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Neue CD-Kritiken
Hier findet Ihr die neuesten CD-Kritiken der letzten Updates. Über Musik lässt sich nicht streiten, nur diskutieren. Deswegen bitte bitte keine beleidigenden Mails mehr, nur weil ich Eure Lieblings-CD schlecht kritisiert habe. Das hier ist AUSSCHLIESSLICH MEIN Musikgeschmack (bzw. natürlich der Geschmack meiner Co-Kritiker). Ich halte Euch ja auch nicht für blöd, nur weil Ihr Wolfgang Petry oder Pur gut findet. Schickt mir dann lieber eine Gegen-Kritik als TXT-Datei. Die wird dann selbstverständlich auch veröffentlicht.
Und wer Schreibfehler findet, darf sie behalten !!
Arilyn - Shadows Of The Past
Rund 6 Jahre haben sich die Jungs der Pfälzer ‘Space Rock’ - Band Arilyn Zeit gelassen, um einen Nachfolger von ‘Alter Ego’ (aus dem Jahr 2007) zu präsentieren. Und endlich ist es soweit, denn seit 01.03.2013 gibt es ‘Shadows Of The Past’ (unter anderem bei Just For Kicks erhältlich). Und ich kann Euch versprechen, dass sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat. Zumindest wenn man den Opener (und zugleich auch das Titelstück) und das folgende ‘Everything Comes Back Again’ hört, hat man den Eindruck, dass Arilyn noch eine Schippe Härte draufgepackt haben, denn da wird ganz fett gerifft und mit dem Keyboard gequietscht (wobei das Titelstück ‘Shadows Of The Past’ beim Refrain eine überraschende Wende bereit hält und richtig melodisch / zuckersüß daher kommt sowie im Mittelteil dann auch noch mit einem gefühlvollen Gitarren-Solo aufwarten kann. Auf jeden Fall 2 Aufwecker die Lust auf mehr machen. Richtig proggig wird es dann bei ‘Move On’, wandert bei ‘All Of You’ mal wieder in die leichte Ultravox-Schiene (hier vor allem das Keyboard), wird richtig spacig (mit Vocoder-Einsatz bei ‘Hide Away My Tears’), power-balladig (King Without A Crown ... sehr geil), wieder recht rockig (So Extreme) richtig gefühlvoll (Redemption), wieder proggig (The Masters Chamber) um dann in den 2 Long-Songs Wasted (über 6 Minuten) und A Man With A Mission (gute 7 Minuten) zu enden, die nochmal die komplette musikalische Bandbreite der Jungs zeigen und vor allem in Richtung Neo-Prog gehen. Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich auch ‘Shadows Of The Past’ absolut lohnt in den Player geschmissen zu werden. Da sind Musiker am Werk die ihr Handwerk verstehen und von vorne bis hinten begeistern. Wirklich gut gemacht.
Autumnal Blossom - Against The Fear Of Death
Es ist schon einige Zeit her, dass ich von dem deutschen Label Quixote-Music einen neuen Output in den Händen gehalten habe. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es jetzt gleich 2 neue Silberlinge aus diesem Hause gibt (denn neben ‘Autumnal Blossom’ wurde auch ‘Coarbegh’ ... siehe weiter unten veröffentlicht). Aufmerksame Leser meiner Homepage werden jetzt natürlich wissen, dass Quixote Music die Heimat der genialen deutschen Prog-Band ‘Poor Genetic Material’ ist, von denen ich hier auf meiner Seite auch diverse Reviews abgelegt habe. ‘Kopf’ der Band ist eine gewisse Pia Darmstaedter, die als Flötistin auch schon mit Poor Genetic Material zusammengearbeitet hat und hier neben ihrerm Stamm-Instrument auch noch die Tasten sowie den Gesang übernimmt. Und neben der Cellistin Valeria La Giudice, Mark Beers am ‘Double Bass’ und Julia Donat am Didgeridoo tauchen mit Philipp Jaehne (Keyboards) und Stefan Glomb (Gitarre / Bass) zwei nicht gerade unbekannte Musiker von Poor Genetic Material auf, die das Album auch mitproduziert haben. Dass Pia Darmstaedter vor allem Bezug zur Gothic-Schiene hat, ist nach dem Hören von ‘Against The Fear Of Death’ nicht zu bestreiten, denn fast alle Songs kommen sehr düster und melancholisch rüber, was wahrscheinlich auch an den gewählten Texten (alle von diversen Dichtern aus England und Amerika, die sich mit den Themen Vergänglichkeit, Trauer, Abschied und Tod aber auch mit Hoffnung und Liebe beschäftigen) liegen könnte. Trotzdem macht die CD überhaupt nicht depressiv sondern gibt einem ein wohliges Gefühl, was auch damit zu tun hat, dass neben der klassischen Instrumentierung (mit viel Streichern und Piano) auch einige Folk-Einflüsse gestreut werden, die die ganze Sache auflockern. Eine echt ‘schöne’ CD, die es z.B. bei Just For Kicks zu kaufen gibt. Mehr Infos über Autumnal Blossom gibt es natürlich auch auf der Homepage der Band.
Avantasia - The Mystery Of Time
Obwohl Avantasia-Mastermind schon verkündet hatte, dass es mit seinem Projekt nicht weiter geht, gibt es jetzt mit ‘The Mystery Of Time’ einen weiteren Output. Für mich recht überraschend ist einer der regelmäßigen Avantasia-Sänger Jorn Lande, der glaube ich auf bis jetzt jeder CD der Band gesungen hat, nicht mehr dabei. Macht aber nicht wirklich was aus, denn mit Joe Lynn Turner, Biff Byford, Michael Kiske, Ronnie Atkins, Eric Martin, dem unverwüstlichen Bob Catley und Cloudy Yang als einzige weibliche Stimme ist viel Abwechslung geboten. Musikalisch finde ich ‘The Mystery Of Time’ nicht mehr so ganz zusammengestückelt wie die letzten 2 Outputs sondern man kann einen roten Faden erkennen. Trotzdem oder gerade deswegen ist es natürlich ein typisches Avantasia-Album geworden. Symphonisch, bombastisch, melodisch, ein bißchen Rock-Oper, ab und zu ganz schön schmalzig, ein bißchen proggig (vor allem bei den 2 überlangen Songs die in den 2-stelligen Minutenbereich gehen). Und ... zum ersten Mal ist Mr. Ayreon Arjen Lucassen mit involviert ... wobei man ihn nicht wirklich heraushört. Aber offensichtlich ist das Battle zwischen Avantasia und Ayreon (das in der einschlägigen Musik-Presse immer wieder thematisiert wurde aber absoluter Quatsch ist) hiermit beendet. Fans von Avantasia können bedenkenlos zugreifen.
Baby Guru - Pieces
Griechische Bands haben es glaube ich ziemlich schwer, im Rock-Business bekannt zu werden. Auf die Schnelle fallen mir da nicht mal eine Hand voll mehr oder weniger geläufige Formationen ein. In neuerer Zeit gerade mal Firewind und wenn man ganz arg lange zurückdenkt höchstens noch Aphrodite’s Child (mit so genialen Musikern wie Vangelis oder Demis Roussos und dem grandiosen Song ‘The Four Horsemen’ aus dem nur zu empfehlenden Album ‘666’ von 1971). Aber dann ist mein rudimentäres Wissen über Rock-Musik aus Griechenland auch schon so ziemlich erschöpft. Ach doch ... Schlagzeuger Chris Stassinopoulos habe ich hier auf meinen Seiten schon mal besprochen. Ganz neu ist mir nun die 3-Mann-Combo ‘Baby Guru’ untergekommen, die aus Athen stammt und als Einfluss für ihre Musik neben den schon genannten Aphrodite’s Child auch noch Can oder Mike Oldfield nennen. Und diese 3 Referenzen kann ich (mit Abstrichen bei Mike Oldfield, da am ehesten noch bei dem Song ‘Dolomite Jollity’) auch tatsächlich erkennen. Somit ist klar, dass Baby Guru, die es übrigens seit 2009 gibt, sich eher dem Psychedelischen Rock verschrieben haben, wobei auch Kraut-Rockiges (vor allem der Opener ‘Necessary Voodoo’) vorkommt. Recht modern und gar nicht psychedelisch klingt allerdings die Stimme von Sänger ‘Prins Obi’ und passt eigentlich so gar nicht so richtig zu der Art von Musik. Allerdings hat gerade diese Mischung (also Retro-Zeugs mit richtig sanfter Stimme) auch etwas Besonderes So klingt z.B. der Song ‘Children’ wie eine moderne Form von ‘Riders On The Storm’ (von den Doors ... wobei wir wieder bei Musik aus grauer Vorzeit sind). Eigentlich schade, dass die CD bei insgesamt 13 Songs nur so um die 37 Minuten lang ist. Einige Songs hätten anstatt nur gut 2 1/2 bis 3 Minuten auch noch ein bißchen länger und ausschweifender sein können. Trotzdem finde ich ‘Pieces’ richtig gut und hoffe mal, dass die Scheibe die Anerkennung bekommt die sie verdient. Für ein Erstlings-Werk auf jeden Fall toll gemacht und mich freut es auch, dass es heute noch Bands gibt, die nicht auf den kommerziellen Zug aufspringen und Allerweltsmusik machen sondern das immer kleiner werdende Fähnchen der handgemachten Retro-Schiene im Wind halten. Einen Teil der CD kann man übrigens bei Soundcloud anhören.
Budjana, Dewa - Dawai In Paradise
Dewa Budjana ist einer der bekanntesten Jazz-Gitarristen Indonesiens und legt mit ‘Dawai In Paradise’ sein bereits fünftes Studio-Album vor, das (fast könnte ich sagen natürlich) bei Moonjune-Records, also dem New Yorker Label veröffentlicht wurde. Eigentlich ist Dewa Budjana Mitglied der indonesischen Pop-Rock-Band ‘Gigi’, die seit 1994 schon über 20 Alben herausgebracht hat, die millionenmal verkauft wurden. Nun sind Solo-CDs von Gitarristen grundsätzlich schon mal schwierig zu beurteilen, da zumindest in meiner Sammlung einige Solo-Scheiben von brillanten Saiten-Virtuosen stehen, die einmal angehört wurden und seit dem verstauben, da außer ‘ich kann schnell und ich kann rauf und runter’ nicht viel mehr geboten wurde. Das ist zum Glück bei Dewa Budjana etwas anders, denn erstens driftet er im Gegensatz zu seiner Stamm-Band ein bißchen in Richtung Jazz ab, hat aber trotzdem ein Händchen für schöne und Interessante Melodien sowie Stil-Richtungen. Von indisch spirituell (Gangga) über Irish-Folk (Masa Kecil) bis zu Jazz im Stil von Pat Metheny (Kromatik Lagi). Dann klingt’s fast ein bißchen nach Mike Oldfield (Back Home), gefolgt von Jazz-Prog (der längste Song Malacca Bay mit über 10 Minuten oder Dancing Tears), Meditations-Musik (Caka 1922 mit tollen akustischen Gitarren-Parts) und typisch indonesischem Touch. Fazit: Ein interessanter Mix aus Fusion-Jazz, ein bißchen Prog, ein bißchen Folk gepaart mit Oldfield-Einflüssen. Leicht verdaulich ist die Scheibe sicher nicht aber Dewa Budjana zeigt, dass Solo-CDs von Gitarristen nicht nur langweilig sein können. Mehr Infos über Dewa Budjana gibt es auf seiner Homepage.
Coarbegh - The Colour Of Happiness
Der zweite Output (neben ‘Autumnal Blossom’ ...siehe oben) des deutschen Labels Quixote-Music der mich ganz überrascht hat ist die Band ‘Coarbegh’, die schon alleine wegen der Zusammensetzung der Musiker (die Jazz-Sängerin Jutta Brandl, Flötistin Pia Darmstaedter, beide schon auf der Poor Genetic Material - CD ‘Island Noises’ als Gäste zu hören und Pia Darmstaedter jetzt auch mit ‘Autumnal Blossom’ am Start, Bassist Rabin Dasgupta von The Amber Light sowie die zwei Poor Genetic Material - Mitglieder Stefan Glomb und Philipp Jaehne) eine sehr interessante Mischung verspricht. Und man wird in keinster Weise enttäuscht, denn ‘The Colour Of Happiness’ ist eine geniale Mischung aus gefühlvoll melodischem Prog (im Stil von Poor Genetic Material ... hier vor allem die Gitarre von Stefan Glomb, die sowas von charakteristisch ist) gepaart mit tollem Gesang (Jutta Brandl hat’s echt drauf), ein bißchen Folk-Einflüssen (wobei hier vor allem die Flöte von Pia Darmstaedter enormen Einfluss hat), leichte Jazz-Anklänge (die sich aber zum Glück arg in Grenzen halten) und vor allem ganz viel Atmosphäre. Wer mit der Musik von Poor Genetic Material was anfangen kann, macht beim Kauf dieser CD überhaupt nichts falsch. Und wer auf die eher ruhigeren Momente der Musik steht, sollte sich ‘The Colour Of Happiness’ auf keinen Fall entgehen lassen. Mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage und zu kaufen gibt’s die CD u.a. bei Just For Kicks.
Doubt - Mercy Pity Peace & Love
Über das belgische Power-Trio ‘Doubt’, bestehend aus Alex Maguire (Keyboards), Michel Delville (Gitarre) und Tony Bianco (Drums) habe ich ja schon anlässlich ihres Erstlingswerkes ‘Never Pet A Burning Dog’ berichtet. Damals war mir die CD eigentlich zu jazzig und ich habe die Musik als ‘Power Electric Jazz’ bezeichnet. Nun gibt es den Nachfolger ‘Mercy, Pity, Peace & Love’, der ebenfalls bei Moonjune-Records veröffentlicht wurde. Also entweder habe ich mich mittlerweile durch die vielen (teils genialen) Moonjune-Veröffentlichungen an Jazz in seiner extremeren Form gewöhnt, oder Doubt sind etwas mehr in Richtung Mainstream-Jazz gegangen. Denn der neue Silberling ist weitaus verdaulicher als das Debut-Album. Lässt man mal den Opener ‘There Is A War Going On’ weg, der mehr ein Sprech-Gesang mit Old-School-Hammond-Orgel und Hintergrund-Rhythmus ist, folgt schon mit ‘Jalal’ ein ziemlich tolles Stück, das mit toller Gitarre und herrlichen Keyboard-Läufen glänzt. Und das über 7 Minuten lang, ohne dass man auch nur eine Sekunde vermissen möchte. Fast rockig können sie aber auch (z.B. ‘No More Quarrel With The Devil’ klingt schon annähernd wie Liquid Tension Experiment), chaotisch melodielos gibt es auf der CD (Rising Upon Clouds), ein Hendrix-Song wird toll interpretiert (Purple Haze), es geht gefühlvoll und atmosphärisch zur Sache (The Invitation), es wird gejammed und so richtig gejazzt (der über 12-minütige Titelsong). Man könnte jetzt sagen ‘nicht Fisch nicht Fleisch’, man könnte ‘Mercy, Pity, Peace & Love auch tolle Mischung zwischen Jazz, Heavy-Prog und Avantgarde beschreiben. Für Freunde der abwechsungsreichen Musik, die auch mit jazzigen Parts nicht auf Kriegsfuss stehen, kann ich den neuen Doubt-Output nur empfehlen. Mehr Infos gibt es auch auf der Band-Homepage.
Ethereal Architect - Monolith
Ich betreibe jetzt meine Prog-Rock.Info-Seite seit ca. 15 oder 16 Jahren und das schönste an der ganzen Arbeit die dahinter steckt ist die Tatsache, dass man zu dem ‘erlauchten Kreis’ gehört, der ab und zu eine CD von einer völlig unbekannten Band zugeschickt bekommt, die man sich aus Unkenntnis nie gekauft hätte, und man dann eine einzigartige Perle im CD-Spieler hat und völlig aus dem Häuschen ist. Das kommt zwar (leider) nicht so oft vor, aber mit dem zweiten Werk der texanischen Band ‘Ethereal Architect’ ist es endlich mal wieder so weit. Denn die Band aus Austin /Tx. um Gitarrist und Songschreiber David Glass, Sänger und Texter Adam Contreras, Drummer Jake Koenig und Neu-Basser Thad Stevens legt in meinen Augen mit ‘Monolith’ die Prog-Metal-CD des Jahres vor, die sich vor den Genre-Größen überhaupt nicht verstecken muss. Denn auch wenn sich auf der guten Stunde Musik einige Anleihen an Shadow Gallery, Symphony X oder auch ganz selten Dream Theater finden lassen, haben Ethereal Architect trotzdem ihren eigenen Stil gefunden und kopieren nicht nur billig (wie andere Newcomer in diesem Bereich). Das liegt zum Einen an der brillianten Gitarrenarbeit von David Glass, der harte Riffs, gefühlvolle Soli und atemberaubende Gitarrenläufe spielen kann, die technisch schon fast auf dem Niveau von John Petrucci (Dream Theater) sind, ohne ihn nachzumachen. Und zum Anderen liegt es auch an der äußerst angenehmen Stimme von Adam Contreras, der erst gar nicht versucht, unnötige Härte oder Kreisch-Orgien in seinen Gesang zu bringen sondern er singt seine Parts absolut routiniert und ruhig runter, so dass man teilweise sogar an Steven Wilson von Porcupine Tree kommen könnte. Und dann sind da noch leicht folkig angehauchte Parts, leicht lateinamerikanisch angehauchte Rhythmen, und und und. Ich möchte hier gar keinen Song extra herausheben, denn ‘Monolith’ ist von vorne bis hinten ein Meisterwerk des Prog-Metal. Und dann gibt es (zumidest auf der CD-Version die ich habe) noch eine Cover-Version von ‘Mac Arthur Park’. Den Song dürfte meine Generation noch als Disco-Version von Donna Summer aus den späten 70ern kennen, er ist aber original aus dem Jahr 1968 und wurde von einem gewissen Jimmy Webb. Leider haben ‘Ethereal Architect’ (noch) keinen Plattenvertrag, was sich hoffentlich bald ändern wird, wenn die CD in Deutschland / Europa die Wertschätzung erhält die sie verdient. Trotzdem haben es Ethereal Architect geschafft, 3 Distributoren aufzutun, die die Scheibe vertreiben. Somit gibt es für mich nur einen Tipp: Bei Underground Power (dort auf CD - Stock List klicken und unter Neuheiten 06/2012 suchen oder Hands Of Blue Records (direkter Link) oder Good Damn Records (da ist sie aber leider gerade vergriffen) die Scheibe ordern und genießen. Natürlich haben Ethereal Architect auch eine Homepage und bei Youtube gibt es den genialen Song Katinago zu bestaunen. Ein MUST HAVE !!!
Jeronimo Project - The Doors Of Perception
Wie ich nach einigen Recherchen in Erfahrung bringen konnte, ist ‘The Doors Of Perception’ bereits der siebte Output des Jeronimo Projects, das eigentlich aus Vater Martin Popp (Gitarre, Bass, Vocals) und den Söhnen Michael (diverse Tasteninstrumente) und Stefan Popp (Drums) bestand. Offensichtlich haben die zwei Söhne nun mit Tobias Linhardt (Vocals, Gitarre) und Max Stahlschmidt (Bass) eine neue Prog-Band namens ‘Riding The Scree’ gegründet, die hier mit involviert ist und aus Oberfranken stammt. ‘The Doors Of Perception’ bietet kompositorisch einen interessanten Querschnitt aus fast 40 Jahren Rock-Musik von Kraut-Rock (z.B. Teile des Operners ‘Far Away’) über Neo-Prog (z.B. Dragon Flyer oder das ziemlich gute Instrumental The Valley) bis zu Prog-Metal (Dark Alleys), wobei ich bei so vielen unterschiedlichen Stilen auf 70 Minuten Spielzeit fast schon too much ist und man sich leicht überfordert fühlt. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Musiker (bis auf den Vater Popp natürlich) nicht mal die Volljährigkeit erreicht haben (wenn man der Homepage glaubt) ist es wiederum sehr erstaunlich, dass so ein Werk herausgekommen ist. Klar kann man sich an einigen Stellen noch verbessern (wobei mir hier vor allem der teilweise leicht unsichere Gesang aufgefallen ist), aber wenn man in Zukunft den Grundsatz ‘weniger ist manchmal mehr’ beachtet und sich vielleicht auf eine Stil-Art spezialisiert, könnte aus ‘Riding The Scree’ vielleicht noch eine richtig gute Prog-Band aus deutschen Landen werden.
Led Zeppelin - Celebration Day (DVD / 2 CD)
Aufgenommen in der Londoner O2-Arena am 10.12.2007 wurde dieses Reunion-Konzert der Musik-Legenden Led Zeppelin. Na gut ... es ist nicht ganz eine Reunion, denn Original-Schlagzeuger John Bonham ist ja leider 1980 viel zu früh im Alter von 32 Jahren nach einem Sauf-Gelage gestorben. Er hat aber der Nachwelt nicht nur die Tatsache hinterlassen, dass er wohl einer der einflussreichsten Drummer seiner Zeit war sondern er hat auch noch einen Sohn namens Jason Bonham, der glücklicherweise auch ein sehr guter Drummer ist. Schon 1987 hat er zusammen mit Led Zeppelin - Gitarrist Jimmy Page dessen Solo-Album ‘Outrider’ eingespielt, danach war er unter anderem bei UFO, Foreigner und zur Zeit bei der Super-Gruppe Black Country Communion. Auch wenn die 3 restlichen Led Zeppelin - Mitglieder (Jimmy Page, John Paul Jones und Robert Plant) schon ganz schön in die Jahre gekommen sind (was man vor allem an Jimmy Page sehr deutlich sieht) haben sie von ihrer Spielfreude nichts eingebüßt und man sieht ihnen an, dass es ihnen richtig Spaß macht, mal wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Und richtig erstaunlich ist es, dass Sänger Robert Plant trotz seines hohen Alters von immerhin fast 60 Jahren (zum Zeitpunkt des Konzertes) die alten Led Zeppelin - Heuler wirklich noch fast perfekt singen kann. Und auch wenn die Show nicht wirklich außergewöhnlich ist (was Bühne und Light-Show betrifft) lohnt sich der Kauf des Packages und das 2-stündige Konzert begeistert von vorne bis hinten. Fast nicht zu erwähnen brauche ich, dass das natürlich ein Best Of ... - Konzert war und somit alle bekannten Songs (von Good Times Bad Times über Black Dog, No Quarter, Since I’ve Been Loving You, Stairway To Heaven und Whole Lotta Love bis zu Rock And Roll zum Besten gegeben werden. Und das noch zum Preis einer Doppel-CD. Ein Stück Musik-Geschichte !!!
Lelkem - All Four Seasons In One Day
Lelkem ist eine im Jahr 2009 gegründete Band aus Österreich, bestehend aus den Musikern Boti Benedek II (Gesang, Gitarre, Keyboards), Gabor Benedek (Bass) und Gordon Flemming (Drums). Wie man zumindest den Namen ‘Benedek’ entnehmen kann, haben die zwei Jungs offensichtlich ungarische Wurzeln. Somit ist dann auch der Band-Name ‘Lelkem’ erklärbar, ist dies doch das ungarische Wort für ‘Seele’ (ich hoffe doch, dass mich meine bescheidenen Ungarisch-Kenntnisse nicht täuschen). ‘All Four Seasons In One Day’ ist ein (herrlich) gitarrenlastiges Album mit wirklich gutem und harmonischem Gesang geworden, dass vordergründig ein bißchen nach Alternative-Rock oder auch Indie klingt (manchmal geht’s auch ganz schön heavy zur Sache), allerdings gibt es auch genügend Prog-Anleihen (z.B. beim 7 1/2-minütigen ‘The Charming Season’, bei ‘Neon Hero’ oder auch bei ‘The Aching Sound Of Nonsense), so dass sowohl Freunde der fetten Gitarre als auch Proggies auf ihre Kosten kommen. ‘All Four Seasons In One Day’ hat in meinen Augen auf jeden Fall das Potential, in Kenner-Kreisen richtig Beachtung zu finden. Muss man unbedingt antesten. Mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage.
Maerzfeld - Tief
Rammstein kennt jeder. Die einzige von Rammstein autorisierte Cover-Band ‘Stahlzeit’ kennen vielleicht auch noch ein paar Leute (und der Besuch eines Konzertes der Franken kann ich nur empfehlen). Und dass die Band ‘Stahlzeit’ eigentlich Maerzfeld heißt und auch eigene Musik macht, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. ‘Tief’ ist meines Wissens nach die erste CD von Maerzfeld, die irgendwann Anfang oder Mitte des Jahres 2012 veröffentlicht wurde. Ich habe mir das Teil letzte Woche beim Stahlzeit-Konzert in Filderstadt gekauft. Wenig überraschend ist, dass die Musik von Maerzfeld stilistisch doch sehr an Ihre ‘Vorbilder’ angenähert ist, was nicht nur an der Stimme von Sänger Heli Reissenweber liegt, die schon eine fast 1:1 - Kopie von Till Lindemann ist. Aber zum Glück haben Maerzfeld auf ‘Tief’ nicht nur versucht, den Rammstein-Sound nachzuspielen sondern es sind auch ein paar wirklich gute Unterschiede zu erkennen (wie z.B. das Akkordeon im Song ‘Hübschlerin’ oder auch mal ein fettes Gitarren-Solo). Manchmal klingt’s mir auch ein bißchen zu soft nach ‘Unheilig’, aber das kommt nicht oft vor und ist auch nur meine persönliche Meinung. Trotzdem dürfen alle Rammstein-Fans bedenkenlos zugreifen. Die CD gibt’s z. B. über die Homepage der Band.
Marbin - Last Chapter Of Dreaming
Das Vorgänger-Album ‘Breaking The Cycle’ der amerikanischen Jazz-Formation habe ich als ‘leicht verdaulich’ beschrieben, war es doch weit weg vom üblichen Jazz-Gefrickel und trotzdem es eine reine Instrumental-CD war, kamen bei mir Erinnerungen an Pink Floyd (vor allem wegen dem Saxophon) über Blues bis Morricone hoch. Nach über 450 Konzerten in den letzten 2 1/2 Jahren unter anderem zusammen mit Scott Henderson und Allan Holdsworth in den USA und Kanada haben die Jungs zwischen den Konzerten doch tatsächlich die Zeit gefunden, immer wieder ein paar Songs aufzunehmen um jetzt ‘Last Chapter Of Dreaming’ auf den Markt zu werfen. Und was soll ich sagen? Mit Unterstützung von 2 ehemaligen Mitgliedern der Pat Metheny Group (Paul Wertico, der auf 6 Songs die Drums übernommen hat und Steve Rodby - bei 3 Songs am Bass) sowie dem Percussionisten Jamey Haddad (der schon mit Paul Simon, Carly Simon, Simon & Garfunkel oder auch Herbie Hancock gearbeitet hat) und diversen anderen Musikern (es wird jetzt sogar auf 4 Songs ‘gesungen’!!) wird gerockt, geproggt und natürlich auch ein bißchen gejazzt, ohne das es irgendwann mal unangenehm wird. Und es sind sogar ein paar richtige Highlights (wie z.B. ‘Breaking The Cycle’, ‘Last Days Of August’ oder dem obergenialen Titel-Stück mit Gänsehautgarantie) vertreten, die weit ab von Jazz-Musik sind und fast ins Mark gehen. Wem also ‘normaler’ Jazz zu abgefahren ist sich aber trotzdem an diese Musik-Richtung heranwagen will, ist mit Marbin und speziell mit ‘Last Chapter Of Dreaming sehr gut bedient. Veröffentlicht wurde die Scheibe wieder beim New Yorker Moonjune-Label, mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage.
Pendragon - Out Of Order Comes Chaos
Nach Concerto Maximo aus dem Jahr 2009 und gerade mal 2 weiteren Studio-CDs (Pure und Passion ... wobei auf der Concerto Maximo schon ein paar Songs von ‘Pure’ drauf waren) schon wieder eine Live-Doppel-CD mit dazugehöriger DVD. Muss das sein? Ja muss ... denn das Repertoire von Pendragon ist nach gefühlten 30 Jahren feinster Prog-Musik so groß, dass sich die Song-Auswahl doch sehr unterscheidet (zum Glück). Nicht ein Song ist doppelt !! Das Hauptaugenmerk lag bei dem 2011er-Konzert (aufgenommen mal wieder in Polen, genauer gesagt in Katowice ... und somit ist auch klar, dass es sich erneut um eine Veröffentlichung des polnischen Labels Metal Mind handelt) natürlich auf der letzten CD Passion ... immerhin 4 der 7 Songs wurden gespielt ... aber es gibt auch genügend ganz alte Überraschungen wie z.B. ‘Back In The Spotlight’, ‘Shane’ oder auch ‘Last Man On Earth’ was man immer wieder gerne hört. Deswegen kann ich auch bei dieser Live-Scheibe eine Kaufempfehlung abgeben. Auf der dazu passenden DVD sind übrigens noch ein paar Songs mehr drauf, die wohl keinen Platz mehr auf der CD gehabt haben.
Queen - Hungarian Rhapsody (DVD / 2 CD)
Aus der Zeit als Rock-Sänger noch Schnauzbärte trugen und fast ein Busch unter der Achsel heraus gewachsen ist stammt dieses Konzert von Queen. Aufgenommen im legendären Nép-Stadion in Budapest am 27.07.1986 war dies das erste Stadion-Konzert einer westlichen Band hinter dem eisernen Vorhang und an den enthusiastischen Zuschauern kann man erkennen, dass sie da lange drauf warten mussten. Aufgenommen wurde das Konzert auf 35mm-Film (!! deswegen die super-Bildqualität) und jetzt auch noch gemastert in HD und 5.1 Surround Sound. Und auch wenn sich die Track-List nicht sehr von der schon bekannten ‘Live At Wembley Stadium’ unterscheidet, lohnt sich der Kauf trotzdem, denn ich finde ein paar Songs wurde nie besser gesungen wie bei diesem Konzert. Diverse Gänsehaut-Momente sind garantiert (vor allem bei Who Wants To Live Forever). Leider sind wohl nicht mehr alle Film-Aufnahmen des Konzerts aufgetaucht, deswegen fehlen im Vergleich zur Doppel-CD, die bei diesem Package dabei ist, insgesamt 4 Songs. Dafür gibt es - eigentlich recht ärgerlich immer wieder während dem Konzert eingestreut - diverse teils oberlustige Sightseeing-Filmchen über den Besuch in Budapest (vor allem die Frage von Freddie Mercury auf einer Bootstour, ob man das Parlaments-Gebäude kaufen kann und wie viele Schlafzimmer das Haus hat ist schon zum Kringeln). Queen-Fans müssen hier zuschlagen.
Serenity - War Of Ages
Irgendwann musste es ja mal so weit kommen, dass meine Lieblings-Österreicher Serenity einen Queen-Song covern, waren doch die ‘ersten musikalischen Schritte’ von Sänger Georg Neuhauser die Gründung einer Cover-Band, die (laut seiner Biographie) vor allem Queen-Songs im Gepäck hatte. Und es kommt auch schon mal vor, dass sich Georg hinter der Bühne mit einen Mercury-Song warm singt (und ‘ausversehen’ das Mikro offen ist). Dass es gerade ‘Love Of My Life’ in einer Gänsehaut-Piano-Version geworden ist, die sich dann auch noch gesanglich nicht zu 100% ans Original hält, hat mich dann doch verwundert. Zu ihm hätte auch was ‘bombastischeres’ gepasst. Aber wirklich gut interpretiert. Als zweiten Bonus-Track auf der limitierten Version von ‘War Of Ages’ gibt es dann, ebenfalls in einer Piano-Version, das obergeniale ‘Fairytales, eine der schönsten Balladen, die im Metal-Bereich je geschrieben wurde (und von der Serenity-CD ‘Fallen Sanctuary’ stammt). Und hier glänzt (natürlich neben dem tollen Gesang von Georg Neuhauser) das neue Band-Mitglied Clementine Delauney, die für mich recht überraschend als feste Sängerin eingestiegen ist, nachdem ich sie Ende 2011 schon live mit Serenity in der Rockfabrik in Ludwigsburg gesehen habe und ich dort schon fand, dass sie nicht nur optisch ein absolutes Highlight ist :-). Nun aber zur ‘eigentlichen CD’ War Of Ages: Ende Oktober 2012 hat Keyboarder Mario Hirzinger die Band verlassen. Offensichtlich wurde bis jetzt noch kein neuer Tastenmann gefunden, denn auf ‘War Of Ages’ spielt kein Geringerer als Oliver Philipps, den die Prog-Gemeinde bestimmt von der Band ‘Everon’ kennt und der auch ziemlich viel von ‘War Of Ages’ aufgenommen und arrangiert hat. Mix und Mastering stammt mal wieder von Jan Vacik und garantiert einen brillanten Sound. Zugegebenermaßen war ich nach dem ersten Hören der neuen Scheibe ein bißchen enttäuscht, denn der Wiedererkennungswert gegenüber den Vorgänger-CDs war dann doch bei ziemlich genau 100%. Allerdings muss ich diese Meinung jetzt nach zweistelligen Durchläufen revidieren, denn mir gefällt das Teil mit jedem Durchgang besser und besser. Fetter Opener ‘Wings Of Madness’ (davon gibt’s auch ein Video auf Youtube), ein genauso fettes und bombastisches ‘The Art Of War’, danach das orientalisch angehauchte ‘Shining Oasis’, ne obligatorische Ballade (For Freedom’s Sake ... ein richtig schönes Duett, das aber nicht ganz an Fairytales ran kommt), dann wieder 2 Symphonic-Metal-Kracher, ne ‘Power-Ballade’ (Symphony For The Quiet), noch ein Ohrwurm (Tannenberg), ein Song der eher an Rhapsody (Of Fire) erinnert (Legacy Of Tudors) und abschließend noch ‘Royal Pain’, ein überragendes Mid-Tempo-Stück. Fazit: Auch mit ‘War Of Ages’ haben Serenity einen Meilenstein im Symphonic-Metal-Bereich geschaffen, der die Messlatte für weitere Veröffentlichungen auf den Titel ‘CD des Jahres’ in diesem Genre ganz schön hoch gehängt hat. Die Scheibe MUSS man haben. Mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage.
Skys, The - Colours Of The Desert
Und wieder ist ein weißer Fleck auf der Prog-Rock.Info-Welt-Karte in Form einer Review verschwunden. Denn ‘The Skys’ kommen aus Litauen und aus diesem Land hatte ich bis jetzt noch keine Band auf meiner Homepage. Es ist echt erstaunlich, dass es ‘The Skys’ bis jetzt noch nicht zu einer Review bei mir geschafft haben, denn ‘Colours Of The Desert’ ist bereits die vierte CD der 5 Jungs aus dem Baltikum und die Band besteht immerhin schon seit 1995 und 2004 gewannen sie beim New York International Music Festival den Award für die beste internationale Band. Alleine der Opener und gleichzeitig das Titelstück, das immerhin schon fast 8 Minuten dauert, zeigt was die Jungs drauf haben. Da wird Prog-Rock in feinster Art und Weise zelebriert. Tolle Gitarren-Soli, herrliche Keyboard-Läufe, ein Gesang der ein bißchen an ‘Arena’ erinnert und manchmal klingt’s auch ein bißchen an Eloy. Einfach wunderbar. Und die CD geht gerade so genial weiter. Mal klingt’s nach Asia, mal etwas nach Strangers On A Train (wobei der Background-Gesang von Anne Marie Helder - jetzt Panic Room und früher auch Mostly Autumn auch einen großen Anteil hat). Ich möchte gar nicht auf die einzelnen Songs eingehen, denn ‘Colours Of The Desert’ begeistert von vorne bis hinten und sowohl Freunde des Prog-Rock (im Stile von Arena oder auch Camel und Konsorten) als auch von Pink Floyd (Saxophon !!) sowie Fans der 70er kommen hier voll auf ihre Kosten. Also spart Euch ein paar Euro von Euren Weihnachts-Geschenken und wartet auf den 18.01.2013, denn dann wird das geniale Teil in Deutschland veröffentlicht. Bis dahin dürft Ihr Euch auf der Homepage der Band umschauen und in freudiger Erwartung dort ein bißchen stöbern. Das könnte schon Anfang Januar die Prog-CD des Jahres 2013 werden !!!
Vincent, Robert - Life In Easy Steps
Ist es Euch auch schon mal passiert, dass Ihr eine CD von einem Euch völlig unbekannten Künstler gehört habt und ihr sie einfach nur ‘wunderschön’ gefunden habt, obwohl die Musik eigentlich gar nicht Euer ‘eigentlicher Geschmack’ ist? Mir passiert so etwas nicht wirklich oft, aber beim Hören von ‘Life In Easy Steps’ des Liverpooler Gitarristen und Sängers Robert Vincent war es mal wieder so weit. Auch wenn ich nicht verheimlichen kann, dass ich Folk und Country ab und zu mal in den CD-Player lege um mal so richtig bei völlig unkomplizierter Nicht-Prog-Musik zu entspannen, kommt es tatsächlich nicht oft vor, dass mich eine CD von vorne bis hinten so begeistert hat. Robert Vincent hat ein absolutes Händchen für tolle Melodien, hat eine äußerst angenehme Stimme und findet auf ‘Life In Easy Steps’ ... übrigens seine erste komplette CD (nach 2 EP-Veröffentlichungen) ... eine geniale Mischung aus gefühlvollen Folk-Songs (z.B. Burns) und recht fetzigen Country-Nummern (z.B. das Titel-Stück). Teilweise erinnert mich die Scheibe auch ein bißchen an die Solo-Sachen von Life Of Agony - Sänger Keith Caputo, die ich übrigens alle durchweg richtig geil finde. Die Nominierung von Robert Vincent als bester männlicher Künstler bei den Liverpool Music Awards kommt deshalb nicht von ungefähr und ich kann nur hoffen, dass die Leser meiner Homepage vielleicht etwas über ihren (Prog-)Schatten springen und die CD kaufen. Ich bin total begeistert. Natürlich hat Robert Vincent eine sehr informative Homepage, auf der es auch diverse Videos zu sehen gibt. Und wer sich beeilt (die Scheibe wird übrigens am 01.03.2013 veröffentlicht) bekommt sogar die limitierte Version mit einer Bonus-CD (auf der noch 4 ältere Songs drauf sind).
Yagull - Films
Ein ganz neues Pferd im Moonjune-Stall ist das von Komponist und Gitarrist Sasha Markovic ins Leben gerufene akustische Power-Projekt ‘Yagull’. Unterstützt von Lori Reddy (Flöte), Eylon Tushiner (Saxophon) und Sonja Choi (Cello) hat Herr Markovic eine total geniale und mit wunderschönen Melodien gespickte CD gezaubert, die einen nur so dahinschweben lässt. Besser kann man atmosphärische akustische Musik nicht machen. Und wie der Titel der CD schon erahnen lässt, könnte man jeden einzelnen Song auch als Filmmusik durchgehen lassen. Ich bin hellauf begeistert und die Scheibe könnte man auch locker bei der Familien-Weihnachtsfeier laufen lassen und niemand würde sich beschweren. Alle Songs (bis auf zwei) wurden auch von Sasha Markovic geschrieben. Und daneben gibt es auch noch 2 Cover-Versionen (‘White Room’ von Cream und !!! ‘Sabbath Bloody Sabbath’ von Black Sabbath, das zwar in dieser akustischen Version fast nicht zu erkennen aber sehr geil ist). Diese Scheibe MUSS man haben wenn man nur einen Funken Gefühl im Ranzen hat. Natürlich gibt es von Yagull auch eine Homepage.
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