmare To Remember'), aggressiver Gesang von James LaBrie, der auf 'Black Clouds & Silver Linings' sicher seine bis jetzt beste Leistung bei Dream Theater bringt (auf seinen Solo-CDs singt er ja eh eine Klasse besser wie bei der Band), nicht mehr aus dem Kopf gehende Melodie-Linien, Tempo-Wechsel, atemberaubende Instrumental-Parts. Und das war jetzt nur die Beschreibung des ersten Songs, bei dem es um einen Autounfall von John Petrucci aus seiner Kindheit geht. Über 16 Minuten einfach grandios. Dann folgt 'A Rite Of Passage', das am Anfang durch die sägenden Gitarren-Riffs voll nach Metallica klingt und LaBrie hier eine ganz andere Facette seiner Stimme zeigt. Und zum Ende hin (nach so 5 Minuten) wird das Teil zuerst zum Metal-Kracher und dann zu einer Reinkarnation von Metropolis Pt. 2 - Parts. Nach 'The Spirit Carries On' die wohl schönste Ballade die Dream Theater jemals geschrieben hat ist 'Wither', genial gefühlvoll gesungen, ein Jahrhundert-Refrain, ein tolles Gitarren-Solo. Einfach nur der Hammer. 'The Shattered Fortress', auch wieder knapp 13 Minuten lang, ziemlich aggressiv, fast ein paar Growls, und nach 7 Minuten plötzlich ganz ruhig und nachdenklich werdend. Übrigens der letzte von insgesamt 12 Dream Theater Songs über die Alkoholprobleme von Herrn Portnoy. Und dann plötzlich Original-Passagen von alten Dream Theater - CDs eingestreut. Was für eine geile Idee und wie passend. Auch ein grandioser Song. Es folgt 'The Best Of Times' (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Stück von Styx ... hier verarbeitet Mike Portnoy den Tod seines Vaters), auch eher eine Ballade mit tollem Piano-Intro, dann der bombastische Einsatz der restlichen Musiker. Und ein Wechsel zwischen Mid-Tempo-Stück und richtig ruhig-melodischen Passagen. Auch ein Song der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Und dann folgt noch das Herzstück der Scheibe, das über 19-minütige 'The Count Of Tuscany'. Wieder ruhig beginnend, dieses Mal mit akustischer Gitarre, dann Einsatz der E-Gitarre (was hat Petrucci nur für ein Feeling) und es folgen die typischen Dream Theater - Merkmale. Ein bißchen Gefrickel, abrupte Tempo-Wechsel, plötzlich wieder zurückkehrend zur Melodie, dann wieder geiler Gesang von LaBrie, ein Hammer-Gitarrensolo und fast am Ende dann ein Part, der auch von Pink Floyd sein könnte mit der wimmernden Gitarre und ganz am Schluss nochmal ein LaBrie vom Feinsten mit bombastischem Ende. Diese CD MUSS man unbedingt haben. Da gibt es keinen Zweifel. Würde ich auf meiner Homepage noch Punkte vergeben, das wäre eine glatte 10 !!
In der limitierten Fassung, die nur ein paar lächerliche Euro mehr kostet, gibt es dann noch die komplette CD als Instrumental-Version (wobei ich nicht verstehen könnte, warum man sich dieses Meisterwerk ohne den Gesang von James LaBrie antun sollte) sowie einer CD mit 6 Cover-Versionen von Rainbow bis Queen ... wobei ich der Ehrlichkeit sagen muss, dass ich über das erste Stück 'Stargazer' (von Rainbow) nicht hinausgekommen bin, weil das sowas von grottenschlecht ist, dass ich mir die restlichen Stücke nicht antun wollte. Vielleicht habe ich was verpasst :-)
Dream Theater - A Dramatic Turn Of Events
Das erste Album nach dem Ausstieg (und versuchten Wieder-Einstieg) von DT- Urgestein Mike Portnoy und jetzt mit Neu-Drummer Mike Mangini. Viele Fans der Band haben ja befürchtet, dass das das Ende der Band sein wird und es jetzt stetig abwärts geht. Also diese Angst kann ich jetzt schon mal nehmen. Auch die Post-Portnoy-Aera wird eine erfolgreiche Zeit für DT sein. Denn stilistisch hat sich nicht wirklich viel geändert. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass sich das Songwriting Herr Portnoy und John Petrucci bis jetzt ja immer geteilt haben und jetzt eben Petrucci die Haupt-Verantwortung trägt. Er hat fast alle Lyrics geschrieben (bis auf einen Song von James LaBrie und einer Zusammenarbeit mit John Myung) und ist auch an der Musik von allen Songs beteiligt. Musikalisch bewegen sich DT weitestgehend im Fahrwasser des Vorgänger-Albums ‘Black Clouds ...’, wobei ich zugeben muss, dass ‘A Dramatic Turn Of Events’ nicht ganz so eingängig und leicht verdaulich ist. Mit ‘Black Clouds ...’ bin ich nach dem ersten Hören schon richtig warm geworden und konnte im Prinzip beim zweiten Durchlauf die Songs schon halb mitsummen. Das funktioniert hier leider ... oder glücklicherweise ... nicht. Es braucht schon ein paar Durchläufe, bis die Scheibe so richtig gefällt. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass die Band irgendwie befreiter wirkt als noch unter den ‘Zwängen’ von Mike Portnoy. Und auch die in letzter Zeit gequälten Versuche, nach Bands wie Muse oder Radiohead zu klingen sind zum Glück vorbei. Deswegen kann man hier wohl von einem klassischen Dream Theater Album sprechen, dass die Fans der Band nicht enttäuschen wird. Mal sehen wie’s weiter geht.
Droga Del Espiritu - Luces Y Sombras
Auch wenn 'Droga Del Espiritu' einem ziemlich spanisch vorkommen wird, handelt es sich NICHT um eine Band von der iberischen Halbinsel sondern die Jungs kommen aus dem Sauerland. Die Band gibt es eigentlich schon seit vielen Jahren, denn sie wurde bereits 1993 gegründet. 1995 waren sie sogar im Vorprogramm von 'Rage', nahmen 1997 ihre erste CD 'Estrellas' auf, nach 2 Trennungen wurde die Nachfolgeband 'Into Exit' gegründet (siehe meine Reviews) und nach dem Ausstieg von Steffi Lesic bei 'Into Exit' gibt's jetzt wieder eine Reunion mit allen Into Exit-Musikern (also Tobias Schmelzer - Gitarre, Tobias Latsch - Keyboards, Christian Pickhan - Bass und Torsten Urbanski - Drums) und dem ehemaligen Sänger Javier Fernandez Guirao. Und somit ist auch klar, woher der 'spanische Wind' weht, denn Javier singt (natürlich) auf spanisch. Nun habe ich ja in meiner CD-Sammlung einige spanische Bands vertreten (wobei ich hier vor allem Tierra Santa, Avalanch und Mägo de Oz nennen möchte, die allesamt zu empfehlen sind). Auch die Helden der Stille (Heroes del Silencio) hab ich natürlich in meinem Regal stehen. Und 'Heroes del Silencio' nennt Javier auch als seine Lieblingsband. Nun gut, außer 'Entre dos tierras' kann man meiner Meinung nach von der Band eigentlich nix anhören, alles andere klingt wie ein billiger Abklatsch, aber das tut ja hier nichts zur Sache. 'Luces Y Sombras', übrigens eine Doppel-CD (wer hätt's gedacht, die erste CD heißt 'Luces' und die andere CD 'Sombras'), geht auf jeden Fall in KEINE Richtung der genannten (spanischen) Bands. Und auch von 'Into Exit' sind die Jungs ein bißchen entfernt, was natürlich auch daran liegt, dass die Stimme von Steffi Lesic mit der von Javier Fernandez Guirao überhaupt nicht zu vergleichen ist und schon deshalb ein völlig anderer Sound herauskommt. Aber stellt man sich die Songs mit einer weiblichen Stimme vor, kommen natürlich schon ein paar Ähnlichkeiten zum Vorschein. Auch wurde auf der CD ein alter Into Exit - Song, nämlich 'Into It All' (von der zweiten CD 'With Angels High') nochmal aufgenommen, heißt jetzt 'Cancion Lunar' und klingt einfach ganz anders als das Original. Aber die alten Trademarks von 'Into Exit', nämlich überraschende Breaks in den Songs, sind immer noch vorhanden (hört Euch nur mal den Opener 'Sofia' an, den es übrigens auf der Homepage der Band unter www.droga.de auch als Video zum Anschauen gibt). Und dieser Song zeigt auch, in welche Richtung die CD geht. Ein bißchen Prog-Metal, viel Gefühl, für 'normale' Ohren vielleicht eine etwas gewöhnungsbedrüftige Sprache und von vorne bis hinten tolle Melodien, die einem nicht teilweise mehr aus dem Kopf gehen. Und dass Steffi Lesic auch noch singen kann, hört man auf dem Song 'Delfines', denn dort trägt sie ein paar Gesangs-Parts bei. Jetzt auf alle 15 Songs einzeln einzugehen, würde den Rahmen sprengen, denn jeder Song hat etwas Besonderes. Die CD gibt es übrigens ab Ende der Woche (also Ende November 2009) zu kaufen, und das für schlappe 10 Euro über die Band-Homepage. Ich kann nur empfehlen, Euch dieses Meisterwerk zu besorgen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein!
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