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Pagan's Mind - Celestial Entrance
Eine kleine Überraschungs-Neuentdeckung möchte ich allen Lesern hier nicht vorenthalten. Die norwegische Band 'Pagan's Mind' legte bereits schon letztes Jahr (also 2002) ihre zweite CD 'Celestial Entrance' in die Regale. Das Erstlingswerk der Jungs ist mir völlig unbekannt (falls es jemand haben sollte und Lust darauf hat, eine Review darüber zu schreiben ... keinen Zwang antun und mir die Kritik als TXT-Datei schicken) aber mit 'Celestial Entrance' haben mich Pagan's Mind voll überzeugt. Der Gesang (und teilweise die Musik) klingt voll nach Queensryche (in ihren besten Zeiten) und man macht auch nicht davor Halt, die Prog-Götter Dream Theater (wirklich gut) zu kopieren bzw. imitieren. Und das geht über 70 Minuten auf höchstem Niveau so die ganze CD durch. Für alle Prog-Metal-Fans gibts hier nur einen Tip: KAUFEN !!
Pagan's Mind - God's Equation
Die Norwegischen Prog-Metaller von Pagan's Mind haben mit 'God's Equation' noch eine Schippe draufgelegt und eine richtig fette CD rausgebracht. War ich von 'Celestial Entrance' ja schon richtig begeistert (siehe meine Review ... und auch Enigmatic: Calling war genial, leider gibt's davon keine Review auf meiner Seite), aber der neueste Output schlägt echt alles was die Jungs bis jetzt verbrochen haben. Toller gefühlvolles 2-Minuten-Intro und dann knallt's auch schon rein. Die Kerle haben's einfach drauf, eine geniale Mischung aus Dream Theater, Symphony X und Queensryche (und hier vor allem der Gesang) zu bieten, das meiner Meinung nach so keine Band sonst hinbekommt. Das sind dann 60 Minuten Prog-Metal-Feuerwerk vom Feinsten, ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu sein. Muss jeder Prog-Metal-Fan, der auf ein bißchen härtere Mucke steht, gehört haben. Die Scheibe gibt's dann noch als limitierte Doppel-CD mit nem Bonus-Track, einer live-Version von 'Search For Life' sowie einigen Demo-Versionen, einem Video-Clip und Wallpapern.
Pagans Mind - Heavenly Ecstasy
Die norwegische Band ‘Pagans Mind’ habe ich bis jetzt ja immer in die Prog-Metal-Schublade gesteckt. Diesen Stempel möchte ich der Band nach mehrfachem Hören des neuesten Outputs ‘Heavenly Ecstasy’ einfach mal wegnehmen, denn die Jungs um Sänger Nils K. Rue (der allerdings immer noch so klingt wie Queensryche in ihren besten Jahren) haben sich jetzt mehr dem straighten Metal zugewand und die komplizierten und vertrackten Passagen sind so gut wie verschwunden. Schon der Opener Eyes On Fire knallt sowas von fett rein, das gibt’s gar nicht. Pagans Mind verstehen es hervorragend, Power Metal und Hardrock zu vermischen und das richtig modern klingen zu lassen. Auch das nachfolgende ‘Intermission’ haut in die selbe Kerbe und es bleibt einem die Klappe offen (auch wenn das jetzt ein klein wenig proggig ist ... zumindest ganz kurz). Auch Double-Bass-Drums dürfen nicht fehlen (zum Beispiel bei ‘Revelation To The End’), der Keyboarder darf auch mal zeigen was er drauf hat (‘Follow Your Way’) und eine Ballade gibt’s natürlich auch (‘When Angels Unite’ ... leider viel zu kurz). Zusammen mit den 2 Bonus-Tracks auf meiner Digi-Version kommt die Scheibe auf 66 Minuten und die haben’s wirklich in sich. Auch wenn Pagans Mind jetzt nicht mehr so ‘kompliziert’ sind wie früher macht die CD richtig Spaß. Metal-Fans müssen das Teil haben.
Pain of Salvation - The Perfect Element Part I
Was habe ich abgelästert über diese Band, als ich sie zum ersten Mal live (auf der Threshold-Tour im Jahre 1999) gesehen habe. Etwas schlechteres war mir bis dahin (außer vielleicht 'Motorsheep' als Vorgruppe von J.M.Watts) noch nicht zu Ohren gekommen. Aber die Jungs aus Skandinavien haben offensichtlich enorm dazugelernt. 'The Perfect Element Part I ist eines der Besten 'härteren' Prog-Alben, das mir in letzter Zeit unter den Laser gekommen ist. Von total brachial bis absolut gefühlvoll ist alles vertreten. Geniale Gitarren-Solis (z.B. bei 'King of Loss'), hervorragender Gesang und Song-Strukturen, die man zum letzten Mal bei den alten Marillions entdecken konnte, machen das Teil fast zu einem Meisterwerk. Play as loud as you can. Und DANKE Jörg, daß Du mir das Teil in meinem Gästebuch empfohlen hast. Ich hätte es mir sonst NIE angehört.
Pain of Salvation - Remedy Lane
Nachdem Pain of Salvation - Mastermind Daniel Gildenlöw offensichtlich mittlerweile zu den Prog-Grössen gehört (immerhin durfte er bei der 2001er- Tour von Transatlantic als Gast-Gitarrist und -Sänger dabeisein und erntete hierfür haufenweise Lob), und mich PoS mit der letzten Veröffentlichung 'The Perfect Element Pt. 1' mehr als überrascht hatten, war ich äußerst gespannt, wie es mit dieser Schweden-Combo weitergehen würde. Und siehe da, der hohe Standard von 'The Perfect Element' wurde locker gehalten. Es ist bestimmt kein leicht verdauliches Material, was uns hier geboten wird. Textlich geht es bei 'Remedy Lane' um Fragen wie Liebe, Enttäuschung und den Sinn des Lebens, eingepackt in eine Geschichte um Budapest. Musikalisch gibt's dann, typisch Pain of Salvation, ordentlich was auf die Ohren. Von feinstem Prog-Metal bis zu tiefsttraurigen melancholischen Balladen (vor allem 'Second Love' - einfach herzzerreissend) ist alles vorhanden. Absolute Kaufpflicht für Prog-Metal-Fans. Und nicht vergessen: Pain of Salvation sind zusammen mit Dream Theater im Frühjahr 2002 auf Tour in Deutschland.
Pain Of Salvation - 12:5
Man kann über die schwedische Band 'Pain Of Salvation' um Sänger und Gitarrist Daniel Gildenloew (der ja auch als Gast-Musiker auf der letzten Transatlanic-Tour mehr als überzeugt hat) ja denken was man will. Aber meiner Meinung nach sind sie eine der kreativsten und innovativsten Bands im Prog-Metal-Sektor. Live zwar (bis jetzt) grottenschlecht (ich habe sie schon mehrfach anhören müssen), aber die Studio-CDs (und zwar ausnahmslos alle) sind einfach genial gut. Und zwischen dem letzten Output 'Remedy Lane' und dem bald kommenden Konzeptwerk 'Be' (so soll sie wohl heißen und im Mai / Juni 2004 veröffentlicht werden) gibt es mit '12:5' den Mitschnitt eines Akustik-Konzertes, aufgenommen im Frühjahr 2003 im tiefsten Schweden (was dann auch erklärt, warum die 'spärlichen' Ansagen ziemlich unverständlich in schwedisch sind). Warum die CD so heißt ?? Man weiß es nicht. Warum die drei Teile des Konzerts 'Genesis', 'Genesister' und 'Genesinister' heißen ?? Man weiß es nicht. Warum die Unter-Titel auf der CD teilweise mit 'T 5' markiert sind ?? Keine Ahnung. Tatsache ist aber, dass in diesem Konzert ein Querschnitt aus allen PoS - Alben, gepaart mit neuen Teilen, aufgeführt wurde (also von 'Entropia' bis 'Remedy Lane'), der einfach sensationell gut ist. Sind Pain Of Salvation auf 'normalen' Konzerten richtig schlecht, stellt man bei der akustischen Version von '12:5' fest, dass sie es doch können. Einfach ein perfektes Zusammenspiel, geniale neue Parts und absolut gefühlvoll rübergebracht. Für Pain Of Salvation-Fans ein MUSS und für alle, die mit der Band noch keinen Kontakt hatten, auf jeden Fall ein toller Einstieg. Wenn diese CD am Ende des Jahres nicht unter meine Top 10 kommt, dann weiß ich auch nicht. Bis jetzt DAS CD-Highlight des Jahres.
Pain Of Salvation - Be
Absolut genial oder tierischer Oberschrott? Selten habe ich mir nach einem CD-Kauf diese Frage gestellt. Sicher ist 'Be' etwas ganz besonderes, will uns Pain Of Salvation - Kopf Daniel Gildenlöw doch erklären, warum, falls es einen Gott gibt, er die Welt und das menschliche Dasein so gemacht hat wie es jetzt ist und wie das vielleicht alles mit unseren Sagen und Mythen zusammenhängt. Oder so ähnlich. Ehrlich gesagt habe ich das ganze Konzept noch nicht ganz kapiert, obwohl in dem umfangreichen Booklet versucht wird, zu erklären, wie 'Be' zustandegekommen ist. Zumindest musikalisch herausgekommen ist eine CD mit vielen Sound-Fragmenten, vielen 'Erzählungen' und wenigen typischen 'Songs', so wie man sie von Pain Of Salvation eigentlich kennt. Auch die klassischen Parts (von Violine bis Kirchenorgel) sind reichlich vertreten und teilweise richtig genial (wie z.B. bei Track 4 'Iter Impius', wie es im Booklet heißt bzw. 'Pluvius Aestivus', wie es in der Titel-Liste genannt wird ... alles ist so verwirrend). Ein abschließendes Urteil möchte ich mir auch nach mehrfachem Hören der CD nicht erlauben., aber wenn man sich mal etwas intensiver mit den Texten beschäftigt, würde ich fast zu dem Ergebnis kommen, dass 'Be' eher zu der Kategorie Meisterwerk zu zählen ist. Wer auf leichte und unkomplizierte Kost steht, sollte sicher die Finger von der CD lassen. Wer sich auch mal mit den queren Gedanken eines Musikers und der entsprechend komplizierten Musik auseinandersetzen kann, sollte 'Be' auf jeden Fall haben. Ich werde wahrscheinlich noch 100 Durchläufe brauchen, um die Scheibe zu verstehen. Aber auch das macht ja gute Prog-Musik aus.
Pain Of Salvation - Be (live CD / DVD)
Sehnsüchtig habe ich auf die DVD-Version der Pain Of Salvation - CD 'Be' gewartet, denn auch intensivstes Hören der Studio-CD-Version hat mir den Duchblick nicht verschaffen können. Zu quer und zu schräg sind wohl die Ideen, die Daniel Gildenlöw in diesem Werk verarbeitet hat (siehe auch meine Review). Deswegen konnte ich es nicht erwarten, die Live-Performance zu sehen, die vor einiger Zeit in Schweden zusammen mit dem 'Orchestra Of Eternity', also diversen Streichern und Bläsern, aufgeführt und auf DVD gebrannt wurde. Und endlich gibt es das Konzert zusammen mit der passenden Live-CD käuflich zu erwerben. Zur Qualität des Konzertes, des Sounds, der 'schauspielerischen Leistungen' und der Bildführung gibt es nur ein einziges Wort: GENIAL. Auch das 48-seitige Booklet mit den ganzen Songtexten, Photos und Kommentaren zur Geschichte sowie Erklärungen zu den Schlüsselbegriffen der Geschichte ist auch als vorbildlich zu bezeichnen, gibt es doch normalerweise zu DVDs eher nichts bis gar nichts zum nachlesen. Ob man die Live-CD unbedingt braucht, sei dahingestellt, denn wer das Konzet in Bildern gesehen hat, wird darauf sicher nicht verzichten wollen. Und nach dieser Live-Performance nehme ich auch meine früheren Aussagen zurück, das Pain Of Salvation live eine Katastrophe sind. Echt erstaunlich, was die Jungs da geleistet haben. Nur: Wer Antworten auf die Frage erwartet, was uns 'Be' eigentlich sagen will, wird wohl mehr als enttäuscht sein, denn am Ende gibt es mehr neue Fragen als Antworten: Warum kann sich Daniel Gildenlöw keine Schuhe leisten ... warum geht er ins Wasser und kann nicht drüber laufen, wer hat einem solchen Langhaarigen nen fetten Daimler ausgeliehen, aus welchem Vampir-Film ist der Keyboarder entflohen, warum Sonnenbrille auf und Sonnenbrille wieder runter, warum muss die Flötistin in dem Vollkörperkondom rumstehen und so weiter und so weiter. Ich bin auf jeden Fall noch verwirrter als vorher. Ach ja ... als DVD-Extras gibt es auch noch einen Audio-Kommentar der Musiker und noch ein paar andere Gimmicks. Aber was will uns 'Be' jetzt eigentlich sagen ?? Keine Ahnung. Kauft Euch unbedingt die DVD und klärt mich auf. BITTE BITTE.
Pain Of Salvation - Scarsick
Ziemlich schwer zu verdauende Musik-Kost gibt es mal wieder von meinen Schwedischen Freunden 'Pain Of Salvation'. Leider habe ich das Rätsel bzw. die Geschichte vom Vorgänger 'Be' noch immer nicht ganz kapiert, schon kommt der nächste Happen in Form von 'Scarsick'. Nicht ganz so 'quer' wie 'Be' sondern stilistisch teilweise wieder 'Back to the roots' in die Vor-Perfect-Element-Zeit (z.B. der Opener und Titelstück mit fetter Gitarre und dem typischen Gesang von Daniel Gildenlöw ... der vielleicht noch 'normalste' Song auf der CD). Auch das folgende 'Spitfall' könnte man noch mit 'ach, sie können ja doch noch richtige Musik machen' beschreiben. Und wer die CD 'Remedy Lane' gut findet, kann sich auch noch mit dem nächsten Stück 'Cribcaged' anfreunden. Aber dann kommt's. 'America' ist dann ja wohl eher komischer New Metal und hätte eher von 'System Of a Dawn' sein können oder noch 'schlimmer', das dann folgende 'Discoqueen' (das klingt echt so wie's der Titel verspricht ... über 8 Minuten Disco-Mucke). Völlig daneben. Etwas melancholischer geht es dann bei 'Kingdom Of Loss' zu (mit einem viel zu seltenen Gitarren-Solo). Zu den nächsten 2 Songs fällt mir dann nicht wirklich viel ein. Sehr merkwürdig alles (bis auf den Schluß von 'Idiocracy', das ist dann wieder typisch P.O.S). 'Flame To The Moth' kann man dann wieder durchgehen lassen (recht harmlos). Und dann folgt zum Schluss noch das 10 Minuten lange 'Enter Rain', das über 7 1/2 Minuten richtig soft und melancholisch daher kommt aber dann am Schluss schon noch die Ohren durchpustet. Fazit: mit den 67 Minuten 'Scarsick' haben es Pain Of Salvation mal wieder geschafft, mich halbwegs sprachlos mit dieser CD alleine zu lassen. Gut? Schlecht? Komisch? Ihrer Zeit voraus? Man weiß es nicht. Auf jeden Fall wieder nix zum nebenher hören und man braucht viele Durchläufe, um mit dieser CD warm zu werden.
Pain Of Salvation - On The Two Deaths Of Pain Of Salvation (2 DVD / 2 CD)
Dass Daniel Gildenlöw ein ziemlich genialer Kopf ist, habe ich glaub schon öfter erwähnt. Und dass Pain Of Salvation - Konzerte zwischenzeitlich zu den absoluten Highlights gehören wahrscheinlich auch. Und mit dem dicken Paket 'On The Two Deaths Of Pain Of Salvation' kommt mal wieder sowohl ein grandioses Konzert in Form einer DVD bzw. 2 CDs angerauscht, das seinesgleichen sucht. Zwar nicht so theatralisch wie damals die Aufführung von 'Be', aber nicht minder gut. Und dann ist da noch die zweite DVD ... und das ist Kopfkino vom Feinsten. Was sich da Herr Gildenlöw wieder in seinen queren Gedanken ausgedacht hat ... schwierig zu verstehen und auch nach dem fünften Anschauen bleiben noch Fragen offen. Aber um Klassen besser als das übliche 'Making Of ..., das sonst so mit eingepackt wird. Und auch das geschätzte 65-seitige Booklet ist nicht nur prima aufgemacht und für so Packages einfach vorbildlich sondern verwirrt eigentlich noch mehr. Musikalisch wird bei dem Konzert die ganze Karriere von POS abgedeckt, wobei natürlich Songs der neuesten CD 'Scarsick' ein bißchen überwiegen. Was aber wirklich grandios ist und mir beim ersten Hören schon Gänsehaut bereitet hat ist das Stück 'Hallelujah' von Leonard Cohen, das in brilliantester Weise interpretiert wird und ich noch in keiner Version besser gehört habe (und da gibt es ja einige Cover-Versionen davon). Wer auf feinen Prog-Metal steht, kommt an diesem Paket einfach nicht vorbei.
Pain Of Salvation - Road Salt One
Pain Of Salvation sind ja immer für Überraschungen gut. Für richtig fette Prog-Metal-Alben (The Perfect Element ...) und auch für fast Rock-Opern (Be). Und mit ‘Road Salt One’ entführen uns die Jungs um Band-Kopf Daniel Gildenlöw zurück fast in die 70er-Jahre, denn einige Songs könnten echt aus der Zeit stammen und haben ziemliche Anleihen an alte Led Zeppelin. Nun ist die Idee nicht neu, denn auch ‘Wolfmother’ haben ja mit ihrer ersten CD in die selbe Kerbe gehauen. Doch ‘Road Salt One’ gefällt mir noch um eine Klasse besser. Das liegt auf jeden Fall an dem prägnanten Gesang von Daniel Gildenlöw, der teilweise fast an Robert Plant herankommt. Hört Euch nur mal den eigentlichen Opener ‘No Way’ an (‘What She Means To Me’ das Queen-angehauchte Intro gibt es nur auf der mir vorliegenden limitierten Version). Einfach nur gut. Leicht bluesig, fette, tief gestimmte Gitarre und der geile, leicht jammernde Gesang von Herrn Gildenlöw. Einer der besten Songs, den Pain Of Salvation bis jetzt veröffentlicht haben. Auch ‘She Likes To Hide’ ist ähnlich gestrickt. Blues, wimmernde Gitarre im Hintergrund, toller mehrstimmiger Gesang. Etwas ruhiger geht es dann mit ‘Sister’ weiter, einer schönen Ballade, die gegen Ende eine Hammer-Steigerung im Gesang hat und fast bombastisch wird. Dann wird ein bißchen im Pop-Sektor geklaut (wobei in ‘Of Dust’ aus ‘Don’t break my heart’ dann ‘Don’t break my bones’ wird), dann klingt’s fast ein bißchen nach ZZ Top (‘Tell Me You Don’t Know’), und bei ‘Sleeping Under The Sun’ werden wir sozusagen in den Zirkus versetzt. Dann folgt die zweite Hälfte der CD, die bezeichnenderweise auch mit ‘Side B’ angegeben ist. Und das ist dann auch der Bruch in der Scheibe. Plötzlich wird’s ‘alte’ Pain Of Salvatoin’, komisch, vertrackt, einfach außergewöhnlich. Denn ‘Darkness Of Mine’ hätte auch auf eine der Anfangs-CDs der Band gepasst. ‘Linoleum’ gab’s ja schon auf der gleichnamigen EP, die vor ein paar Monaten rausgekommen ist, auch ein typischer POS-Song. ‘Curiosity’ und ‘Where It Hurts’ könnten auch von ‘Be’ stammen. Der Bonus-Track ‘Road Salt’, nur Gesang und Keyboard geht unter die Haut und das abschließende ‘Innocence’ ist auch recht POS-lastig, wenn man das so sagen kann. Freunde der alten POS-Scheiben werden mit ‘Road Salt One’ wahrscheinlich zuerst nicht glücklich, aber nach mehrfachem Hören wird die Scheibe immer eingängiger und besser. Man sollte also schon Geduld haben und die CD nicht gleich in die Ecke werfen. Es lohnt sich.
Pain Of Salvation - Road Salt Two
Die Songs zu ‘Road Salt Two’ wurden, soweit ich weiß, gleichzeitig mit den Songs der Vorgänger-CD (logischerweise ‘Road Salt One’) geschrieben, so dass wir ja eigentlich ein Doppel-Album haben, das nur in einem gewissen Zeit-Abstand veröffentlicht wurde. Und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Part Two doch ziemlich ähnlich angelegt ist wie Part One. Und was ich über den ersten Teil geschrieben habe, könnt Ihr auf meiner Homepage natürlich nachlesen. Von Prog-Metal der früheren Alben ist nicht mehr viel zu hören, es ist eher Mainstream, 70er Jahre, ein bißchen Led Zeppelin usw und jetzt auch ein bißchen Southern Rock. Somit möchte ich über ‘Road Salt Two’ eigentlich gar nicht viele Worte verlieren. Lest Euch einfach die Kritik von Teil Eins durch, tauscht die Song-Namen aus und alles ist prima.
Pallas - Live Our Lives
Von der 1999er-Tour ('Beat The Drum') gibt es tatsächlich eine Live-Doppel-CD (wobei Doppel-CD eigentlich übertrieben ist, da auf der zweiten Scheibe nur noch etwas über 20 Minuten Musik ist). Im Handel ist das Teil leider schwer bis gar nicht erhältlich (nur über die Pallas-Homepage war das Teil zu erwerben). Gott sei Dank hat jetzt Herr Bäcker von Empire-Music die Scheibe auch im Programm (ich habe sie neulich auf einem Konzert, auf dem Herr Bäcker seinen CD-Stand hatte, für 18 Euro erworben). Im Gegensatz zum damaligen Konzert (ich war in Offenbach in der Hafenbahn), wo der Sound eine einzige Katastrophe war (z.B. war vom Gitarristen überhaupt nichts zu hören), ist dieser Live-Mitschnitt soundmäßig richtig gut. Und die Musik-Auswahl geht von uralt (z.B. 'Atlantis', 'Cut And Run') über ganz schön alt ('Rat Racing' oder 'The Executioner') bis natürlich neu (z.B. 'Beat The Drum', 'Blood And Roses', 'Fragments Of The Sun') und ist somit ein hervorragender Querschnitt aus 23 Jahre Pallas. Die CD sollte sich eigentlich jeder Prog-Fan gönnen, der bis jetzt von Pallas noch nichts gehört hat. Pallas-Fans haben das Teil bestimmt schon in England bestellt oder rennen jetzt Herrn Bäcker die Bude ein.
Pallas - The Cross & The Crucible
In 22 Jahren Band-Geschichte gerade mal 4 Studio-CDs zu veröffentlichen ist ja nicht viel. Und nachdem uns die schottischen Proggies bis zur vorletzten Veröffentlichung (Beat the Drum) immerhin 13 Jahre warten ließen, hat es jetzt nur pfeilschnelle 2 Jahre gedauert, um das nächste Werk abzuliefern. Pallas, wahrscheinlich nur den absoluten Prog-Insidern bekannt, hatten mich mit 'Beat the Drum' ja schon etwas enttäuscht, weil die Scheibe für Pallas-Verhältnisse ziemlich 'einfach' war (obwohl so grandiose Songs wie 'Blood & Roses' oder 'Fragments of the Sun' vertreten waren). Aber wem es genauso wie mir ging, wird mit 'The Cross & The Crucible' wieder hochzufrieden sein. Eindeutig wieder ein Schritt in die Richtung 'Knightmoves to Wedge', also zu den etwas komplizierteren Prog-Songs im Stile von 'Sanctuary' oder 'Ratracing'. Insgesamt eine klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger und dem Prog-Freund nur zu empfehlen. Wer Pallas noch nicht kennt, sollte allerdings erst mal antesten, da vor allem der Gesang von Alan Reed nicht jedermann liegen dürfte. Und hoffen wir mal, daß Pallas sich jetzt auf den 2-Jahres-Rhythmus für eine Veröffentlichung verständigt hat.
Pallas - The Blinding Darkness (als Doppel-Live-CD)
Ja welch Überraschung. Zuerst braucht Pallas ewig, um ne CD zu veröffentlichen und jetzt gibt es nach nur einer weiteren Studio-CD schon wieder einen Live-Output in Form einer Doppel-CD, einer Doppel-DVD und auch als Package mit allem und Ei. Aus haushaltspolitischen Gründen habe ich mir nur die Live-Doppel-CD gegönnt (irgendwann wird's ja echt zuviel mit den ganzen Veröffentlichungen in der letzten und auch der nächsten Zeit ... offensichtlich ist es gerade hip, Live-CDs mit passender DVD zu veröffentlichen, solange es noch technisch etwas kompliziert ist, den reinen Sound-Teil von einer DVD zu separieren und dafür so richtig Geld zu verlangen). Nicht verwunderlich ist dann natürlich, dass sich die Songauswahl im Vergleich zur letzten Live-CD 'Live Our Lives' schon ganz schön ähnelt. So die Hälfte ist einfach doppelt und der Rest ist dann fast ausschließlich von der letzten Studio-CD 'The Cross And The Crucible'. So weit so gut. Das wäre jetzt ja alles nicht so spektakulär. Aber falls jemand (noch) die erste Pallas-CD 'The Sentinel' (von 1984) kennen sollte, wird vielleicht auch noch wissen, dass damals ein gewisser Euan Lowson gesungen hat und da auch schon mal als blutbeschmierter 'Ripper' aufgetreten ist. Und ... The Ripper Is Back !!! Aus mir völlig unbekannten Gründen tritt Euan Lowson bei diesem Konzert jetzt (übrigens aufgenommen im September 2002 in Zoetetmeer) bei 2 Titeln (dem Uralt-Heuler 'Cut and Run' sowie dem schon genannten 12-minütigen 'Ripper') auf. Und das möchte ich jetzt dann mal als eine kleine Sensation bezeichnen. Aber ob sich deswegen der Kauf dieser CD lohnt ?? Hmm ... Pallas-Fans werden mit der Zunge schnalzen und sich doch (auch) die DVD besorgen (um den Ripper im Bild zu sehen). Allen anderen sei gesagt, dass man nicht alles haben muss, was veröffentlicht wird. Ich denke, eine der letzten zwei Live-Doppel-CDs genügt eigentlich (wobei ich dann eher zur 'The Blinding Darkness' tendieren würde).
Pallas - The Dreams Of Men
Wenn eine Band einen hohen Wiedererkennungswert hat, dann auf jeden Fall 'Pallas'. Fünf Töne der neuen CD 'The Dreams Of Men' haben mir zumindest gereicht, um die Band zu erraten. Und wenn dann auch noch Alan Reed anfängt zu singen, ist eh alles klar. 73 Minuten Prog-Rock vom Feinsten (Bombast, Gefühl, Breaks, Pathos) und ein wunderschönes Booklet dazu. Prog-Herz, was willst Du mehr. 'The Dreams Of Men' ist sicher neben den Frühwerken und 'The Cross And The Crucible' die bis jetzt beste aber vielleicht auch 'härteste' Studio-Veröffentlichung und sollte in keinem Prog-Haushalt fehlen. Ob man allerdings die 'Special Edition' mit einer Bonus-CD und Bergen von Outtakes, Remixen und Jam-Sessions braucht, ist fraglich. Aber für solche Dinge waren Pallas ja schon immer bekannt.
Pallas - XXV
Pallas kann man ohne Zweifel zu den Begründern des Neo-Prog zählen. Ich habe sie Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal live gesehen (irgendwo in Holland und als SI-Music noch ein geniales Prog-Label war) und seit dem war ich eigentlich die ganze Zeit durch Fan der Band, auch wenn sie zwischendurch auch mal einen kleinen Durchhänger hatten. Nun ist leider der charismatische Sänger Alan Reed gegangen - das ist Ähnlich wie der Weggang von Fish bei Marillion - und ich habe mich natürlich schon gefragt, ob die Band mit einem neuen Sänger weitermachen kann oder ob man sich nicht lieber auflöst und unter einem anderen Namen einen Neubeginn startet. Nun haben jetzt aber (im Gegensatz zu Marillion) einen adäquaten Ersatz für Alan Reed gefunden, der zumindest ähnlich klingt. Und Paul Mackie (so heißt der Knabe) macht seine Sache richtig gut. Er kann zwar die (ganz) hohen Töne nicht wirklich gut (da hatte ja Alan Reed seine Stärken), aber die Songs der neuen CD ‘XXV’ wurden auf den ‘neuen’ Stimmumfang des Sängers angepasst, so dass Paul Mackie wirklich nie unangenehm auffällt (und das heißt bei Prog-Bands ja schon einiges). Musikalisch bewegen sich Pallas auf sicheren Pfaden, das heißt Pallas-Fans werden nicht enttäuscht und der Wiedererkennungs-Faktor ist auch trotz neuem Sänger relativ hoch. Der übliche Bombast, nicht gerade leichte Kost und reihenweise Songs die erst nach mehrfachem Hören so langsam ins Ohr gehen. Neo-Proggies werden mal wieder ihre helle Freude haben. ‘XXV’ gibt es auch als limitierte Version mit einer Bonus-DVD. Dort ist dann ein Teil des Auftritts 2010 auf der Loreley im Rahmen des Night Of The Prog - Festivals verewigt.
Parallel Mind - Colossus ADEA
Mit der amerikanischen Instrumental-Prog-Band 'Parallel Mind' hat sich das kanadische Platten-Label Unicorn Digital sicher einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Bestehend aus Wiliam Kopecky (Bass), Nibandh Nadkarni (Keyboards) und Joe Babiak (Drums, Trumpet, Flügelhorn) und unterstützt von einigen Gast-Musikern (z.B. dem genialen Saar Schnitman, der in dem Opener 'Chromanic' ein sensationelles Gitarrensolo zelebriert sowie ein paar anderen Musikern, die dann die Musik von Parallel Mind mit Cello, Mandoline oder auch Violine bereichern) erkennt man ziemlich schnell, dass die Musiker von Bands wie Yes, Rush oder auch die chaotischeren Planet X inspiriert wurden. Schon der Opener 'Chromanic' ist ein über 14-minütiges Feuerwerk aus Ideen und Stilrichtungen von Jazz bis fast Santana. Grosses Kino ist das, wenn man auf Gesang verzichten kann. Es gibt aber auch ruhigere Momente, die dann in Richtung Emerson Lake und Palmer gehen (z.B. das nächste Stück 'Opposite Of Know'). Herzstück der CD ist das 4-teilige und insgesamt über 18 Minuten lange Titel-Stück 'Colossus ADEA', bei dem, ziemlich keyboard-lastig, auch wieder alle möglichen Stil-Richtungen des Prog von melodisch bis leicht chaotisch angeschnitten werden, bis der Song dann zu einem sphärischen Ende kommt. Beim folgenden 'Casa De Jig' sind dann sogar schottische Folk-Einflüsse hörbar (wo immer die hergekommen sind). Die CD endet dann mit dem fast 13-minütigen 'Beginning's End', bei dem dann die Band nochmal das ganze Repertoir zeigen darf, das sie drauf hat. Auffällig hier finde ich dann vor allem die treibende Rhythmus-Arbeit. Also wer auf instrumentalen und klassischen Prog steht, sollte sich 'Colossus ADEA' von 'Parallel Mind' auf jeden Fall zulegen, denn neben der brillianten Produktion (die bei Unicorn Records ja schon mehr als üblich ist) gibt es auf fast 62 Minuten Song- und Soundideen im Überfluss. Klasse.
Pariah Beat - Babylon Is Fallen
Neulich habe ich schon mal eine CD von Billy Sharff (No Return From Snockville) rezensiert und war ziemlich begeistert davon. Nun gibt es eine EP der Band 'Pariah Beat', in der genannter Billy Sharff Fiddle, Gitarre und Keyboards spielt und natürlich auch noch singt. Musikalisch wandern Pariah Beat ein bißchen auf anderen Pfaden und anstatt Blues und ruhigem Folk gibt es knackigen englischen Folk-Rock, der ein bißchen an ... entschuldigung ... Sauflieder erinnert. Und das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint, denn da bleibt kein Fuß still und auch kein Auge trocken. Sowas macht nur Laune und Freude. Wirklich schade, dass auf der EP nur 5 Songs drauf sind und die Scheibe nach gut 16 Minuten schon wieder vorbei ist. Davon könnte ich viel mehr haben. Freunde des englischen Folk-Rocks sollten unbedingt mal die Pariah Beat - Seite auf My Space besuchen oder ein Video bei Youtube (z.B. das Titelstück 'Babylon Is Fallen') anschauen und ihr wisst was ich meine. Macht nur Spaß das Teil.
Pariah Beat - Pariah Beat Radio
Von der letzten Pariah Beat - CD 'Babylon Is Fallen' war ich ja ziemlich begeistert, auch wenn's nix mit Prog zu tun hatte. Das war eher Folk-Rock, der an englische Sauflieder erinnert hat. Schlicht aber einfach fröhlich und gut. Und jetzt gibt es mit 'Pariah Beat Radio' einen weiteren Output der Band und nicht nur eine sehr kurze EP wie 'Babylon Is Fallen' sondern eine komplette CD mit einer Spielzeit von schlappen 62 Minuten. Und auch mit 'Pariah Beat Radio' haben die Jungs wieder voll ins Schwarze getroffen. Die Scheibe ist voll von fröhlicher Folk-Musik mit den typischen Instrumenten Banjo, Waschbrett, schräges Piano usw. Das ist 'dreckige Party-Musik'. Rauh, ursprünglich und zu keiner Sekunde langweilig. Da bleibt kein Auge trocken und auch kein Bein still. Da muss man einfach mitwippen. Abseits des Prog sicher eine tolle Alterntive, um sich eine gute Stunde prächtig zu unterhalten. Mit 'Pariah Beat Radio' hat die Band aus Vermont einen folkigen Volltreffer gelandet. Ich möchte auch ausdrücklich auf die neue Band-Homepage verweisen, auf der ein paar Stücke der neuen CD angehört werden können. Natürlich kann dort auch die CD bestellt werden. Unbedingt antesten!!
Parry, Ian - Consortium Project
Ian Parry, seineszeichens Sänger von Elegy, versucht sich hier auf Solo-Pfaden, unterstützt von Musikern wie Patrick Rondat und Arjen Lucassen. Insgesamt ganz schön heavy und ehrlich gesagt, gefällt mir Herr Parry bei Elegy bedeutend besser. Aber die Scheibe ist vor allem bei ungeliebten Arbeiten im Haushalt (z.B. Bügeln) ausgezeichnet geeignet. Nichts, was man unbedingt haben muss.
Parry Ian (Consortium Project II) - Continuum In Extremis
Hatte Ian Parry, seineszeichens genialer Sänger der holländisch-englischen Band Elegy, auf seinem ersten Solo-Werk unter dem Namen 'Consortium Project' noch einige Musiker-Größen eingekauft, probiert er es dieses Mal mit weniger bekannten Leuten (wie z.B. Thom Youngblood von Kamelot , Günter Werno von Vanden Plas und seinen Elegy-Kumpels Patrick Rondat und Dirk Bruinenberg). Herausgekommen ist ein astreines Hard Rock - Album der feinsten Sorte ohne jeden Durchhänger, das jedem härteren Musik-Fan ans Herz gelegt werden kann. Ähnlichkeiten mit Elegy (vor allem mit dem Forbidden Fruit - Album) sind bestimmt rein zufällig aber nicht zu verbergen. Und da mir dieses Elegy-Album sehr gefallen hat, gibts für Consortium Project II von mir eine Kaufempfehlung.
Parry, Ian (Consortium Project III) - Terra Incognita
Elegy-Sänger Ian Parry hat mal wieder eine Menge von mehr oder weniger bekannten Musikern (wie z.B. Stephan Lill, Sascha Paeth,Jan Bijlsma oder Casey Grillo um nur ein paar zu nennen) eingeladen, um einen würdigen Nachfolger des Consortium Projects II einzuspielen. Und es sind mal wieder ein paar ganz fette Metal-Songs in brillianter Sound-Qualität herausgekommen. Wer den Vorgänger mochte, kommt auch um 'Terra Incognita' nicht herum. Teilweise ist die CD etwas melodischer (bis ruhiger) geworden ohne jedoch auch nur einen Moment langweilig zu werden. Die Scheibe gibt es unter anderem bei AOR-Heaven.
Parzivals Eye - Fragments
Nachdem Kalle Wallner mit seinen (bis jetzt ) zwei Blind Ego - CDs den Anfang gemacht hat, gibt es nun einen weiteren Output eines RPWL-Musikers, denn hinter 'Parzivals Eye' steckt Chris Postl, der bei der Münchner Band den Bass bedient. Ohne mich vorher über die CD informiert zu haben, hat sie den Weg in meinen CD-Player gefunden und der Anfang des Openers 'Longings End', mit über 13 Minuten auch gleich der längste Song auf der CD erinnert total an Pink Floyd der 'Neuzeit' (haha). Dann folgt eine ziemlich geniale Akustik-Gitarren, die mich, neben dem mehrstimmigen Gesang und die Melodie als solches tierisch an Alan Parsons Project erinnert. Sollten jetzt die RPWL-Musiker, nachdem sie ja als Pink Floyd-Coverband gestartet sind, jetzt die nächsten Szene-Größen der 70er und 80er kopieren? Weit gefehlt ... denn nach Durchsicht der Musiker-Liste habe ich Ian Bairnson entdeckt ... und der war ja damals für den typischen Gitarren-Sound von Alan Parsons Project verantwortlich. Ganz toll das Chris Postl diesen genialen Mann wieder 'ausgegraben' hat (von dem ich seit Jahren nichts mehr gehört habe). Ich habe jetzt zwar erst die ersten sechs Minuten des Songs gehört aber ich würde einfach mal behaupten, dass alleine die paar Minuten mit das Beste ist, was ich in letzter Zeit auf die Ohren bekommen habe. RPWL finde ich ja schon richtig toll (auch weil sie Musik in der Nähe von Pink Floyd machen), aber diese Mischung aus zwei richtig genialen Bands ist einfach sensationell. Eigentlich könnte man die CD jetzt ausmachen und einen absoluten Kauftipp abgeben, egal was jetzt noch folgen wird. Aber so bin ich ja nicht ... denn ich habe die Musiker-Liste natürlich zu Ende gelesen und finde darauf noch so klangvolle Namen wie Alan Reed (Sänger von Pallas) und Christina Booth (Sängerin von Magenta), und das sind ja beides Bands, die zu meinen Lieblingen gehören. Deswegen den nächsten drei Songs 'Signs', 'Fragments' und 'Face My Fear', auf denen Alan Reed zeigen kann, dass er einfach eine tolle und unverwechselbare Stimme hat. Ob jetzt Chris Postl die Songs extra für ihn geschrieben hat weiß ich nicht, aber der Gesang passt einfach prima zur Musik, erinnert natürlich an Pallas, sie sind (und da vor allem das Titel-Stück 'Fragments') ziemlich neo-progressiv und teilweise ganz schön fett gitarrig und für mich weitere Highlights der CD (was natürlich auch daran liegt, dass ich absoluter Fan von Alan Reed bin). So kann's weitergehen. Dann folgt der erste Auftritt von Christina Booth bei 'Meanings' (ganz typisch und wundervoll gesungen am Schluss). Bei 'Skylights' dürfte dann wieder Ian Bairnson seine Finger im Spiel bzw. an der Gitarre gehabt haben. Ein typischer Parsons-Song. 'Disguise' tanzt dann ein bißchen aus der Reihe, weil's dann doch ein bißchen arg 'melodisch' (ich will ja nicht sagen poppig) ist. Aber nicht schlecht gemacht ... vor allem die Gitarre im Mittelteil, die an Mark Kelly erinnernden Keyboards sowie ein paar von Genesis abgekupferte 'Abacab'-Teile. Ein ganz besonderer Song (für mich) ist 'Chicago', eine Cover-Version von Crosby, Stills, Nash & Young. Nicht nur dass dieser Song viele gute Erinnerungen in mir weckt (jaja ... da war ich auch jung, nämlich genau 9 Jahre alt ... aber die guten Erinnerungen sind von ein bißchen später :-)) sondern weil Christina Booth selten so dermaßen gut gesungen hat. Zuerst nur vom Piano begleitet und ab der zweiten Strophe dann auch mit Gitarre (sehr geil eingesetzt) und Schlagzeug. Und dann noch das floydige Gitarren-Solo am Schluss. Das gibt Gänsehaut pur! Auf dem nächsten Stück 'Where Have Your Flowers Gone' ist dann unverwechselbar zu erkennen, woher Chris Postl stammt ... das klingt von allen Songs noch am nächsten nach den neueren RPWL. 'Through Your Mind' ist mir persönlich dann ein bißchen zu cheesy, wobei auch da Christina Booth wirklich schön singt. Auch 'Wide World' ist mir insgesamt ein bißchen zu 'süß' aber nicht schlecht gemacht. Die CD endet dann mit einem 'Bonus Track' namens 'Another Day'. Und da werden jetzt die wahren RPWL-Fans gleich wieder hellhörig, denn der Song war schon auf der CD '9' (einer limitierten CD mit ein paar Live-Tracks sowie Solo-Sachen der einzelnen Musiker) vertreten und ist, auch wegen der Nähe zu seiner Stammband, ein wundervoller Abschluss einer wirklich begeisternden CD. Diese Scheibe MUSS man unbedingt haben. Näheres gibt es unter www.parzivals-eye.com sowie bei MySpace.
Past M.D. - Part Time Rebellion
Vielleicht kann sich noch jemand an die Oberhausener Metal-Band 'Midnight Darkness' aus den 80ern erinnern, die mit 'Holding The Night' auch eine CD veröffentlicht hatten. Mitglieder dieser Band waren unter anderem Gitarrist Detlef Poschmann und Sänger Jorg Reuter. Die Band löste sich kurz danach auf und die Nachfolger 'Born Child' waren unter anderem auch schon mit Magnum auf Tour. Und der heutige Band-Name 'Past M.D.' ist natürlich ein kleiner Hinweis auf 'Midnight Darkness', denn 15 Jahre später im Jahr 2004 trafen sich Detlef Poschmann und Jorg Reuter wieder um eine neue Band zu gründen. Und zusammen mit Andre Zimmermann (Drums), Frank Schneiders (Bass) und Marcel Planz (Gitarre) gibt es jetzt den ersten Output der Band, der zuerst (Februar 2008) in Eigenregie vertrieben wurde und jetzt (seit 07.11.2008) über Bellaphon vertickert wird. Zuerst muss man mal sagen, dass die Jungs nichts aber auch gar nichts verlernt haben. Schon der Opener 'Fine' ist ein typischer Hard Rock - Kracher im Stil der 80er Jahre. Fette Gitarre, tolle Rhythmus-Truppe, richtig guter Gesang. Klasse. Und es geht grad so weiter. 'No Time For A Heartbreak' haut in die gleiche Kerbe. Etwas ruhiger wird es dann mit 'Waste Of Time' (könnte ein Live-Knaller werden), 'A Kiss From The Frontline' haut wieder voll auf die Zwölf, dann folgt ein Rock 'n' Roller mit 'So Happy (Without News)' (richtig gut). Danach gibt es was zum mitgröhlen ('Scared Of Dreams' ... toller Refrain), 'Escape From Poverty' ist dann wieder etwas härter (geile Gitarren-Riffs), und 'Silicone' ist auch wieder ein typischer 80er-Metal-Hammer. Dann wird's ein bißchen ruhiger bei 'Closer To You' (aber nicht lange, der Song steigert sich klasse) und wird gefolgt von der Hammer-Ballade 'Sail On' (die auch als Download-Single veröffentlicht wird oder wurde), die auch von Gotthard sein könnte. Richtig geniales Stück. Und zum Abschluss kommt dann noch 'L.A. Prisoner', einem wiederaufgenommenem Song aus der Midnight Darkness-Zeit (da kann man nochmal kräftig den Kopf schütteln). Wer auf 80er-Jahre Hard Rock oder Melodic Metal steht, sollte Past M.D. unbedingt antesten. Hier wird man dann sicher nicht enttäuscht. Schön, dass es (noch) solche Bands aus deutschen Landen gibt. Die Band-Homepage findet man unter www.pastmd.com.
Pastor Brad - Christmas Shred
Wow ... was für ein fettes Gitarrenspiel von 'Pastor Brad' aus Pennsylvania, USA, der sich dem christlichen Rock verschrieben hat (was irgendwie etwas schwierig ist, bei rein instrumentaler Musik ... aber 2010 kommt ein neues Album mit Vocals raus). Alle Hobby-Gitarristen (so wie ich) werden staunen, was der Junge so alles drauf hat. 80er- Old School - Heavy Rock vom Feinsten kann ich da nur sagen. Pastor Brad hat schon diverse CDs veröffentlicht, die teilweise zumindest bei Amazon gelistet aber leider alle nicht vorrätig sind und bestellt werden können (für einen ziemlich heftigen Preis ... wenn man nicht den MP3-Download vorzieht). Aber es geht auch billiger. Geht einfach auf die Homepage von Pastor Brad unter http://www.guitarjams.net/ und stöbert ein bißchen rum. Denn dort gibt es nicht nur diverse Soundfiles wie das hammergeile ''Little Town Of Bethlehem', sondern auch Bestellmöglichkeiten zu kleinem Preis. Außerdem gibt es diverse 'Guitar Lessons', die Euer Gitarrenspiel auf jeden Fall verbessern werden. 'Christmas Shred' ist eine Ansammlung von einfach geil gespielten Weihnachtssongs, die wohl zumeist eher in Amerika bekannt sind ... aber das obligatorische 'Silent Night' darf natürlich auch nicht fehlen, und das klingt so als hätte es Joe Satriani nicht besser spielen können. Da gibt es nur eins ... vor Weihnachten noch die CD bestellen und guten Freunden und Gitarristen unter den Weihnachtsbaum legen ... sie werden begeistert sein.
Pastor Brad - Break Out
Wie versprochen hat Pastor Brad, der geniale amerikanische Gitarrist, der sich der christlichen Musik verschrieben hat, ein Album mit Gesang veroffentlicht (die letzte Scheibe ... siehe meine Review ... war ja noch rein instrumental). Und siehe da, seine Musik funktioniert auch mit Vocals. Und seine Botschaften kommen so natürlich auch viel besser an. Der Opener (und gleichzeitig das Titelstück) ist nur genial. Weiblicher Gesang, fette, heavy Gitarre, tolle Rhythmus-Arbeit. ‘In Your Lovin’ Arms’ fängt auch gleich mal mit nem fetten Gitarren-Riff an, dieses Mal dann männliche Stimme, toller Metal-Kracher. ‘Turn Up The Light’, ‘Cold Blooded Killer’ (sehr geil, könnte auch von Iron Maiden sein), ‘We Win’ (etwas getragener ... und Brad kann auch Ritchie Blackmore :-)), ‘I Live’, ‘He Loves Me’ (hat einen leichten Black Sabbath- Touch), ‘Gethsemene’, ‘Edge Of Midnight’ (das erinnert mich stark an Savatage), ‘Beating The Flesh’ (Brad kann Gitarre auch ganz schön schnell), ‘Treasure Life’, ‘Choose To Love’, ‘Tentacles Of Love’ und das abschließende ‘I Wanna Be, alles geniale Heavy-Metal-Songs, bei denen natürlich vor allem die grandiose Gitarrenarbeit von Pastor Brad im Vordergrund steht und Fans von Maiden bis Helloween begeistern könnten. Wer eine außergewöhnlich gute Heavy-Scheibe von einem glaube ich außergewöhnlichen Menschen besitzen will, sollte ‘Break Out’ auf jeden Fall mal antesten. Mehr Infos gibt es auf der Homepage von Pastor Brad.
Pendragon - Not of this World
Geschlagene fünf Jahre mußte die Prog-Gemeinde ohne eine Veröffentlichung von Pendragon aushalten. Ich dachte ja schon, Nick Barrett (Sänger und Gitarrist) hätte die Zeit genutzt, endlich mal eine Gesangsschule zu besuchen. Aber weit gefehlt. Er meint immer noch er kann's (und kann's halt nicht). Aber genug der Lästerei. Begonnen hat meine 'Pendragon-Karriere' mit der CD 'The World', die ich obergenial fand. Meine Lieblings-Pendragon ist ohne Zweifel die danach folgende 'The Window of Life', die ich bedenkenlos unter die Top 20 meiner CD-Sammlung wählen würde. Und mit deren Nachfolger 'The Masquerade Overture' kann ich bis heute nicht ganz so viel anfangen. Die ist mir einfach zu langweilig. Und die neue Veröffentlichung 'Not of this World' ist musikalisch eine Mischung aus 'The World' und 'The Masquerade Overture', was wiederum eine grandiose CD gibt (weil nicht so langweilig wie 'The Masquerade Overture' alleine). Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. 'Not of this World' ist eine 100%-ige Pendragon-CD mit höchstem Erkennungswert. Immer noch eine der besten Prog-Bands zur Zeit und ich möchte deshalb eine Kaufempfehlung aussprechen. Auf der Erstauflage der CD sind außerdem noch 2 Bonus-Stücke vertreten (Akustische Versionen von 'Paintbox' und 'King of the Castle', beide Songs von der 'Masquerade Overture).
Pendragon - Acoustically Challenged
Ein Lotto-Gewinn wäre mir zwar lieber gewesen, aber auch kleine Gewinne nimmt man ja mit. So gab es auf der holländischen Prog-Page für registrierte Besucher eine Pendragon-Competition, bei der ich den Hauptpreis, eine CD sowie eine DVD gewonnen habe. Die CD beinhaltet ein Unplugged-Konzert von 'Polskie Radio 3' (aus dem Jahr 2001) und ausser Drummer Fudge Smith sind alle 'Pendragoner' anwesend, wobei Bassist Peter Gee (neben Nick Barrett) ebenfalls (akustische) Gitarre spielt. Die Songauswahl ist interessant, weil auch ein paar uralte Sachen (weil wahrscheinlich unplugged-geeignet) wie z.B. 'Alaska', '2 AM' oder 'The Voyager' gespielt werden. Pendragon unplugged konnte ich mir bis dato ja eigentlich nicht vorstellen, weil die Musik zu sehr von Barretts Gitarrensoli und dem Keyboard-Teppich von Clive Nolan lebt. Aber ich muss zugeben, dass auch die akustischen Sachen so ihren Reiz haben und zu keinem Zeitpunkt langweilig werden.
Pendragon - Believe
Da wartet man geschlagene 4 Jahre auf einen neuen Studio-Output der Ober-Proggies um Nick Barrett und Clive Nolan und dann bekommt man eigentlich 50 Minuten ziemliche Enttäuschung geboten. Instrumentales Intro, viel Midtempo-Songs, manchmal richtig gut jammernde Gitarre, fetter Keyboard-Teppich, grausamer Gesang. Leider alles schon mal dagewesen. Mich haut das nicht vom Hocker und hoffe nur, dass, auch wenn es jetzt bis zur nächste CD vielleicht 6 Jahre braucht, die Kreativität von 'The World' oder 'The Window Of Life' (beide CDs sind absolut zeitlos und noch immer wärmstens zu empfehlen) zurückkehrt. Eigentlich ganz schön schade. Mehr fällt mir zu 'Believe' nicht ein.
Pendragon - Concerto Maximo
Es hat sich wohl inzwischen rumgesprochen, dass vor allem in Polen die Prog-Szene ziemlich groß und immer noch am wachsen ist. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die polnische Plattenfirma 'Metal Mind Productions' in erschreckender Häufigkeit Live-Produktionen von genialen Prog-Bands herausbringt, die natürlich auch in Polen aufgenommen wurden. Umso mehr ärgert sich dann natürlich der deutsche Fan, dass unser Nachbarland so gut bedient wird und wir bei Prog-Konzerten der bekannten Bands meistens leer ausgehen, wenn wir nicht gerade in Aschaffenburg oder Reichenbach wohnen. Denn viel mehr Konzerte gibt es ja nicht mehr auf deutschem Boden, wenn sich unsere Prog-Größen endlich mal wieder die Ehre geben auf Tour zu gehen. Auf jeden Fall kann ich mich schon langsam nicht mehr erinnern, wann Bands wie Pendragon, Arena, IQ, Riverside und wie sie alle heißen in der Gegend um Stuttgart aufgetreten sind. Umso mehr freut es einen dann natürlich, dass es wenigstens von den richtig gut besuchten Konzerten in Polen irgendwann Aufnahmen in Form von CD und/oder DVD gibt. Und so ist auch 'Concerto Maximo' von Pendragon eine Aufnahme aus Katowice (oder wie wir Deutschen sagen Kattowitz) vom 13. Oktober 2008. Neben der genialen Songauswahl (es wurden neben vielen alten Heulern auch ein paar neue Songs von der damals noch nicht veröffentlichten CD 'Pure' gespielt) fällt vor allem der neue Schlagzeuger Scott Higham auf, der auch den alten und ganz alten Songs einen fast eigenen Stempel aufdrückt und den Liedern durchweg mehr Power spendiert. Den gleichen Effekt habe ich übrigens neulich beim Night Of The Prog - Festival auf der Loreley auch positiv feststellen können (wo Pendragon übrigens ihren für mich bis jetzt besten Gig überhaupt abgeliefert haben ... und ich habe Pendragon schon öfter gesehen). Hört Euch nur mal 'Breaking The Spell' an, wie Scott Higham nach 4 Minuten nach vorne treibt ... einfach nur gut, und von den neuen Songs von 'Pure' ganz zu schweigen. Da haben Pendragon einen richtig guten Einkauf getätigt. Über das gefühlvolle Gitarrenspiel von Nick Barrett brauche ich ja nicht mehr viel zu schreiben, aber auch er liefert auf diesem Konzert eine weltklasse Leistung ab. Clive Nolan bleibt mit seinen Keyboardteppichen ein bißchen im Hintergrund (der war früher auf Konzerten etwas präsenter) und Bassist Peter Gee zeigt mal wieder, dass er einer der Besten im Genre ist. Concerto Maximo ist auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen, auch wenn man schon die diversen anderen Live-Outputs von Pendragon hat. Denn sowohl soundmäßig als auch von der Songauswahl steckt diese Doppel-CD alle Vorgänger in den Schatten. 'Concerto Maximo' gibt es auch noch als DVD sowie als Package mit DVD/CDs. Über die DVD kann ich leider nichts sagen, weil ich sie nicht habe. Aber wenn ich mir die CDs noch zwei drei mal angehört habe, werde ich sie wahrscheinlich doch noch kaufen.
Pendragon - Pure
Pendragon ... viele Jahre einer meiner absoluten Lieblings-Bands im Neo-Prog-Sektor. Vor allem die absoluten Hammer-CDs 'The World' (von 1991) und noch mehr 'The Window Of Life' (von 1993) kann ich jedem nur halbwegs interessierten Musik-Liebhaber ans Herz legen. Danach gab's mit 'The Masquerade Overture', 'Not Of This World' und 'Believe' noch drei weitere Studio-Outputs, die mir teilweise richtig gut bis eher durchwachsen gefallen haben. Besonders 'Believe' war nicht so ganz auf meiner Wellenlänge (auch wenn meine Kritik doch etwas zu hart ausgefallen ist). Umso gespannter war ich jetzt auf den neuen Output 'Pure', den es im Moment nur auf der Band-Homepage zu bestellen gibt und bei Just For Kicks erhältlich ist und beide Male auch nur als limitierte Book-Edition mit Bonus-DVD. Offiziell erscheint die CD wohl dann im Januar 2009 wenn ich mich noch recht erinnere. Und falls Ihr so lange warten wollt ... Euch entgeht schon was. Kein Vergleich zu 'Believe', denn Pendragon sind etwas härter geworden (schon der Opener 'Indigo' haut ganz schön rein und ist ziemlich gitarrenlastig) und auch der Gesang von Nick Barrett klingt viel angenehmer als auf den letzten Outputs. Keyboarder Clive Nolan darf auch wieder seine Klangteppiche ausbreiten, Peter Gee ist wie immer sehr souverän am Bass und auch Neu-Schlagzeuger Scott Higham macht seine Sache ausgesprochen gut. Absolut dominant (und wie immer wunderschön) sind aber die gefühlvollen Gitarren-Parts von Nick Barrett, der mal wieder zeigt, wer zu den Top Five -Gitarristen des Prog-Genres gehört. Nichts verlernt der Mann ... und das ist auch gut so. Die ersten knapp 14 Minuten sind also einfach nur genial und man schwebt einfach dahin. 'Eraserhead' ist dann ein typisches Pendragon-Stück der 'Neuzeit', aber von der besseren Sorte. Also nochmal 9 Minuten klasse Musik. Dann folgt der Dreiteiler 'Comatose' (fast 18 Minuten), der wie zu alten World-Zeiten beginnt, dann ziemlich heavy wird (ein ganz neues Gesicht von Pendragon), zwischendurch ein bißchen nach Radiohead klingt (ziemlich elektronisches Gezwirbel zum Teil) und in typischer Pendragon-Manier endet (also mit nem affengeilen und minutenlangen Gitarrensolo). Insgesamt ein Hammer-Song. 'The Freak Show' ist dann etwas schräg (aber das sagt ja der Name eigentlich schon) am Anfang, mutiert dann aber am Ende wieder zu nem richtigen Pendragon-Song (auch richtig gut). Und mit 'It's Only Me' endet die CD mit einer Hammer-Ballade fast im Stil von 'Am I Really Losing You'. Wunderschönes Keyboard, toller Gesang und 3-minütiges Gitarren-Solo (!!) am Schluss. Grandioses Ende einer wirklich wunderbaren CD, die in keinem Prog-CD-Regal fehlen darf. Pendragon haben mich mal wieder total überzeugt und ich kann hier nur einen uneingeschränkten Kauftipp abgeben. Muss man haben. Über die Bonus-DVD kann ich leider nichts sagen, weil ich noch keine Zeit hatte, mir das Teil anzuschauen.
Pendragon - Passion
Ich hoffe mal, Nick Barrett hat mir mittlerweile meine sehr schlechte Kritik zu ‘Believe’ verziehen. War ich doch schon beim Nachfolger ‘Pure’ mehr als gnädig mit meinen Worten. War aber auch eine richtig geniale Scheibe, die sowohl an die ‘alten Zeiten’ erinnerte, aber auch eine etwas andere und neue Seite von ‘Pendragon’ gezeigt hat, waren doch Teile der Scheibe schon ganz schön heavy. Um so gespannter war ich jetzt, wie denn der neueste Output ‘Passion’ (übrigens auch wieder mit einer Bonus-DVD erhältlich) ausfallen würde. Und ich bin ziemlich überrascht, denn Pendragon haben sich fast neu erfunden. Im Vergleich zu ‘Pure’ wurde noch eine Schippe Neues draufgepackt, ohne aber auf die bekannten und beliebten Trademarks der Band (also geile Gitarrensoli von Nick Barrett und üppige und schwülstige Keyboard-Teppiche von Clive Nolan wie z.B. beim 11 1/2 - minüter ‘Empathy’) zu verzichten. So wird mal die Stimme elektronisch verzerrt (‘Passion’), mal wird gejodelt (ganz am Schluss des grandiosen und 13 Minuten langen ‘This Green And Pleasant Land’), es gibt Harfen (am Anfang von ‘It’s Just A Matter Of Not Getting Caught’). Eingefleischte Pendragon-Fans werden mit ‘Passion’ bestimmt am Anfang ihre Schwierigkeiten haben. Aber mehrere Durchläufe später wird man erkennen, dass die CD ein wahres Meisterwerk ist. Ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs auch nach so langer Zeit noch so so was fähig sind. Muss man unbedingt haben! Auch die Bonus-DVD mit einer Dokumentation über die Entstehung der Scheibe ist richtig interessant, gibt doch Nick Barrett hier einige Einblicke über seine Ideensammlung und Umsetzung im Studio.
Persona Non Grata - Shade In The Light
Prog-Metal aus Griechenland? Endlich mal wieder was Neues auf meiner Homepage. Denn 'Persona Non Grata' kommen eben da her und machen Prog-Metal vom Feinsten. Gegründet wurde die Band von John Ioannidis (Keyboards) und Chris Gatsos (Gitarre), die auch alle Songs komponiert haben. Und nachdem dann der (wirklich gute und ein bißchen nach Russel Allen klingende) Bill Axiotis gefunden wurde, gab's die Aufnahmen für 'Shade In The Light'. Zwischenzeitlich sind die zwei Studiomusiker Akis Gavalas (Drums) und Chris Vogiatzis (Bass) feste Mitglieder der Band und ich hoffe, dass die Jungs in Prog-Metal-Kreisen bald bekannter werden. Musikalisch gehen sie so in Richtung Fates Warning gemischt mit Symphony X, also teilweise getragener aber fetter Prog-Metal, der sich vor den Szene-Größen (jetzt mal Dream Theater ausgenommen, die einfach eine Sonderstellung haben) nicht zu verstecken brauchen. Richtig angenehm, und das möchte ich nochmal betonen, ist aber echt der Sänger ... so einen Stimmumfang findet man selten in dem Genre. Leider habe ich von der Band keine Homepage gefunden, aber bei MySpace sind sie vertreten. Und bei Just For Kicks kann man die CD bestellen. Prog-Metal-Freunde sollten auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren. Ich kann die CD nur empfehlen.
Petrucci/Rudess - An Evening With ...
Ich habe einen kleinen Tip für alle Hobby-Gitarristen und Hobby-Keyboarder ... und alle Semi-Professionellen der gleichen Sparte: Bitte tut es Euch NICHT an und kauft Euch die Live-CD der Dream Theater - Heroren ... denn nach dem ersten Hören werdet Ihr Eure Instrumente in die Ecke werfen und nie wieder anfassen. Es ist einfach sensationell, was die Jungs draufhaben. Vor allem John Petrucci an der akustischen Gitarre, die er bei Dream Theater ja nicht so oft auspackt, ist er der volle Meister. Aber auch Jordan Rudess hat ein paar herausragende Parts zu bieten. Einzig bekanntes Stück ist übrigens 'State Of Grace' (von der ersten Liquid Tension Experiment - CD), alle anderen Songs sind zumindest meines Wissens nach neu und, das würde mich jetzt auch nicht mehr wundern, wahrscheinlich kurz auf dem Konzert improvisiert worden. Auf jeden Fall gibt es 78 Lehr-Minuten der allerfeinsten Art, mitgeschnitten im Jahr 2000 im Helen Hayes Perfoming Arts Center in Nyack, NY. Und mein DANK geht an Steffi für den genialen Tip :-)), da wäre mir echt was entgangen.
Phantom's Opera - Act IV
Kritik von Siggi Greck Nach einer 5jährigen Pause seit Ihrer letzten CD nun das vierte Werk der US-Rocker. Nachdem mir nach dem starken Debüt und dem Nachfolgewerk "So Long To Broadway" die dritte CD "Following Dreams" nicht sehr gut gefallen hat, kann die neue CD wieder etwas mehr begeistern. Der Keyboarder Jack Young ist wie bei den anderen Alben für das komplette Songwriting zuständig. Phantom`s Opera bieten melodischen Bombast-Rock. Übrigens ist auf diesem Album erstmals Terry Brock (ehemals Strangeways und The Sign) als Sänger dabei. Sehr gut gefallen mir die Stücke "Etched In Stone", "Shadows On The Wall" und "God Save The King".
Phenomena - Psycho Fantasy
Kritik von Siggi Greck: Phenomena ist wohl nur den älteren Lesern dieser Homepage ein Begriff. Diese Hardrock-Truppe veröffentlicht nun ihr 4. Studioalbum. Bisher erschienen: „Phenomena“ (1985), „Dreamrunner“ (1987) und „Inner Visions“ (1991“). Und nun, nach 15 Jahren Pause das neue Werk „Psycho Fantasy“. Hinter Phenomena steckt Tom Galley, der alle Alben produziert hat und bei allen Liedern am Songwriting beteiligt ist. Vor allem die beiden ersten Alben sorgten auch in kommerzieller Hinsicht für einige Schlagzeilen. Phenomena war eine aus bekannten Musikern zusammengewürfelte Studioband, die meines Wissens niemals live in Erscheinung getreten sind. Mitwirkende auf den ersten 3 Alben unter anderem: Glenn Hughes, Brian May, Neil Murray, Don Airey, Cozy Powell, Richard Bailey, John Wetton. Für das neue Werk konnten für den Gesang unter anderem Glenn Hughes und Tony Martin gewonnen werden. Meine Favoriten auf dieser CD: „So Near So Far“, „Higher“(mit einem sensationellen Glenn Hughes) und „How Do You Feel?“ (ebenfalls mit einem Glenn Hughes in Hochform). Alles in allem: Pflicht für alle Freunde des melodischen Hardrocks!
Phenomena - Blind Faith
Freunde des Melodic-Rock werden von Phenomena sicher schon mal was gehört haben, wurden doch in den 90er-Jahren diverse CDs mit Bergen von Gast-Musikern und Gast-Sängern veröffentlicht (es handelt sich hier also um ein Projekt), die allesamt mehr als hörbar bis richtig toll sind. Und nach jahrelanger Abstinenz hat Phenomena-Schaffer Tom Galley wieder einen ganzen Haufen Leute zusammengetrommelt (ich möchte nur folgende Namen erwähnen: Tony Martin - Black Sabbath, Mike DiMeo - Masterplan, Terry Brock - Giant, Ralf Scheepers - Primal Fear, Rob Moratti und Ian Crichton - Saga) und ein richtig geiles Melodic-Rock-Album eingespielt. Alleine der Song ‘The Sky Is Falling’ (mit Sänger Tony Martin, den ich über alles schätze) würde den Kauf der CD rechtfertigen. Wie in alten Tagen singt der Mann. Einfach nur gut. Aber auch der Rest ist richtig klasse und Song für Song geht in’s Ohr und nicht mehr raus. Fans dieses Genres müssen das Teil haben.
Phloxx - Face 2 Face
Kritik von Georg Lögler In den ersten Monaten des Jahres 2003 geschehen gar kuriose Dinge : Da veröffentlichen zwei Bands mit recht ähnlichem Sound ihre CD's : Die einen, EVANESCENE aus Amerika landen mit dem einzigen guten Song ihrer CD auf dem "Daredevil"-Soundtrack und sind aufgrund der Heavy-Rotation des Videos in aller Munde – die anderen, PHLOXX aus Deutschland krebsen mühselig im Untergrund herum und freuen sich sicherlich über jedes verkaufte Exemplar ihrer nahezu durchgehend guten CD, die nur über ihre Website www.phloxx.de erhältlich ist.
Bei den Amis ruft das Label der Band in einem öffentlichen Brief, alle Veröffentlichungen von EVANESCNE aus den christlichen Shops und Radios zurück !?!? Die Deutschen PHLOXX gehen genau den gegenteiligen Weg und stellen ihren Glauben und Gott in den Mittelpunkt ihrer ausschließlich Eigenkompositionen. Dabei bauen die 5 – nicht unähnlich zu GUANO APES – durch brachiale Riffs, eingestreute Keyboardfills und allen voran den Gesang von Mirjam Sijanta ihre Songs derart auf, dass man sie immer wieder hören möchte. Im Jahre 2001 habe ich die Band bei einem ihrer ersten Auftritte in Owen gesehen, und sie weckten schon damals mein Interesse. Mirjam kann sowohl aggressiv shouten als auch überzeugend singen ("Gehtsemane" und "World through your eyes") und ihre samtene Stimme hat irgendetwas betörendes. Ausgerechnet bei einem der besten Songs, dem krachenden treibenden "Jesus" dann leider ein grosses Minus : Eine völlig unpassende Rapeinlage, die diesen tollen Song entwertet, schade.
Höhepunkt der Platte (neben "You Need") ist das ruhige "World through your eyes" – bei dem Keyboarder Waldemar Friesen auf Piano umgeschaltet hat, und der Gitarrist immer ein Kurzriff Marke "startender Motor" einstreut und darüber wieder der hypnotisierende Gesang und im Hintergrund Streichinstrumente – absolut fantastisch ! Das geht so weiter u.a. auf dem eindringlichen "Nearly Day" und immer wieder fällt der Keyboarder auf durch seine songdienlichen Effekte. Und wer weiss, vielleicht hängen bei PHLOXX-Gigs demnächst auch Zettel in der Halle "Kein Stagediving !" – wie bei TOURNIQUET auf der Christmas Rock Night - im Booklet ist jedenfalls ein verschwommenes Foto zu sehen, auf dem diverse Leutchen durch die Luft fliegen...Zu wünschen ist es auf jeden Fall der jungen sympathischen Band, also unterstützt sie bitte !
Pictorial Wand - A Sleeper's Awakening
Aus Norwegen kommen ja normalerweise nur so richtige Schwer- oder Dunkelmetaller. Umso überraschter war ich über die Information, dass auch die 'Band' Pictorial Wand (die eigentlich aber nur aus Mattis Sörum besteht, der für alle Gitarren, Sitar, Orgel, Keyboards und Orchester-Arrangements verantwortlich ist und sich einen Arsch voll mir völlig unbekannter Mit-Musiker und Gast-SängerInnen besorgt hat) aus dem Land im hohen Norden stammt und mitnichten irgendwelches Todesblei verbricht. 'A Sleeper's Awakening' ist für mich DIE Überraschung und Neuentdeckung des Jahres, denn die Doppel-CD ist symphonischer Prog-Rock vom Feinsten und für mich am ehesten noch mit Ayreon zu vergleichen. Die Story handelt von einer Person, die nach einem langen Blick in den Spiegel aufwacht und sich seiner Fehler bewusst wird, die er im Laufe seines Lebens gemacht hat. Kurz die sieben Totsünden in einer abstrakten Umgebung. Mehr wird jetzt einfach mal nicht verraten, denn die CD MUSS ein Proggie glaube ich haben, der auf verschachtelte Stories und melodischen Prog steht. Ich würde mal sagen die bis jetzt beste Veröffentlichung von Unicorn Digital. Super.
Pink Floyd - Pulse (Doppel-DVD)
Ich weiß echt nicht mehr, seit wie vielen Jahren diese DVD versprochen und die Veröffentlichung immer wieder verschoben wurde. Letztes offizielles Datum war jetzt Ende September 2006 ... und dann DIE Überraschung. Ohne irgend eine Vorankündigung steht das Teil bereits Anfang Juli (sozusagen 'pünktlich' zum Tod des Ur-Besetzungs-Mitglieds Syd Barret) plötzlich in den Läden. Und das ist wie wenn Weihnachten und Ostern zusammenfällt ... naja, zumindest für Pink Floyd - Fans. Aber hat sich das Warten auch gelohnt? Also ich würde diese Frage definitiv mit einem JA beantworten. Okay, das Bild nur in 4:3 und nicht in 16:9 ist vielleicht nicht der neueste Stand, aber da das hier verewigte Konzert bereits 1994 aufgenommen wurde (im Earls Court in London), hätte eine Umwandlung in 16:9 einen Qualitätsverlust bedeutet. Und wer die Perfektionisten von Pink Floyd kennt weiß, dass das ja nicht sein kann. Dafür gibt es den Sound neben Stereo und 'normalem' 5.1 Dolby Digital (also mit 448 kbps) zusätzich noch in einer 5.1 Version mit 640 kbps, mit der allerdings ältere DVD-Spieler nichts anfangen können. Muss man also ausprobieren, ob bei Euch dieser Super-Sound kommt oder nicht. Das Konzert mit einer Länge von 145 Minuten selber ist natürlich absolut geil gefilmt ... die Lightshow stellt auch 12 Jahre danach noch das non plus ultra dar. Und als besondere Features gibt es dann noch allen möglichen nötigen und unnötigen Schnickschnack von ein paar Bootleg-Aufnahmen über die Screen Films (die während des Konzertes auf der Video-Leinwand gelaufen sind), einem Film eines Roadies über die Tour bis zu Bühnenplänen und einem Mitschnitt einer Preisverleihung, wo danach Billy Corgan von den Smashing Pumpkins als Laudator noch eine Akustik-Version von 'Wish You Were Here' mitspielt. Für mich DAS Referenzwerk in Sachen Konzert-DVD.
Pinnella, Michael - Enter By The Twelfth Gate
Solo-CDs von Keyboardern sind ja meist eher unterirdisch schlecht. Zumindest habe ich da so einigen merkwürdigen Schrott im CD-Regal (ich denke da nur an Jim Gilmour von Saga oder ein paar Outputs von Asia-Tastenmann Geoffrey Downes). Symphony X - Keyboarder Michael Pinnella macht da nur eingeschränkt eine bessere Figur. Irgendwie müssen die Jungs wohl immer zeigen, was sie auf siebzehn Tastaturen gleichzeitig mit zwei Händen, zwei Füssen, der Nase und was weiß ich noch was spielen können. Und raus kommt dann meistens ein unerträgliches Gedudel. Okay, Herr Pinnella hat sich wirklich bemüht, in seine Songs auch ein paar Strukturen reinzubekommen und nicht nur uninspiriert rumzududeln. Und so sind dann doch ein paar Songperlen auf dem Output enthalten, die allerdings durch Hören des Rests hart erkauft werden müssen. Vor allem die 3 Teile des Piano Concerto#1 mvt. 1 - 3 sowie das Titelstück möchte ich hier doch positiv erwähnen. Ansonsten ist die Scheibe ... wer hätte es gedacht ... dann doch eher für Keyboard-Freaks.
Plant, Robert - Mighty Rearranger
In den einschlägigen Musik-Postillen wird die neue CD des ehemaligen Led Zeppelin - Sängers ja hochgelobt ohne Ende. Beste CD der letzten 10 Jahre und was ich alles lesen musste. Leider ist es dann meistens so, dass genau diese Einschätzungen von mir nicht geteilt werden. Und so kann ich eigentlich nur ein paar Worte über die CD sagen: Die Kritiken sind natürlich völlig übertrieben. Klar, wenn so ein Sangesgott, der Robert Plant unbestritten ist, sich mal wieder herab lässt, seinen Jüngen einen silbernen Output vor die Füsse zu werfen, muss man Preisen bis zum gehtnichtmehr. Aber nüchtern betrachtet ist die CD sicher nicht schlecht, denn wer so eine CD veröffentlicht, macht es wirklich nur noch aus Spass und nicht weil er Geld damit verdienen muss ... absolut relaxed und keinesfalls auf Kommerz produziert. Aber es ist auch nicht der Überflieger. Sangesmäßig hat Herr Plant nichts verlernt und seine Stimme klingt noch fast so wie in alten Zeppelin-Zeiten. Und das merkwürdig-musikalische wie z.B. auf der 'No Quarter-' oder 'Clarksdale-CD' fehlt Gott sei Dank auch. Aber den leichten Touch zum Orientalischen hat er auch nicht abgelegt. Mein Tip: Vielleicht vorher lieber mal reinhören.
Plasmic Ocean - Haptic Trips
Plasmic Ocean ist eine Band aus Chemnitz, die, obwohl sie schon seit 1999 besteht, bis jetzt so völlig an mir vorbei gegangen ist. Obwohl ... so richtig vorbei eigentlich nicht, denn immerhin Keyboarder Pierre Laube ist schon auf meiner Homepage verewigt. Dort allerdings unter dem Namen 'Black Shark Said'. Nun liegt die neue Scheibe von 'Plasmic Ocean' in meinem Player und im Vergleich zu 'Black Shark Said' würde ich mal sagen, ich erkenne da kaum Gemeinsamkeiten. Selbst beschreibt die Band ihre Musik als 'Extended Rock', was immer das auch sein mag. Mich erinnerts ein bißchen an die guten alten 70er (wen wundert's, denn die Band hat ihre Einflüsse von den großen 70er-Jahre-Bands wie Led Zeppelin, Black Sabbath und Yes) und auch der Band-Name ist angelehnt an den Sabbath-Song 'Spiral Architect'. Interessant ist auf jeden Fall der Stil-Mix auch innerhalb eines Songs, bei dem es harte Gitarren-Riffs gepaart mit altem Pink Floyd-Sound gibt (wie z.B. im vierten Song 'Like A Bump On A Log'. Aber auch die Hard-Rocker und Matten-Schwinger kommen auf ihre Kosten (hört Euch nur mal den Beginn von Song 5 'A. vs. R.' an). Das ist Sabbath gemischt mit Zeppelin ... nur stark. Oder das folgende 'Nails'. Auch ein fette Rocker. Richtig gefühlvoll mit Piano können sie aber auch (Titelstück !! Leider 5 Minuten zu kurz, da hätte locker noch ein Bombast-Teil und ein 3 minütiges Gitarren-Solo drangepasst). Glänzend hier auch die Sangesleistung von Peter Barthel. Dass sie aber nicht nur von 70ern beeinflusst werden sondern auch 'modernen' Art- oder Neoprog-Rock drauf haben (Porcupine Tree lässt grüßen), beweisen sie z.B. bei 'Who Cares?'. Mein absoluter Favorit ist aber das mit knapp 7 Minuten längste Stück 'Yell', ein Prog-Metal-Hammer vom Feinsten (tolles Gitarren-Solo und atemberaubende Breaks). Insgesamt ein tolles Album der Chemnitzer, das auf jeden Fall Beachtung finden sollte. Und hier sind sowohl Proggies als auch Hard Rocker gut bedient. Mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage. Dort kann man ein paar MP3-Files anhören und natürlich auch die CD für schlappe 10 Euro bestellen.
Poor Genetic Material - Summerland
Neues von QuiXote-Music. Nach dem genialen Silberling '101' von Tea for Two aus dem selben Haus gibt's jetzt eine weitere Scheibe, die auf jeden Fall empfohlen werden muss. Poor Genetic Material (PGM), bis jetzt ein rein instrumentales Projekt von Stefan Glomb (Gitarre) und Philipp Jaehne (Keys) mit immerhin zwei (mir völlig unbekannten) Alben, verbanden sich für ihre Song-orientierten Ideen mit Alias Eye - Sänger Philip Griffith und Alias Eye - Schlagzeuger Ludwig Benedek, um Summerland einzuspielen. Zuerst einmal möchte ich erwähnen, daß mir Philip Griffith als Sänger bei Alias Eye nicht unbedingt gefällt, da er mir dort einfach zu eintönig singt. Deshalb war ich umso überraschter über die Sangesleistung bei PGM. Offensichtlich passt seine Stimmlage zu den eher ruhigeren Songs von PGM einfach besser. Aber nun zur CD. Eröffnet wird die Scheibe durch den Song 'Shooting Psycho', der mich - vor allem wegen dem irren Sprechgesang - unheimlich an 'Once in a Lifetime' von den Talking Heads erinnert. Auch der Refrain 'I shoot my gun, I'm having fun' zeigt, daß der Titel den Namen zurecht trägt. Wer jetzt allerdings glaubt, die CD geht so abgedreht weiter, hat sich schwer getäuscht. 'Wouldism' ist eine zuckersüße Ballade mit über 7 Minuten Länge, bei der aber keine Langeweile aufkommt. 'Living Desert' möchte ich mal mit 'Vollenweiders Harfe meets Kamele in der Wüste' umschreiben (Augen zu und Du stehst auf einer Sanddüne in der Sahara), ein wunderschöner, atmosphärischer Song, der allerdings vielleicht eine Minute zu lang ist. Auf 'Just Another Me' geht's ebenfalls ruhig und melodisch weiter, der Song wandelt sich aber zur Mitte hin zur fetzigen Mitklatsch-Nummer (das ist jetzt aber nicht negativ gemeint) und Sänger Philip Griffith zeigt hier, warum er für PGM so wertvoll ist. 'A Secret Song' ist ein Mid-Tempo-Stück, das ich als einzigen Schwachpunkt der CD bezeichnen würde. Das einzige Instrumentalstück 'Late' könnte auch auf jeder Camel-CD Platz finden. Und dann kommt das für mich absolute Highlight des Silberlings. Das Titel-Stück 'Summerland', immerhin fast 12 Minuten lang, ist der wohl einzige 'richtige' Prog-Song auf der CD. Und allein schon deswegen würde sich der Kauf lohnen. Stilmäßig erinnert es mich am Anfang etwas an Tea for Two (allerdings nur bis zum ersten Break). Wunderschöner Refrain, herrlich gesungen von Herrn Griffith, im Zwischenteil klingt's dann fast nach alten Genesis, um am Ende wieder an den Anfang des Stückes zu kommen. Gemastered wurde das Teil übrigens von Tea for Two-Sänger Stephan Weber. Und das ist ihm außerordentlich gut gelungen. Eine hervorragende Soundqualität. Ich habe etwas Probleme damit, die Musik einzuordnen. Ein bißchen Prog, ein bißchen Art-Rock. Auf jeden Fall viel Melodie und Atmosphäre, wobei insgesamt die ruhigeren Passagen überwiegen. Aber einen Kritikpunkt hätte ich natürlich auch: Mit nicht mal 44 Minuten ist diese Scheibe eindeutig zu kurz. Und einen kleinen Tip hätte ich auch noch: Falls Ihr die CD relaxt in der Hängematte hört ... bitte schmiert Euch kräftig mit Sonnencreme ein. Denn sonst gibt es nach dem 'Wegträumen' eine knallrote Überraschung in Form von Sonnenbrand. Erhältlich ist die CD entweder direkt bei QuiXote-Music oder bei Amazon. Viel Spaß damit.
Poor Genetic Material - Leap Into Fall
Nicht einmal ein Jahr haben sich die Jungs von Poor Genetic Material (sie haben jetzt übrigens auch eine sehenswerte Homepage) Zeit gelassen, um einen Nachfolger des genialen Scheibchens 'Summerland' (hierfür gab's von mir immerhin 9 von 10 Punkte) zu veröffentlichen. Neu bei der Band ist, dass sie jetzt auch einen festen Bassisten (Dennis Sturm) haben. Ansonsten hat sich beim Line-Up nichts geändert (Sänger Philip Griffiths und Drummer Ludwig Benedek von Alias Eye sowie die zwei alten PGM-Hasen Stefan Glomb an der Gitarre und Philipp Jaehne an den Keyboards). Erwartet habe ich eigentlich, dass es tatsächlich ein 'Nachfolger' von Summerland wird, wo ich massenweise Anleihen anderer Bands (wie z.B. Camel, Vollenweider oder auch Talking Heads) entdeckt hatte. Dieses Erlebnis allerdings blieb mir beim erstmaligen Hören von 'Leap Into Fall' komplett 'erspart'. Offensichtlich haben sich PGM zu einer total eigenständigen Band mit 'eigener' Musik weiterentwickelt. Sicherlich gibt es alleine schon durch den Gesang von Philip Griffith Assoziationen zu Alias Eye und natürlich auch zu 'Summerland', aber die Musik ist doch anderst. Aber nun zu den einzelnen Titeln. 'Leap Of Faith' beginnt mit dem 16 1/2 - Minuten-Stück 'Rush Of Ages' das in 5 Parts unterteilt ist. Und hier fällt auch schon auf, warum PGM so anderst klingen. Durch den neuen Bassisten und das etwas in den Vordergrund gemischte Schlagzeug ist alles etwas rhythmus-orientierter. Sehr gefühlvoller Gesang bei Part 1 ('The Lady Stands') und tolle Gitarre wechseln dann zu Part 2 ('Beneath The Rubble'), was mich noch am ehesten an die Vorgänger-CD (oder Alias Eye ??) erinnert. Der dritte Teil ('Obscured By Stars') bzw. vierte Teil ('The Lady Speaks') hat einen klasse Beat (vor allem durch den Bassisten). Die verzerrte Stimme passt aber irgendwie nicht so ganz. Der letzte Teil ('You') bringt dann diesen klassischen Prog-Song zu einem Ende mit Flöte, Keyboards, klasse Schlagzeug und schöner Gitarre. Und wie 'Summerland' geendet hat (nämlich mit dem längsten und besten Song auf der CD), beginnt 'Leap Into Fall' mit dem längsten, proggigsten und auch besten Song. Es folgt 'Thin Red Line', einem tollen Halb-Ballade mit genialem Refrain. Und auch hier ist Bass und vor allem Schlagzeug etwas im Vordergrund. Die Keyboards erinnern mich irgendwie an Tony Banks von Genesis (doch noch einen Vergleich gefunden) ... aber das ist ja nicht schlecht. Das Gitarren-Solo gegen Ende könnte von mir aus noch etwas länger sein, aber man will ja nicht meckern. Als Gitarren-Solo-Freak hätte mich ja schon interessiert, was Stefan Glomb technisch noch so alles drauf hat. 'Star Of Eden', Titel Nummer 3 und gut 8 Minuten lang, gefällt mir persönlich, vor allem wegen den Gesangs-Dialogen, nicht ganz so gut, hat aber interessante Tempo-Wechsel und braucht vielleicht noch ein paar Hör-Durchgänge, bis ich mit damit anfreunden kann. Es folgt das 5-minütige Titelstück, ein weiteres Highlight der CD, wobei mir vor allem der Gesang gefällt. Klasse. 'Antares', mit über 9 Minuten der zweitlängste Song, wird jedem Prog-Fan bestimmt auch wieder gefallen. Tolle Breaks, super Gesang, herrlich wimmernde Gitarre im Hintergrund und ich meine, das Schifferklavier (andere sagen auch Akkordeon) von 'Field Of Names' (dem Titel-Stück der Alias Eye - CD) zu erkennen (wenn es überhaupt ein Echtes ist). Der Silberling endet mit 'Fall', einer kurzen (knapp über 2 Minuten) aber schönen Ballade, bei der Sänger Philip Griffith zeigen kann, wie toll er singen kann. Fazit: Nach der CD 'Summerland' haben mich Poor Genetic Material mal wieder erstaunt. Dass so eine gute Band aus der Prog-Wüste Deutschland kommt, ist wirklich überraschend. Mit 'Leap Into Fall' haben sie wohl ihren eigenen Stil gefunden und die Tatsache, dass jetzt ein fester Bassist in die Band integriert wurde, hat der Musik absolut gut getan. Für Prog-Fans gibt's nur einen Rat: KAUFEN. Doch halt ... bevor Ihr jetzt Eurem CD-Dealer auf die Nerven geht. Die CD wird offiziell erst am 25.03.2002 veröffentlicht und ist dann zumindest bei Amazon und Empire-Music erhältlich. Ihr könnt die Scheibe aber jetzt schon direkt bei Quixote-Music bestellen. Und damit sich die Jungs von PGM nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und auch einen Anreiz haben, vielleicht das nächste Mal eine NOCH BESSERE CD zu veröffentlichen, gibt's von mir nicht die Höchstpunktzahl.
Poor Genetic Material - Winter's Edge
Nach Sommer ('Summerland') und Herbst ('Leap Into Fall') gibt es von der deutschen Prog- (oder Art-Rock-) Band 'Poor Genetic Material' nun die dritte Jahreszeit Winter. Nachdem zwischen 'Summerland' und 'Leap Into Fall' doch musikalisch gewaltige Unterschiede waren, bin ich doch gespannt, was uns jetzt erwartet. Zumindest am Line Up hat sich gegenüber der letzten CD nichts geändert, was mich schon mal hoffnungsvoll stimmt. Und auch beim Opener 'Sharp Bends Sudden Crest' stellt sich bei mir das beruhigende Gefühl ein, dass ich die Band sofort wiedererkenne. Tolles Stück, einprägsamer Refrain und der PGM absolut typische Gesang von Philip Griffiths. Doch schon beim zweiten Stück 'Whitescape', mit über 9 Minuten der zweitlängste Titel, merkt man, dass PGM nicht auf der Stelle treten sondern sich auch in groovigeren Gefilden tummeln können. Und gepaart mit der typischen PGM-Gitarre von Stefan Glomb ist's ein tolles Stück Musik. 'Hugging Horses' beginnt mit einem längeren Instrumental-Teil, erinnert mich dann von der Machart her aber stark an 'Summerland' (was ja nicht schlimm ist ... das war ja mein Lieblingsstück von der damaligen CD). 'Protean Profile' beginnt mir ein bißchen zu jazzig, wird aber mit Gesang dann zu einem der Highlights der CD. Danach folgt mit dem Titelstück (Part 1) der mit über 11 Minuten längste Song, weswegen sich der Kauf der CD mal wieder alleine lohnen würde. Ein vielschichtiges Stück mit ein paar tollen Tempowechseln. Auch 'Nuage Bleu' gefällt mir ausgesprochen gut und mit Part 2 des Titelstücks endet dann die CD auch schon wieder, wobei nach der 'regulären Spielzeit' von knapp 3 1/2 Minuten noch nicht Schluss ist sondern nach einer kurzen Pause nochmal leicht abgewandelt das Thema von Part 1 aufgenommen wird. 'Winter's Edge' ist somit schon wieder eine absolut hörenswerte CD geworden, wobei der Unterschied zur Vorgänger-Scheibe nicht ganz so groß ist wie der vorherige Schritt von 'Summerland' zu 'Leap Into Fall'. Positiv gesehen heißt das, dass PGM ihren Stil jetzt gefunden haben. 'Winter's Edge' wird am 01.09.2003 veröffentlicht und kann zur Zeit über Quixote-Music bezogen werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf CD 4 dieser 'Serie', die ja dann wohl was mit dem Frühling zu tun haben müsste.
Poor Genetic Material - Free To Random
Die deutsche Prog- oder Artrock-Band 'Poor Genetic Material' kenne ich ja erst seit dem Beginn ihres Jahreszeiten-Zyklus in Form von bisher 3 CDs über Sommer (Summerland), Herbst (Leap Into Fall) und Winter (Winter's Edge). Der Frühling fehlt noch und lässt (nicht nur tatsächlich, wenn ich so aus dem Fenster schaue) auch noch ein bißchen auf sich warten (denn durch Studio-Umzug und Drummerwechsel verzögern sich die Aufnahmen für die vierte Jahreszeit), trotzdem oder gerade deswegen hatten Keyboarder Philipp Jaehne und Gitarrist Stefan Glomb Zeit, in alten Aufnahmen zu kramen, denn - bis jetzt nur als CD-R und nicht offiziell zu haben - vor den 'Jahreszeiten' gab es schon 2 Poor Genetic Material - CDs mit Namen 'Free To Random Vol. 1 und 2', die rein instrumental waren und in einer 3er-Besetzung (die bereits erwähnten Jaehne und Glomb sowie Pianist Martin Lengsfeld) eingespielt wurden. Herausgekommen ist nun eine Art 'Best Of Free To Random', wobei allerdings das verwendete Material zumindest remixed, meist aber komplett neu eingespielt wurde. Außerdem ist dabei auch ein komplett neues Stück (Meanwhile) entstanden, das, mit einem leicht jazzigen Touch, auch eher zu 'Poor Genetic Material 'light'' passt. Die höchste Wiedererkennung hat man ganz sicher mit dem typischen Gitarren-Sound von Stefan Glomb (z.B. bei Song 2, 4 oder 8), ansonsten ist 'Free To Random' doch was ganz 'Eigenes' geworden. Wer mit melodischer Instrumental-Musik was anfangen oder sich die Musik von Poor Genetic Material auch ohne den Gesang von Philip Griffith vorstellen kann, wird mit 'Free To Random' auf jeden Fall mehr als glücklich. Alle anderen müssen sich halt bis zum 'Frühling' gedulden. Erschienen ist die CD natürlich bei Quixote-Music. Infos über die Band gibt es unter www.poorgeneticmaterial.de .
Poor Genetic Material - Spring Tidings
Für regelmäßige Besucher meiner Homepage und / oder Fans von Poor Genetic Material kommt er nicht gerade überraschend ... der Frühling. Wie schon vermutet, ist nach einer kleinen Schaffenspause nach dem Winter (also der Veröffentlichung der CD 'Winter's Edge' im Jahr 2003), die durch die CD 'Free To Random' überbrückt wurde, mit dem neuesten Output der deutschen Artrock-Band 'Poor Genetic Material' das Jahr komplett. Und mir fällt zu 'Spring Tidings' eigentlich nur ein Wort ein ... GEIL !! Alles was mir an den 3 Jahreszeiten-Vorgängern gefallen hat, nämlich diese tollen Melodien, die Stimmung und die atmosphärischen Songs gepaart mit der dazu absolut passenden Stimme von Alias Eye - Sänger Phil Griffiths sind bis zur Perfektion ausgereift und die ( mir immer nicht so ganz gefallenden) jazzigen Parts sind komplett verschwunden. Außerdem wurde (Alias Eye-)Drummer Ludwig Benedek durch einen gewissen Dominik Steinbacher ersetzt, und der haut ab und zu ganz schön kräftig rein, was den Songs noch einen gewissen Zusatz-Kick gibt. Also wer bis jetzt von meinen Kritiken über Poor Genetic Material noch nicht so überzeugt war, ob er sich eine CD davon kaufen soll, kann jetzt absolut bedenkenlos bei 'Spring Tidings' zugreifen. Für mich bis jetzt das Highlight des (noch jungen) Jahres 2006. Erfreut Euch an dem tollen Opener 'Three Steps Back ...' (mit der typischen Gitarre von Stefan Glomb, dem fetzigen 'Blow-Up' (könnte auch von Alias Eye sein), dem fast rockigen 'April' (das im Zwischenteil irgendwas von 'Arena# hat), dem ersten Longsong 'Watercolours (mit exakt 9 1/2 Minuten ein richtiges Prog-Highlight und einer tollen Melodie-Linie, die einem nicht mehr aus dem Kopf geht), dem leicht elektronisch angehauchten Titelstück 'Tidings' (netter Keyboard-Teppich am Anfang und im Zwischenteil), dem längsten Song auf der CD ('La ville qui n'existait pas' ... immerhin rund 10 1/2 Minuten lang und auch wieder ein Prog-Highlight mit Breaks, viel Keyboard und tollen Gitarren-Parts), dem fast bombastischen 'Lotus-Eaters' und dem instrumentalen Abschluss '... or right ahead'. Geht auf die Homepage der Band, kauft die CD am besten direkt bei Quixote-Music und seid so begeistert wie ich. Die CD wird übrigens am 20.03.2006 veröffentlicht.
Poor Genetic Material - Paradise Out Of Time
Die Jahreszeiten sind durch ... was kommt jetzt? Vor allem die letzten 2 'regulären' Veröffentlichungen von Poor Genetic Material, nämlich 'Winter's Edge' und 'Spring Tidings' waren in Prog- und Art-Rock-Kreisen ja auf tolle Resonaz gestossen. Und auch ich (siehe meine Reviews) war ja mehr als begeistert. Auffällig bei PGM war für mich vor allem die Verwandlung der Band innerhalb des Jahreszeiten-Vierers. Interessante Stilwechsel und einfach mit jeder Veröffentlichung besser. Und jetzt kommt mit 'Paradise Out Of Time' eine CD daher, die eigentlich mit kompliziertem Prog-Rock wenig am Hut hat, sondern mehr in die fast radiotaugliche Pop-Rock-Richtung geht. Aber auch das steht der Band richtig gut. Schon der Opener, bezeichnenderweise mit dem Titel 'New Phase' ist so richtig schöne Happy-Music mit einem kleinen Touch zu Alias Eye (was natürlich an Sänger Phil Griffiths liegt, der ja auch bei Alias Eye singt). Auffallend hier schon die tolle Arbeit von Stefan Glomb an einer recht 'rotzigen' Rhythmus-Gitarre (die sich fast durch das ganze Album hindurchzieht) und die absolut zu diesem Song passende Violine (von Gast-Musiker Oliver Berger). Weiter geht's mit einem fast Blues-Rocker ('The Key'), bei dem vor allem Keyboarder Philipp Jaehne glänzen darf. Tolle Old-School-Orgel als Begleitung. 'Wir fahren mit dem Pferdewagen durch Irland' kommt mir unweigerlich in den Sinn bei den ersten Klängen von 'Paradise' (auch wieder durch die vorgenannte Violine), das Stück wandelt sich aber zu einer ganz tollen Ballade. Einfach nur schön (und ich entschuldige mich nochmals dafür, dass ich bei meinen ersten musikalischen Begegnungen mit der Stimme von Herrn Griffiths recht wenig damit anfangen konnte ... der Mann singt einfach traumhaft gefühlvoll). Geiles Gitarren-Intro dann bei 'Out Of Time', dem mit über 8 Minuten längsten Song auf der CD und ganz sicher dem Highlight. Vielleicht das proggigste Stück auf dem Album. Da darf echt jeder Musiker zeigen was er drauf hat ... und das ist ganz schön viel. 'Beauty Passing' gibt mir jetzt nicht so viel, ist aber ein netter Pop-Rocker. 'Citizen Cyclops' geht dann etwas flotter ab und zeigt eine ganz andere Seite von PGM. Da noch ein 3-minütiges Gitarren-Solo am Schluß und es wäre perfekt. 'Holy Ground' erinnert noch am ehesten an frühere Poor Genetic Material - Stücke, und das vor allem wegen dem Gitarrenspiel. Philipp Jaehne darf dann nochmal bei 'Starlightbound' alle seine Register ziehen (toller gefühlvoller Song), bevor mit dem 7-Minüter 'My Other Life', einem weiteren recht proggigen Stück (und natürlich einem weiteren Highlight) die CD auch leider schon zu Ende ist. Fazit: 46 Minuten Poor Genetic Material in (fast) völlig neuem Gewand, hochinteressant und nicht eine Sekunde langweilig. Wieder einmal eine wunderschöne CD und sicher ein weiterer Meilenstein in der Band-Geschichte. Unbedingt kaufen !! Veröffentlicht wurde die CD natürlich wieder bei Quixote-Music.
Poor Genetic Material - Island Noises
Poor Genetic Material gehören für mich seit Jahren zur absoluten Spitze im Art-Rock-Bereich. Und nach ein paar instumentalen CDs, dann, nach dem Einstieg von Sänger Phil Griffiths (eigentlich Alias Eye) die 4-Jahreszeiten-Scheiben sowie der letzten Veröffentlichung (‘Paradise Out Of Time’) gibt es jetzt endlich den lang erwarteten Nachfolger in Form einer Doppel-CD. Dieses geniale Werk wird zwar erst am 07.02.2011 veröffentlicht, bei Empire-Music und Just For Kicks kann man das Teil aber jetzt schon erwerben. Und ich kann den Kauf nur empfehlen. Angelehnt an das Shakespeare-Stück ‘The Tempest’ (das ich leider nicht kenne) geht es um einen Surm auf einer geheimnisvollen Insel, um Zauberer, Luftgeister, deformierte Monster, Liebe, Magie, Intrigen, skrupellose Machtpolitik und ein versuchtes Attentat. Insgesamt sind PGM rockiger und proggiger geworden, ohne jedoch ihre gefühlvollen Parts (sowohl was der Gesang von Phil Griffiths als auch die ganze Instrumentierung betrifft) aus den Augen zu verlieren. Bis auf das etwas poppige ‘Brave New World’ ist die erste CD ziemlich rockig und endet mit dem fast 20-minütigen Titel-Stück, das man locker auf eine Stufe mit den genialen Long-Tracks von Genesis stellen kann. Die zweite CD ist insgesamt etwas ruhiger und erinnert mehr an die ‘alten’ Poor Genetic Material’. Somit werden sowohl die Fans der Band bedient als auch neue Schichten erschlossen, die es etwas kerniger mögen. Besonders hervorheben möchte ich auch noch das tolle Flötenspiel von Pia Darmstädter, das einfach hervorragend zur Musik von PGM passt sowie die weibliche Stimme von Jutta Brandl. Außerdem tritt auch noch der Vater von Phil Griffiths als ‘Erzähler’ auf, den man ja noch von der Band ‘Beggar’s Opera’ kennen dürfte. Ich kann hier nur mal wieder einen absoluten Kauftipp abgeben. Im jungen neuen Jahr schon ein absolutes Highlight.
Porcupine Tree - Lightbulb Sun (Tour Edition)
Porcupine Tree, die Band von Fish-Produzent Steve Wilson, veröffentlicht pünktlich zur Headliner-Tour 2001 ihre letzte CD 'Lightbulb Sun' nochmal und gibt als Zugabe einen Silberling mit 3 Songs (davon ein Neuer von der nächsten CD) und einem Video-Track. Zu der CD ist eigentlich nicht viel zu sagen. Porcupine Tree sind immer noch eine recht innovative Band, die eigentlich in keine Schublade zu stecken ist. Es ist kein Prog, es ist kein Rock, der (öfter mal gehörte) Vergleich mit Pink Floyd ist auch ziemlich abwegig. Sehr keyboard - gitarrenlastiges Album. Auf jeden Fall für den interessierten Musikfreund zu empfehlen. Einfach mal reinhören.
Porcupine Tree - In Absentia
Obwohl schon viele viele Jahre in der Musikszene aktiv, haben es Porcupine Tree, die Band von Ex-Fish-Producer Steve Wilson, nicht weiter als bis zum Geheimtip geschafft. Und da halfen u.a. auch tolle Konzerte im Vorprogramm von Dream Theater nicht viel weiter. Mittlerweile scheint aber die Plattenindustrie auf PT aufmerksam geworden zu sein, denn offensichtlich haben die Jungs jetzt einen Vertrag mit WEA / Warner Music in der Tasche. Leider waren die ersten Auswirkungen von diesem Vertrag, dass die CD 'In Absentia' bereits letztes Jahr in den USA veröffentlicht wurde und erst jetzt in Europa auf den Markt geworfen wird. Naja, immerhin wird es jetzt wohl insgesamt einfacher, hier in Deutschland an Porcupine Tree - CDs ranzukommen. Verglichen werden PT meistens mit Pink Floyd (so würde Pink Floyd klingen, wenn sie heute noch vernünftige Musik machen würden usw.), aber diesen Vergleich kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Zur Genialität von Pink Floyd fehlt dann doch noch einiges.Vergleiche mit 'Radiohead' oder auch 'Tool' kommen da wohl schon näher. Auffallen ist, dass PT auf 'In Absentia' teilweise ganz schön heavy zur Sache gehen. Aber auch die (vor allem früher) so genialen Instrumental-Stücke kommen nicht zu kurz. Porcupine Tree - Einsteiger sollten vielleicht nicht unbedingt mit 'In Absentia' beginnen, sondern lieber zuerst mal leichtere Kost wie 'Lightbulb Sun' verdauen. Fortgeschrittene PT-Hörer werden mit 'In Absentia' aber sicher ihre Freude haben. Sicherlich ein starkes Werk, das aber einige Zeit braucht, bis es 'wirkt'.
Porcupine Tree - Deadwing
Porcupine Tree - Mastermind Steven Wilson scheint ja vor Ideen nur so zu sprühen. Nicht nur dass er selbst unter anderem Namen CDs veröffentlicht (wie z.B. unter 'Blackfield') und auch anderen Bands seinen Stil zu fast 100 % aufdrückt (wie z.B. Opeth, die ja mittlerweile auch wie ein Porcupine Tree - Klon klingen), nein, auch mit seiner Stammband bringt er ja regelmäßig neue Sachen raus. Und jetzt ist halt mal wieder ein Output unter dem Namen Porcupine Tree an der Reihe, bei dem dann neben den üblichen PT-Musikern (also Richard Barbieri, Colin Edwin und Gavin Harrison) noch Opeth's Mikael Akerfeldt mit ein paar Backing-Vocals und einem Gitarren-Solo (!!) sowie Adrian Belew (kenne ich den nicht von King Crimson ??) mit zwei Gitarren-Soli mitwirken. Die CD beginnt mit dem fast 10-minütigen Titelstück 'Deadwing', das ich mal als ein 'mehr als typisches Wilson-Stück' bezeichnen möchte. Das könnte auch auf jedem Deadwing-Vorgänger gewesen sein. Langweiliger, leicht verzerrter Wilson-Gesang, gute Rhythmus-Arbeit und mindestens 4 Minuten zu lang. Warum dann das zweite Stück 'Shallow' jenseits groß auf der CD-Hülle genannt ist (da ist ein Sticker über die halbe Hülle drauf mit dem Hinweis 'Deadwing featuring Lazarus & Shallow), entzieht sich meiner Kenntnis, denn meines Wissens nach wurde lediglich 'Lazarus' als Single veröffentlicht, aber sei's drum, denn das Teil geht ab wie Nachbars Lumpi. Fette Gitarre am Anfang und man könnte meinen, Herr Wilson hätte in der letzten Zeit ein bißchen Led Zeppelin gehört. Leider driftet das Stück zwischendurch wieder in typisches PT-Lala ab. Wenn er das mal bleiben lassen könnte, würde ich Porcupine Tree einfach mal so richtig loben ... aber so langsam habe ich den Verdacht, dass Wilson immer wieder seine eigenen paar Ideen verwurstet, die ihm mal eingefallen sind. Schade drum, denn ohne die immer wieder eingestreuten paar Sekunden wäre 'Shallow' der volle Hammer. Über die Single 'Lazarus' legen wir jetzt einfach mal den Mantel des Schweigens, denn dieser Song hätte dann stimmungsmäßig eher auf die -eh zu kurze- Blackfield-CD gepasst. Okay ... ich hoffe mal, ich habe jetzt nicht alle Porcupine Tree - Fans schon vergrault und sie lesen auch jetzt noch weiter. Denn ... hat man die 3 Songs vom Anfang hinter sich gebracht, wird 'Deadwing' richtig gut. Viel instrumental bei 'Halo', ein toller Longsong ('Arriving Somewhere' ist mit über 12 Minuten mein absolutes Lieblingsstück auf der CD und mit das Beste, das von Porcupine Tree samt allen Ablegern bis jetzt veröffentlicht wurde), endlich mal ein ruhiger Song der ne Steigerung im Stück hat und nicht ewig dahinplätschert ('Mellotron Scratch'), noch ein fetter Gitarren-Hammer ('Open Car'), mit 'Start Of Something Beautiful' zwar ein eher 'typisches' PT-Stück aber trotzdem endlich mal etwas abwechslungsreicher als sonst und mit 'Glass Arm Shattering' ein ruhiger aber schöner Abschluss. Fazit: 'Deadwing' ist musikalisch sicher ein Schritt zurück (nachdem der Vorgänger 'In Absentia' doch teilweise ziemlich chaotisch war) zur Melodie und wenn die ersten drei Songs mit leider immerhin über 18 Minuten nicht wären, wäre es echt ne klasse CD geworden. So sinds 18 Minuten Schrott und knapp über 40 Minuten gut bis klasse. Und das ist mehr Lob als ich jemals über eine Porcupine Tree - CD geschrieben habe !!!
Porcupine Tree - Fear Of A Blank Planet
Zu Porcupine Tree im allgemeinen und Steven Wilson im speziellen hatte ich bis jetzt ja immer ein etwas 'gestörtes' Verhältnis. Aber was die Band mit 'Fear Of A Blank Planet' abliefern, hat mich dann doch einigermaßen überrascht und auch überzeugt. Gut, der Opener und Title-Track ist noch 'typisch' Wilson und da musste ich erst mal 'durch'. Aber was dann kommt, ist schon erste Sahne. 'My Ashes' ... nur gefühlvoll und geil (und obwohl es doch etwas an 'Blackfield' erinnert, gefällt's mir), das fast 18-minütige 'Anesthetize' ist fast nicht von dieser Welt (tolle Steigerung in dem Song), 'Sentimental' (da sagt der Titel schon alles), 'Way Out Of Here' (ist ja schon fast Prog-Metal !!!) und 'Sleep Together' (da muss man auch nichts dazu sagen ... schiebt mal ein Nümmerchen bei dem Song :-)) machen einfach nur Spaß. Und auch nach dem 10 Hören wird das Teil nicht langweilig ... taugt aber auch einfach nur zum nebenher hören beim Einschlafen. Klasse Herr Wilson, endlich hast Du mich mal voll begeistert. Weiter so!
Porcupine Tree - The Incident
Nach 'Fear Of A Blank Planet' liefert Porcupine Tree - Mastermind mit 'The Incident' schon wieder eine äußerst starke Scheibe ab. Sozusagen ein Querschnitt aus alles Schaffensphasen der Band, denn sowohl Freunde der 'alten' Porcupine Tree als auch diejenigen, die erst später zu der Musik gestossen sind, kommen hier voll auf ihre Kosten. Fette Gitarren-Riffs (leider viel zu wenig), ruhige Parts (die teilweise auch an Blackfield erinnern), lange Songs (wie das fast 12-minütige Time Flies), ein paar kurze Zwischenstücke ... schlicht 55 Minuten tolle Musik. Aber das ist nur die erste CD, also 'The Incident', aufgeteilt in 14 Parts. Es gibt dann noch eine zweite CD, allerdings nur noch so 20 Minuten lang mit weiteren 4 Songs, wobei ich hier vor allem 'Flicker' hervorheben möchte, der wirklich genial ist. Wenig Worte für eine richtig gute CD. Fans der Band haben eh schon zugegriffen und ob man sich mit 'The Incident' neue Fans erschließt ... keine Ahnung. Die Musik von Porcupine Tree ist halt doch ein bißchen speziell.
Gast-Kritik von Jonathan Göhring:
Progfans hassen Best-of-Alben! Da wäre zum einen die meist lieblose Ansammlung möglicher Single Hits (richtige Progbands zeichnen sich gewöhnlich nicht durch besonders gelungene geschweige denn erfolgreiche Singles aus), zum anderen fehlt einfach das Konzept, welches hinter den Songs eines Albums im Allgemeinen steht. Auch der Versuch, mit irgendwelchen bisher nie veröffentlichten Soundschnippseln als Zugabe eine Käuferschicht anzusprechen, hat vornehmlich nur bei den rar gesäten Komplettisten Erfolg. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer braucht und kauft so etwas?
Und nun veröffentlichen Porcupine Tree eben ein solches Werk. Zum Glück ist die Sache hier ein bisschen anders. Nicht bereits veröffentlichte Titel bekommen wir hier zu Gehör, sondern vielmehr die besten Zutaten aus der Schaffenskarriere der Briten. So umfasst „The Incident“ sowohl psychedelische Klänge der Frühphase, als auch ein Hauch von leicht härteren Tönen, die von den neueren Alben ab „In Absentia“ stammen könnten. Allerdings wurden die jüngsten Metal-Anleihen stark zurückgefahren und die Fahrt durch ruhigeres Gewässer erinnert stark an die Britpop-Phase der Band um die Jahrtausendwende. Überraschend harmonisch lassen sich die verschiedenen Stile zu einem Gesamtwerk vereinen, bei dem leise und weiche Klänge härteren und lauteren in einer Art Kontrast gegenüber stehen, der sich als die bemerkenswerteste Stärke der Scheibe ausmachen lässt.
Wer durch die kräftigeren Laute der letzten Alben verschreckt wurde, sollte hier auf jeden Fall mal wieder ein Ohr riskieren. Aber auch Neulinge bekommen hier eine umfangreiche Einsicht in die variantenreiche Diskographie der Gruppe um Steven Wilson - daher auch als Einstieg empfehlenswert. Sollten Best-of-Alben ab jetzt - so wie hier - neu definiert werden, könnte eine Einleitung wie oben vielleicht bald der Vergangenheit angehören.
Fazit: Kaufempfehlung; für mich das Album des Jahres!
Power Quest - Wings Of Forever
Mein Herz für notleidende Künstler hat mich dazu veranlasst, mir vom Merchandise-Mann (Steve Scott) der 2003er Arena-Tour eine CD von seiner Band 'Power Quest' mitzunehmen. Er hatte zwar bemerkt, dass die Musik nichts für Prog-Ohren wäre und deswegen seine Band auch Arena nicht supporten würde und die CD deswegen auch nicht in der Halle gespielt wird. Es bemerkte noch was von Power Metal im Stil von Stratovarius und Edguy und genau das ließ mich natürlich nicht zögern, die Scheibe mitzunehmen (da ja der regelmäßige Leser meine Homepage weiß, dass ich solche Mucke gerne höre). Und was soll ich sagen ... 'Wings Of Forever' ist der volle Tritt in den Arsch für alle Power-Metal-Freaks. Nach der kurzen (und symphonischen) Prelude gibts mit dem Titelstück gleich sowas in die Fresse, dass Edguy und Konsorten echt wie kleine Milchbubis dastehen. Fettes, unglaublich schnelles Schlagzeug, Formel 1 Speed - Bass, geile Keyboard-Läufe, eine blitzschnelle Gitarre und ein Gesang, der mich gnadenlos an Sonata Arctica erinnert. Mehrstimmiger Gesang ist dann der Beginn von 'Far Away', einer weiteren Metal-Hymne. Und es geht gerade so weiter, bis erst mit Track 5 (Power Quest Part 1) ein Mid-Tempo-Stück etwas für Ruhe sorgt und da voll an Stratovarius erinnert. Mit 'Beyond The Stars' ist dann aber gleich wieder Schluss mit Lustig und es geht wieder ab wie Sau. Die obligatorische Ballade darf natürlich auch nicht fehlen und folgt mit 'Immortal Plains'. Nach zwei weiteren Super-Songs ist dann mit dem Outro (ganz genial aber leider mit knapp 3 Minuten schlichtweg zu kurz) Schluss. Fazit: Die von Threshold-Kopf Karl Groom und Arena Keyboarder Clive Nolan produzierte CD ist der absolute Hammer unter den Power-Metal-CDs und jedem zu empfehlen, der nur annähernd auf schnellere, harte Mucke steht. Leider habe ich noch nicht rausgefunden, wo man das Teil offiziell erhalten kann, denn bei Amazon gibt's nur den Japan-Import für ein Schweinegeld. Ich werde mich aber kundig machen und die Review dann ergänzen. Denn das Teil MUSS MAN HABEN. Gute Nacht Sonata Arctica und Edguy ... Hallo Power Quest.
So, und nach längerer Recherche habe ich jetzt eine halbwegs preisgünstige Bestellmöglichkeit gefunden: beim EMP-Versand gibt's die Scheibe für schlappe 15,50 Euro. Also nix wie hinsurfen und bestellen.
Power Quest - Neverworld
Endlich gibt es sie ... die Nachfolge-CD von 'Wings Of Forever', die ich ja schon in den höchsten Tönen gelobt habe. Und es ist ein absolut würdiger Nachfolger geworden. Schon der fett-bombastische Opener 'Neverworld (Power Quest Part II)' zeigt, dass sich die Band vor den Szene-Größen wie Edguy, Stratovarius und Co. nicht verstecken brauchen. Im Gegenteil ... im Vergleich zum neuen Output von Edguy aus der selben Woche ('Hellfire Club') möchte ich sogar behaupten, dass 'Neverworld' um KLASSEN besser geworden ist. Und nach diesem 9-Minuten-Brett geht es Hymne an Hymne weiter bis Track 4 (Sacred Land), einem pfeilschnellen Teil. Eine kleine Verschnaufpause gibt es dann mit 'When I'm Gone', bei dem Arena-Keyboarder Clive Nolan ein bißchen mitgemischt hat. Threshold-Gitarrero Karl Groom veredelt dann das nächste Stück 'For Evermore' und nach zwei weiteren tollen Hymnen-Songs folgt der knapp 11-minütige Abschluss 'Lost Without You', der auch - natürlich mit einer anderen Stimme - locker von einem Threshold-Album stammen könnte und zusammen mit Sabine Edelsbacher (von Edenbridge) eingesungen wurde. Bleibt noch zu erwähnen, dass die CD (nicht ganz überraschend) einen hervorragenden Sound besitzt, für den Karl Groom und die Thin Ice Studios verantwortlich waren. Wer auf so schnelle Mucke steht, sollte sofort zugreifen.
Power Quest - Magic Never Dies
Von den ersten zwei Scheiben der englischen Band 'Power Quest' war ich ja mehr als begeistert. Und nachdem jetzt auch auf dem Neverworld-Nachfolger 'Magic Never Dies' Karl Groom, Richard West (beide Threshold) und Clive Nolan (Arena, Pendragon usw.) ihre Finger mit im Spiel hatten, kann man zumindest mal am Sound überhaupt nichts aussetzen. Am Line-Up hat sich, außer dem Austausch des Schlagzeugers (mit Francesco Tresca an den Drums steht's in der Band jetzt 3 : 2 für Italien) auch nichts geändert und somit ist auch 'Magic Never Dies' eine rundum gelungene und qualitativ hochwertige Melodic-Rock-Scheibe geworden. Instumentaler, orchestraler Opener ('Ascension'), pfeilschnelle, mit tollen Keyboard-Läufen untermalte Songs im Stile von Statovarius und Edguy (keine Ahnung, wie der Drummer das durchhält ohne sich Knoten in die Finger zu spielen) wie z.B. 'Find My Heaven' oder 'Galaxies Unknown', zwischendurch ein paar Mid-Tempo-Stücke mit tollem Refrain (z.B. 'Hold On To Love') und ne tolle Ballade ('The Message') ergeben am Ende fast eine Stunde Melodic Rock ohne auch nur eine Minute langweilig zu sein. Ich bin mal gespannt, wann die Jungs in der Szene endlich den Durchbruch schaffen. Verdient hätten sie's so langsam. Mehr Infos über die Band gibt's unter www.power-quest.co.uk .
Power Quest - Master Of Illusion
Auch wenn die Band nicht mehr von Karl Groom in den Thin Ice Studios produziert wird, ist doch noch jemand von Threshold in der Nähe, der sich der Band angenommen hat. Dieses mal ist es Threshold-Keyboarder Richard West, der kräftig mitmischt. Als Gast-Musiker sind dieses Mal Bill Hudson (Cellador), John Viggo Lofstad (Pagan's Mind) und Bob Katsionis (von der griechischen Band 'Firewind') am Start. Außerdem steuerte Richard West ein paar Keyboard-Parts bei. Musikalisch machen Power Quest keine Experimente sondern knüpfen nahtlos an die (glaube ich 3) letzten Outputs an. Das bedeutet mal wieder Meldodic Metal von schnell bis Mid-Tempo, fette Gitarren, tolle Drums und melodischer Gesang, der im Hirn bleibt. Einmal die CD gehört und die Songs bleiben noch ewig im Kopf. Melodic-Metal-Freunde können mal wieder bedenkenlos zugreifen.
Pride Of Lions - Pride Of Lions
Gast-Kritik von Siggi Greck Ein Schmankerl für alle Freunde des "80er-AOR" ist die CD von Pride Of Lions. Ich fand den Namen (und auch das Cover mit dem gemalten Kopf eines Löwen) zwar ein bisschen doof, aber dann habe ich mich doch zum Kauf durchgerungen. Jim Peterik, ehemaliger Keyboarder von Survivor (ja, genau die: Eye Of The Tiger) hat sich den Gesang mit dem Youngster Toby Hitchcock geteilt. Die Songs wurden von Peterick im Alleingang geschrieben. Die teilweise hymnenhaft angelegten Lieder werden von den überragenden Vocals getragen. Toby Hitchcock erinnert manchmal an Dennis De Young, manchmal an Bobby Kimball. Die CD ist ist über die gesamte Länge von 60 Minuten sehr gelungen und für Freunde des Genres ein Muss. Ich hoffe, dass es nicht zuviele Beschwerden in Roland`s Meckerecke gibt, aber mir gefällt diese Art von Musik eben auch. Anspieltipp: 'Music And Me'.
Primal Fear - New Religion
Guten Hard Rock aus Deutschen Landen gibt es ja massig. Aber die Schwäbische Band 'Primal Fear' sticht in meinen Augen doch noch etwas heraus. Ich bin ja schon seit Jahren Fan dieser Band (und nicht nur weil sie aus meiner Ecke kommt). Und ich finde jetzt wird es endlich mal Zeit, dass die Band auch auf meiner Homepage erwähnt wird. Proggies unter uns werden vielleicht mit dem Sänger Ralf Scheepers was anfangen können, der ja auf der Ayreon-CD 'Flight Of The Migrator' einen Auftritt hatte. Und der Junge kann singen ... das sage ich Euch. Da kann sich Rob Halford verstecken und staunen. Und auch Bassist Mat Sinner dürfte ja dem Einen oder Anderen bekannt sein. 54 Minuten Metal-Feuerwerk sind garantiert, wobei vor allem die Songs 'Face The Emptiness', 'Everytime It Rains' (ein Mid-Tempo-Stück zusammen mit Epica-Sängerin Simone Simons), der Dreiteiler 'Fighting The Darkness' sowie das obergeile 'The Man (That I Don't Know)' herausstechen. Für Prog-Freunde erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Matz Ulmer eine Keyboard-Gastauftritt hat und auch die orchestralen Arrangements gemacht hat ... und den kennt man ja (hoffentlich) noch von der deutschen Prog-Band 'Anyone's Daughter'. Geile Scheibe.
Primal Fear - 16.6 Before The Devil Knows You're Dead
Für mich war ja die Vorgänger-CD 'New Religion' ein Meilenstein in der Karriere meiner schwäbischen Metal-Freunde 'Primal Fear' und wenn man Ralf Scheepers auf der CD singen gehört hat, kann man Iron Maiden in die Tonne kicken. Außerdem waren auf diesem Silberling ein paar absolut grandiose Songs drauf ('Fighting The Darkness', 'The Man That I Don't Know' oder auch 'Face The Emptiness'). Um es gleich mal vorwegzunehmen, solche Überflieger sind auf 16.6 (leider) nicht drauf, denn Primal Fear haben sich hier ... wie soll ich mich ausdrücken ... an ihre Wurzeln als Metal-Band erinnert und zünden ein Feuerwerk an durchweg fetten Metal-Krachern ab, das einem die Spucke wegbleibt. Alleine die ersten zwei Songs 'Riding The Eagle' und 'Six Times Dead (16.6)' knallen sowas von rein, dass Nackenschmerzen vorprogrammiert sind. Aber auch für Freunde der eher bombastischen Mid-Tempo-Stücke ist natürlich was dabei ('Black Rain', 'No Smoke Without Fire'). Und die Quoten-Ballade ('Hands Of Time') darf natürlich nicht fehlen. Der limitierte Digi-Pack hat dann noch 2 Bonus-Tracks (wobei vor allem 'Scream' richtig gut ist) sowie das Video zu 'Six Times Dead' zu bieten. Es gab auch eine Änderung am Line-Up, denn seit Neuestem ist Gitarrist Magnus Karlsson (das ist der, der für die Allen/Lande - Scheiben verantwortlich ist) mit an Bord, und sein Stil ist auf 16.6 unverkennbar herauszuhören. Eine perfekte Metal-Scheibe, die Primal Fear mal wieder aus dem Ärmel gezaubert haben. Muss der Metal-Freund unbedingt haben Und wer Gelegenheit hat, Primal Fear mal live zu sehen (sie sind Ende des Jahres 2009 auf Tour), sollte sich das auch nicht entgehen lassen.
Primal Fear - Live In The USA (CD / DVD)
Meine Lieblings-Schwaben im Heavy-Metal-Bereich, Primal Fear, mit dem genialen Sänger Ralf Scheepers als Frontmann’, haben mit ‘Live In The USA’ eine richtig geile Live-CD rausgebracht. Gesehen habe ich die Jungs (mit fast diesem Set) zusammen mit Brainstorm auf der ‘Viva La Swabia Tour’ im Herbst 2009 in der Rockfabrik in Ludwigsburg und ich muss ehrlich sagen, dass die Band live einfach der Kracher ist. Ob das nun am Heimspiel lag (die Band kommt ja aus dem Schwabenländle und ich habe sie bis jetzt immer nur hier bei mir in der Gegend gesehen) weiß ich nicht, aber Konzerte von Primal Fear haben mich bis jetzt noch nie enttäuscht. Die CD wurde aber, wie der Name schon vermuten lässt, in den USA mitgeschnitten. Aber auch unsere Amis scheinen doch ab und zu mal musikalischen Geschmack zu haben, denn die Stimmung (wenn sie nicht wie bei anderen Live-CDs schon erlebt einfach dazugemischt wurde) scheint ziemlich gut gewesen zu sein. Hauptaugenmerk wurde bei den Konzerten natürlich auf die da aktuelle Studio-CD 16.6 gelegt, aber natürlich wurden auch ein paar Primal Fear - Klassiker wie ‘Fighting The Darkness’, ‘Nuclear Fire’, ‘Sign Of Fear’ oder auch ‘Metal Is Forever’ gespielt. 14 Songs und ein Heavy-Feuerwerk der Extraklasse. Muss man haben. Wem die CD alleine nicht genügt, sollte auf die Version ‘Live In The USA / All Over The World’ zurückgreifen, denn da ist dann noch eine Live-DVD von einem Konzert aus der Schweiz mit dabei und es gibt neben den 14 Songs der CD nochmal 3 Titel mehr. Für mich sind Primal Fear auf jeden Fall die Speerspitze des Deutschen Metal und wer die Tour verpasst hat, hat was verpasst und sollte sich das Package unbedingt zulegen.
Proloud - Rebuilding
Bis jetzt dachte ich, dass Italien die Prog-Metal-Wüste sei. Und nun schneit mir eine CD der Band 'Proloud' ins Haus, die sich als 'Progressive Metal Band' bezeichnet. Die Band stammt aus Bologna und wurde 1996 vom heutigen Bassisten und Schlagzeuger gegründet. Nach einigen Umbesetzungen wurde 1999 die erste Demo-CD produziert (mit dem Titel 'Fickle', der jetzt auch in einer neuen Version auf dem Debut-Album 'Rebuilding' vertreten ist). Und im Juni 2002 wurde nun die erste vollständige CD 'Rebuilding' auf dem Sublime-Label veröffentlicht. Nun aber zur Musik. Nach einem kurzen Intro ('Self Destruction') folgt gleich der vorhin genannte Song 'Fickle', der alles vereint, was das Prog-Herz begehrt. Tempowechsel, instrumentale Parts, ein Gesang der stimmlich an 'Rush' erinnert und das alles verpackt in knapp über 8 Minuten. Auch der nächste Song 'Leave It To Nature' schlägt in die nächste Kerbe, wobei zwischendurch auch ein paar kurze Jazz-Elemente auftauchen, bei dem die einzelnen Musiker zeigen, was sie technisch draufhaben. Und das ist nicht schlecht. Auch 'Island Lake' ist eine recht straighte Nummer mit ein paar ruhigeren Zwischenstücken. Mit 'Shooting Star' folgt dann die erste mit knapp 4 Minuten zwar schöne aber auch leider etwas zu kurze Ballade. 'Gethsemane' ist dann ein Instrumentalstück mit klasse Gitarre und herrlichem Schlagzeug (bei dem die Jungs wohl zeigen wollen, dass sie auch in Richtung Dream Theater was drauf haben). 'Last Inhabited Planet' und das mit über 9 Minuten längste Stück 'To Be On Fire' gehen dann wieder ein wenig in Richtung Rush, ohne dabei aber als billige Kopie zu wirken. Die CD endet mit dem Titelstück 'Rebuilding', einem klasse Happy-Acoustic-Song. Insgesamt finde ich die CD hochinteressant und total abwechslungsreich und die Scheibe erschließt sich erst nach mehrmaligem Hören. Nur der etwas dünne Sound trübt den Hörgenuss ein wenig. Eine etwas fettere Produktion hätte der CD bestimmt gut getan. Aber mit etwas Erfolg (den ich den Jungs absolut gönne) kommt vielleicht mehr Geld in die Kassen und die nächste CD kann dann auch etwas teuerer produziert werden. Die CD kommt übrigens in einer aufwändigen Papp-Verpackung mit CD-Hülle, Booklet und 10 Postkarten. Wegen der Bezugsadresse der CD hat mir die Band auf Anfrage folgendes mitgeteilt: 'You can order "Rebuilding" on http://www.abighor.freeweb.supereva.it/ http://www.sublime-label.com http://www.killerclowncdstore.net/catalog/p.htm I hope that you'll find our CD in german catalogs as soon as possible....'
Proto-Kaw - Before Became After
Hier ein kleines Rätsel: Lynn Meredith, John Bolton, Dan Wright, Craig Kew, Brad Schulz, Kerry Livgren ... und die CD heißt 'Before Became After' ... was schließt der Musikkenner daraus ?? Genau ... die Vorgängerband wird die Nachfolgeband ... von KANSAS. Leider stimmt das nur wegen den Musikern ... nicht aber ganz wegen der Musik. Zwar kann der Opener 'Alt. More Worlds Than Known' sogar ein bißchen an Kansas erinnern (wobei die Flöte ja mehr nach Jethro Tull klingt), einem klasse 7 1/2 - Minuten-Song. Eher getragener kommt dann 'Words Of Honor' daher (mit Kansas-typischen Keyboards). Die CD plätschert dann so vor sich hin (mal härter, mal softer, mal akustisch, mal leicht jazzig, mal mehr mal weniger Kansas), ohne unangenehm aufzufallen und endet in einem Hammer-Song, dem fast 12-minütigen Theophany (was immer das sein mag). Hmm ... was soll ich dazu sagen ?? Ich finde es 'too much', was auf dieser CD für Stilrichtungen abgedeckt werden sollen. Eine kleine Konzentration auf ein paar wenigere Musik-Gefilde hätten der CD sicher gut getan, wobei ich den Musikern absolut nicht absprechen will, dass sie ihr Handwerk verstehen. Etwas gewöhnungsbedürftig (wenn man denkt, das wäre Kansas) ist natürlich der Gesang von Lynn Meredith, der so gar nicht nach Steve Walsh oder Billy Greer klingt. Auf jeden Fall braucht die Scheibe viele viele Hördurchgänge, bis sie gut wird. Ich befürchte nur, dass die Meisten diese Geduld nicht aufbringen werden. Wer die CD kaufen will, sollte sich aber die limitierte Doppel-CD besorgen, denn auf der Bonus-Scheibe ist unter anderem eine tolle Live-Version von 'Belexes' und ein knapp 14-minütiges Interview mit der Band (als Video) drauf.
Proto-Kaw - The Wait Of The Glory
Ziemlich gespannt war ich auf die Veröffentlichung einer zweiten Scheibe der wiedervereinigten Kansas-Vorgänger 'Proto-Kaw'. Und das Warten hat sich mehr als gelohnt. Klar, auch 'The Wait Of The Glory' klingt nicht nach Kansas pur, doch haben die Jungs jetzt doch aus dem etwas wirren Stil-Mix der ersten CD ihren Weg gefunden und kommen zumindest teilweise an den Stil von Kansas heran (hört Euch nur mal das obergeniale 'Picture This' an ... toller Gesang, getragene Gitarre usw.). Aber auch 'The Wait Of The Glory' braucht einige Hördurchgänge, bis sich dem Geniesser das Teil erschließt. Aber genau das macht ja eine gute CD aus. Auf jeden Fall ein erster Kauftipp des noch jungen Jahres 2006. Und wenn schon, dann muss es auch die Limitierte 'Special Edition' mit Bonus-Live-DVD sein, auf der dann noch 3 Songs zu sehen und zu hören sind (2 Songs der ersten Proto-Kaw-CD sowie den frühen 70er-Kansas-Song 'Skont') und man erkennen kann, was die Jungs für Spaß zusammen haben. Alle Songs wurden übrigens von Kerry Livgren geschrieben. Toll.
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